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MeeGo-Nachfolger Tizen: Acer und Asus machen mit

Dominanz von Google macht Alternativen nötig
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Der MeeGo-Nachfolger Tizen, den Intel zusammen mit Samsung ins Leben gerufen hat, bekommt weiteren Zulauf. Wie die Digitimes aus den Reihen der asiatischen Industrie erfahren haben will, werden sich auch die beiden Elektronik-Hersteller Acer und Asus an Tizen beteiligen. Damit kann das neue System, das im kommenden Jahr in einer ersten Version fertig werden und auch Elemente von LiMo (Linux Mobile) enthalten soll, wohl bereits auf mehr Unterstützer zählen, als der Vorgänger MeeGo in eineinhalb Jahren unter seiner Flagge versammeln konnte. Auch aus den Reihen der großen Provider ist Unterstützung für Tizen zu erwarten, die unter anderem mit dem umstrittenen Kauf von Motorola durch Google begründet werden könnte.

Neues Betriebssystem TizenNeues Betriebssystem Tizen Für das amerikanische Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IDC liegt die Chance für Tizen in der derzeitigen Dominanz von Apples iOS und Android, die den Großteil des Marktes der mobilen Endgeräte unter sich aufteilen. Seit der Übernahme von Motorola nehmen andere Hersteller des Experten zufolge die große Abhängigkeit von Google sowie die andauernden juristischen Streitereien immer häufiger als Problem wahr. Tizen als neue Plattform könnte da eine echte Alternative darstellen, wenn sowohl Leistung als auch Benutzer-Interface und Entwickler-Engagement stimmen. Wie die Analysten erfahren haben wollen, werden sich in Kürze auch international aktive Provider wie Telefónica, Orange, Vodafone, SK Telecom (Korea) und NTT Docomo (Japan) an Tizen beteiligen.

Tizen dürfte auf Tablets zielen

Generell dürfte Tizen es leichter haben, sich auf dem noch vergleichsweise jungen Tablet-Markt zu behaupten als auf dem Gebiet der Smartphones. Diese Einschätzung bestätigt die Digitimes aus Asien unter Berufung auf Quellen aus der Industrie. Mit der Konzentration auf aktuelle Web-Standards wie HTML5 dürfte das Betriebssystem auch eher auf die Internet-Nutzung als auf typische Handy-Funktionen wie Telefonieren oder SMS ausgelegt. Allerdings soll Tizen, wie bereits der indirekte Vorgänger MeeGo, ebenfalls auf verschiedenen Plattformen zum Einsatz kommen, neben Tablets und Smartphones sind auch Netbooks und Smart-TVs sowie Auto-Entertainment-Systeme im Gespräch. Als Open-Source-System wird Tizen unter dem Dach der Linux Foundation entwickelt.

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