Überraschend

Tim Cook: Apple könnte mehr Android-Apps entwickeln

Tim Cook hat auf einer Veranstaltung Einblicke in die Zukunftsplanung von Apple gegeben. Unter anderem könnten mehr Android-Apps anstehen. Absage erteilte er aber einem beliebten Produkt der Gerüchteküche.
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Das iPhone 5C soll keinen Nachfolger bekommen.Das iPhone 5C soll keinen Nachfolger bekommen. Auf einer Apple-internen Veranstaltung hat Tim Cook seinen Mitarbeitern Einblicke in die Zukunftspläne des Herstellers gegeben. Dies berichtet das das Magazin 9to5Mac unter Berufung auf mehrere Quellen, die der Veranstaltung beigewohnt haben sollen. Dabei gab es einige interessante Informationen, wenngleich der Bericht nur wenige spezifische Informationen enthält und gerade in puncto zukünftige Produkte nebulös bleibt.

Apple: Mehr Dienste für andere Plattformen

Geradezu revolutionär: Tim Cook stellt weitere Android-Apps in Aussicht. Dem Bericht zufolge sei Apple Music für Android ein Testballon gewesen, um die Akzeptanz auf anderen Plattformen zu testen. Allerdings bleibt 9to5Mac an diesem Punkt wenig spezifisch.

Dennoch erscheint das Szenario sehr realistisch: Apple hat zwar mit iOS eine weitverbreitete mobile Plattform, deckt damit aber nicht alle potenziellen Kunden ab. Auf PCs mit Windows ist Apple ohnehin mit iTunes präsent, stellte aber den Browser Safari für Windows schon vor einigen Jahren ein.

Zumindest für Android als weitere Apple-Zielplattform gibt es einige Argumente: Es gibt genügend Android-Nutzer, die im Alltag Apple-Produkte im Einsatz haben. Ob iPad oder ein MacBook: Es erfordert viel Geduld, deren Datenbestände mit einem Android-Smartphone synchron zu halten. Daher dürfte es einige Cloud-Dienste geben, die perfekt auf andere Plattformen passen würden: iCloud, iMessage und Facetime. Auch Apples Synchronisierungslösung Handoff könnte im Zusammenspiel mit Android erheblichen Mehrwert liefern.

Allerdings wird sich Apple in dieses Szenario wohl kaum Hals über Kopf hineinstürzen: Immerhin sind all diese Dienste ja auch Gründe, die bei einer Kaufentscheidung für ein Apple-Device zum Tragen kommen. Andererseits gibt es für alle diese Dienste plattformübergreifende Alternativen - wer also mehrere Betriebssysteme im Einsatz hat, wird derzeit eher Dropbox, Skype & Co. wählen als auf Apples Angebote zurückzugreifen. Hier entgehen Apple also eine ganze Menge Nutzer und die Apple-Dienste verlieren gegenüber den Konkurrenten an Boden.

Tim Cook: Kein abgespecktes iPhone

In weiteren Ausführungen habe Cook auch über kommende Hardware gesprochen, die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen soll - weitere Details bleibt der Bericht aber schuldig. Zufrieden zeigte sich Cook dem Vernehmen nach über die Zukunftsaussichten für das iPhone: In Märkten wie China und Indien sei noch viel Wachstumspotenzial vorhanden. Hier verspreche sich Apple große Erfolge - und zwar mit den bekannten iPhones. Einem abgespeckten iPhone erteilte Cook demnach eine Absage: "He also noted that Apple believes it does not need to release a cheaper, less feature-packed iPhone to appease growing markets", so die Original-Formulierung im 9to5Mac-Artikel.

Damit bleibt es spannend, ob das gerüchteweise postulierte iPhone 5SE tatsächlich im März vorgestellt wird. Interpretatorische Schlupflöcher lässt der Bericht ohnehin offen: So könnte das iPhone 5SE ja beispielsweise einfach kleiner sein, aber eben nicht billiger und mit weniger Features ausgestattet. Am 15. März könnte es soweit sein und ein Apple-Event anstehen - die Erwartungen sind schon im Vorfeld hoch.

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