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Bahn-Ticket per Handy: Touch & Travel per iPhone im Test

Spontanes Bahnfahren nach kurzer Anmeldung möglich
AAA

Schon seit Jahren testet die Deutsche Bahn an ihrem ticketlosen Fahrkartensystem Touch & Travel. Was 2007 mit der Installation von so genannten Touchpoints in Berlin begann, ist mittlerweile in einem bundesweiten Testlauf für jeden nutzbar, der ein iPhone oder Android-Handy mit einer Telekom- oder Vodafone-SIM-Karte nutzt. Dabei unterscheidet sich dieses neue Touch & Travel grundlegend von dem ursprünglich angedachten System. Wir haben das neue Touch & Travel auf dem iPhone getestet.

Touch & Travel-App im TestTouch & Travel-App im Test Vor der ersten Fahrt muss der Nutzer sich für Touch & Travel registrieren. Das gilt auch, wenn der Kunde bereits an dem alten Testverfahren teilgenommen hat. Abgefragt werden während der Registrierung persönliche Daten wie Adresse und evtl. vorhandene Bahncard-Nummer, aber auch die Kontoverbindung, von der die Kosten für die Fahrten dann abgebucht werden. Leider wird das Profil bei Touch & Travel nicht mit dem bei vielen Kunden ohnehin existierenden Profil von bahn.de verknüpft. Mit einer solchen Verknüpfung müsste der Kunde seine Daten nicht noch einmal komplett neu angeben und könnte alternativ auch per Kreditkarte bezahlen. Auch wäre der Bahn die Bahncard bekannt.

Anmeldung nur für Telekom- und Vodafone-Kunden möglich

Während der Registrierung muss der Nutzer auch seine Handynummer angeben. Mit dieser muss er Touch & Travel dann auch nutzen. Es wird direkt überprüft, ob die Nummer im Netz der Telekom oder Vodafone geschaltet ist. Ist dieses nicht der Fall, so wird die Registrierung abgelehnt. Einige Minuten nach der Anmeldung kommt per E-Mail eine Kundennummer und per SMS eine PIN. Diese Daten werden benötigt, um nach dem Download der Android- oder iPhone-App jene Handy-App zu starten. Ferner muss der Kunde bei seinem Netzbetreiber die LBS-Lokalisierung für Touch & Travel freigeben. Hinweise zu diesem Verfahren werden per SMS zugesendet. Die App hält verschiedene Anmeldearten bereitDie App hält verschiedene Anmeldearten bereit

Will der Kunde eine Fahrt antreten, muss er die App starten. Aufgrund der LBS-Informationen werden ihm Haltestellen in seiner Nähe vorgeschlagen. In Berlin bedeutet das, dass auch Bushaltestellen angezeigt werden, da auch in den Bussen der BVG die Touch-&-Travel-App als Fahrschein gilt. Alternativ zur Lokalisierung kann der Kunde den Login auch über Barcodes vornehmen, die zumindest in Berlin an den Haltestellen hängen. Findet der Kunde einen Touchpoint, so kann auch dessen Nummer zum Login genutzt werden. Letztlich kann der Nutzer auch manuell den Namen seines Abfahrtbahnhofs bzw. der Haltestelle angeben.

Auf der nächsten Seite lesen Sie, wie die Kontrolle des Tickets erfolgt und warum es nicht für alle Fahrten geeignet ist.

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