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Bahn startet Regelbetrieb bei Touch & Travel

Fahrkarten der Bahn können auf dem Handy gekauft werden
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Touch & Travel befindet sich jetzt im RegelbetriebTouch & Travel befindet sich jetzt im Regelbetrieb Die Deutsche Bahn hat Touch & Travel in den Regelbetrieb überführt. Geändert hat sich dadurch vor allem der Markenauftritt der mobilen Bahnfahrkarte, nicht aber die Funktionsweise. Zuletzt stand die Registrierung bereits allen Nutzern mit einem Apple- oder Android-Handy offen, die eine SIM-Karte im Netz der Telekom oder von Vodafone nutzen. Daran wird sich auch zunächst nichts ändern. Erst im kommenden Jahr ist damit zu rechnen, dass ein weiterer Netzbetreiber den Dienst unterstützt.

Ursprünglich sollte Touch & Travel per NFC funktionieren. Dazu sollten NFC-Handys in geringem Abstand an so genannte Touchpoints gehalten werden. Eine Software sollte daraufhin berechnen, wo sich der Nutzer befindet und die Informationen entsprechend verarbeiten. So ließen sich Ein- und Ausstieg erfassen, eine Kontrolle im Zug sollte ebenfalls über NFC erfolgen. Allerdings setzte sich der Nahfunk-Standard bei Handys lange nicht durch, weswegen die Deutsche Bahn in den vergangenen Monaten Alternativen implementierte. Auf der neuen Webseite spielt NFC vorerst keine Rolle mehr.

Seit der Erweiterung ist es möglich, sich per GPS- bzw. LBS-Positionierung orten zu lassen und den Abfahrts- bzw. Ankunftsbahnhof an und abzumelden. Alternativ lassen sich Barcodes, die auf vielen Bahnhöfen hängen, scannen oder der Bahnhof von Hand eingeben. Die Kontrolle im Zug erfolgt über einen auf dem Handy genierten Barcode.

o2 wohl ab kommendem Jahr dabei

Notwendig bleibt die Nutzung von Telekom bzw. Vodafone-SIM-Karten. Diese unterstützen den LBS-Dienst der Bahn. E-Plus hat seine LBS-Dienste vor einiger Zeit abgeschaltet, Touch & Travel kann hier also nicht realisiert werden. Es ist aber davon auszugehen, dass o2 als dritter Netzbetreiber ab kommendem Jahr an dem neuen Ticketdienst teilnehmen wird. o2 ist bereits als Partner an Touch & Travel beteiligt.

Touch & Travel kostet nichts extra, setzt aber die Nutzung einer Datenverbindung voraus. Eine vorhandene Bahncard kann bei der Registrierung auf der Webseite angegeben werden und wird entsprechend berücksichtigt. Im teilnehmenden Verkehrsverbünden ermittelt das System auch, ob sich für den Kunden eine Tageskarte statt Einzelfahrscheinen gelohnt hätte. Mit Monatskarten wurde dieses leider nicht umgesetzt. Gleiches gilt für Fahrten mit der Bahn: Ein Umspringen auf eine Monats-Streckkarte oder gar den Gegenwert einer Bahncard 100 ist nicht vorgesehen. Bis auf Weiteres funktioniert Touch & Travel auch abseits der Verkehrsverbünde nur im Fernverkehr. Nahverkehrszüge und Privatbahnen dürfen nicht benutzt werden. Als neuer Verkehrsverbund ist ab heute der Rhein-Main Verkehrsverbund (RMV) dabei.

Video erklärt Touch & Travel

In einem neuen Video erklärt die Deutsche Bahn die Funktionsweise von Touch & Travel.

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