Ratgeber

Dschungel der TV-Begriffe: Von ARC, HbbTV, IPTV bis Zoll

Viele Fachbegriffe in den Werbeprospekten der großen Elektrofachmärkte erschweren den Kauf. So kann nur jeder 11. Interessent mit Ultra-HD etwas anfangen, nur jeder 17. weiß, was hinter der Abkürzung HbbTV steckt. Unser kleines TV-Lexikon erklärt das wichtigste Fachvokabular.
AAA
Teilen (11)

Dschungel der TV-BegriffeDschungel der TV-Begriffe Die Menschen in Deutschland sind im neuen TV-Zeitalter angekommen. In 86 Prozent der Haushalte steht nach Angaben der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) mittlerweile ein Flachbildfernseher. Zwölf Prozent der Bundesbürger wollen sich laut aktueller Erhebung bis Jahresende noch einen neuen Fernseher holen. Doch immer mehr Fachbegriffe in den Werbeprospekten der großen Elektrofachmärkte erschweren den Kauf. So kann nur jeder 11. mit Ultra-HD etwas anfangen, nur jeder 17. weiß, was hinter der Abkürzung HbbTV steckt. Unser TV-Lexikon erklärt das wichtigste Fachvokabular.

ARC: Steht als Abkürzung für Audio Return Channel, was so viel wie Audio-Rückkanal bedeutet. Neuere Fernseher besitzen meistens eine HDMI-Buchse mit ARC-Unterstützung. Über ein geeignetes HDMI-Kabel können die Flat-TVs Audiosignale sowohl senden als auch empfangen.

CI+: Schnittstelle an Flachbildfernsehern und Set-Top-Boxen zur Aufnahme von geeigneten Modulen und Smartcards. So wird der Empfang verschlüsselt ausgestrahlter Programme ermöglicht.

Dolby Digital: Standard für digitalen Raumklang mit 5, sechs oder 7 Kanälen und einem zusätzlichem Subwoofer-Kanal. Kommt bei DVDs, Blu-rays und Fernsehübertragungen zum Einsatz.

DVB-T: Digitales Antennenfernsehen, in Deutschland mittlerweile fast flächendeckend verbreitet. Mit dem Nachfolger DVB-T2 werden dann auch HD-Programme übertragen. Der Umstieg soll im Jahr 2016 beginnen.

EPG: Elektronischer Programmführer, der in alle neueren Fernseher, Set-Top-Boxen und Festplattenrekorder integriert ist. Informiert über die Sendungen der nächsten sieben bis 14 Tage, bietet Filterfunktionen und erleichtert Aufnahme-Programmierungen.

HbbTV: Mittels HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) lassen sich Zusatzdienste wie Mediatheken, Bilder, Programmführer, Videoportale, Spiele und Apps auf den TV-Bildschirm holen. Voraussetzung ist ein Internetanschluss. Jürgen Sewczyk zufolge, Vorstandsmitglied der Deutschen TV-Plattform, werden Smart-TVs künftig auch neue Formen der Personalisierung wie Gesichtserkennung oder Sprachsteuerung bieten.

HDMI: Schnittstelle zur digitalen Übertragung von Bild und Ton an Fernsehern, Blu-ray-Playern und Set-Top-Boxen.

Hertz: Die Hertz-Zahl gibt die Bildwiederholungsrate bei einem Fernseher an. 100 Hertz sind mittlerweile Standard, viele Hersteller arbeiten bereits mit 200 Hertz. Alles was darüber hinausgeht, wird durch Hilfsmittel und Rechentricks bei der Ermittlung der Anzahl der gezeigten Bilder erzielt. Die Unterschiede sind kaum wahrnehmbar.

HD+: Plattform zum Empfang hochauflösend ausgestrahlter Privatsender über Satellit. Erforderlich sind ein Receiver und eine Smartcard, die etwa 60 bis 65 Euro pro Jahr kostet. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt vor verbraucherunfreundlichen Nutzungseinschränkungen wie Spul- und kompletten Aufnahmeverboten.

H.265: Videocodec, der bei gleichbleibender Bildqualität die Datenpakete doppelt so stark wie der Vorgänger H.264 komprimiert. Der Codec wird bei Ultra-HD-Übertragungen zum Einsatz kommen.

IPTV: Fernsehempfang über eine Internetverbindung mit zahlreichen multimedialen Zusatzdiensten.

OLED: Neue Bildschirmtechnologie, die mit organischen, selbst leuchtenden Polymeren arbeitet. OLED-Bildschirme lassen sich extrem dünn herstellen, allerdings sind die Geräte noch sehr teuer.

Smart-TV: Smart-TVs, auch Hybrid-TVs genannt, bezeichnet Fernseher mit Internetanbindung. So landen Nachrichten, Spiele, Filmportale wie YouTube, Wettervorhersagen und E-Mails auf dem Flat-TV.

Timeshift: Zeitversetztes Fernsehen ist eine Funktion in Set-Top-Boxen, Festplattenrekordern und Fernsehern. Per Fernbedienung kann eine laufende Sendung angehalten und zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden.

Ultra-HD: Der Nachfolger des aktuellen hochauflösenden Fernsehens, auch 4K genannt. Die maximale Pixelzahl von 3 840 mal 2 160 ermöglicht extrem scharfe Bilder. Geeignete Flat-TVs sind bereits erhältlich. Allerdings fehlen noch Inhalte auf Disc oder im Fernsehen.

Verschlüsselung: Bezahlsender wie Sky strahlen ihre Programme verschlüsselt aus. Abonnenten benötigen eine spezielle Smartcard.

Zoll: Eine aus den USA übernommene Einheit für die Display-Diagonale. Ein Zoll entspricht 2,54 Zentimeter.

Teilen (11)

Mehr zum Thema Fernsehen