Musikverstärker

Teufel Rockster XS im Test: Kompakter Lautsprecher mit erstaunlichem Sound

Ein robuster mobiler Lautsprecher mit sattem Sound - das will der Teufel Rockster XS sein. Per Bluetooth können sogar zwei Smartphones gleichzeitig gekoppelt werden. Wir haben die tragbare Musikbox getestet.
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Obwohl die Smartphone- und Tablet-Hersteller seit Jahren mit besseren internen Lautsprecherelementen um eine Verbesserung der Musikwiedergabe bei mobilen Geräten ringen, bleibt es dabei: Wer die Musik einigermaßen genießen und mit mehreren Leuten unterwegs gleichzeitig hören möchte, braucht einen separaten externen Lautsprecher - entweder kabelgebunden oder noch besser mit Bluetooth-Verbindung.

Die etablierten Lautsprecherhersteller, die sich lange auf Wohnzimmer-Boxen konzentriert hatten, engagieren sich nun vermehrt im Bereich der mobilen Lautsprecher mit Akku. Und das ist auch dringend notwendig, denn aus dem Heer bezahlbarer Bluetooth-Lautsprecher stechen akustisch nur wenige Modelle heraus.

Genau darum geht es aber echten Musik-Enthusiasten: Einen mobilen Lautsprecher zu finden, der robust und nicht zu hässlich ist, für verschiedene Musikrichtungen einen tollen Sound ohne Verzerrungen liefert und am besten noch mit Akku mehrere Stunden ohne Steckdose durchhält. Der neue Teufel Rockster XS möchte diesem Ideal möglichst nahe kommen - im Test wollten wir herausfinden, ob er das schafft. Der Rockster XS kostet im Direktvertrieb bei Teufel 180 Euro.

Teufel Rockster XS mit Verpackung, Netzteil und Anleitung
Teufel Rockster XS mit Verpackung, Netzteil und Anleitung

Äußeres Design und technische Daten

Teufel-Produkte haben grundsätzlich ein eher schlichtes, zeitloses Design, doch bei den Outdoor-geeigneten Geräten lehnt sich Teufel neuerdings optisch etwas mehr an den professionelle PA-Anlagen an. Der Rockster XS besteht aus massivem, schwarz lackiertem Aluminium und steht leicht schräg. Durch zwei Silikonringe wird er etwas stoßfester und liegt mit dem spritzwassergeschützten Metallgehäuse nicht direkt auf der Unterlage auf - akustisch ist er damit gut entkoppelt. Das Gehäuse hat eine unregelmäßig sechseckige Form.

Vorderseite des Teufel Rockster XS mit LED-Anzeigen
Vorderseite des Teufel Rockster XS mit LED-Anzeigen
Auch die beiden schmalen Flächen sind mit Silikon überzogen, damit der Lautsprecher rutschfest steht. Er kann also entweder senkrecht stehend oder waagerecht liegend betrieben werden. Der Rockster XS misst 6,9 mal 8,6 mal 17,8 Zentimeter, wiegt 720 Gramm und kann gut mit einer Hand transportiert werden. Für die Jackentasche ist er allerdings etwas zu groß und vor allem zu schwer.

In akustischer Hinsicht ist der Lautsprecher so aufgebaut, dass es einen 10 Zentimeter langen und 4,6 Zentimeter breiten Tieftöner auf der schmaleren Langseite gibt und zwei Breitbandlautsprecher mit jeweils 4,6 Zentimeter Durchmesser auf der vorderen Langseite. Es handelt sich also um ein 2-Wege-System mit einem Frequenzbereich von 62 bis 20 000 Hz und einem maximalen Schalldruck von 86 dB/1m. Verbaut ist ein 4400-mAh-Akku, der 14 Stunden im Betrieb durchhalten soll und etwa drei Stunden Ladezeit für eine komplette Ladung benötigt. Geliefert wird der Teufel Rockster XS mit einem Steckernetzteil sowie einem Micro-USB-Kabel.

Hinter dieser Blende liegt der Tieftöner
Hinter dieser Blende liegt der Tieftöner

Anschlüsse, Bedienelemente und Outdoor-Modus

Hinter der breiteren Frontblende sind zwischen den beiden Breitbandlautsprechern zwei LEDs eingelassen. Die blaue signalisiert die Bluetooth-Verbindung, die rote dient als Betriebs-LED und Ladekontrollanzeige. Auf der unteren Schmalseite, also praktisch im Fuß des Lautsprechers, liegt das Anschlussfeld, das durch eine robuste Silikon-Klappe überdeckt wird. Darunter verbergen sich der Power-Knopf, eine Micro-USB-Buchse zum Laden des internen Akkus sowie eine USB-Typ-A-Buchse, an der ein Smartphone oder anderes Zuspielgerät mit Strom versorgt werden kann. Teufel weist aber darauf hin, dass diese Buchse nur im Akkubetrieb Energie abgeben kann - hängt der Lautsprecher selbst an der Steckdose, wird die Energie nicht durchgeschleift. Außerdem gibt es eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse für beliebige analoge Soundquellen.

Bedienelemente - in der Mitte die Taste für den Outdoor-Modus
Bedienelemente - in der Mitte die Taste für den Outdoor-Modus
Hat man hier während des Musikbetriebs Geräte oder das beiliegende Netzteil angeschlossen, muss der Teufel Rockster XS entweder quer gelegt oder umgekehrt auf der anderen Schmalfläche abgestellt werden. Hier befinden sich allerdings die Steuerungstasten, also die Bluetooth-Taste, Play/Pause und Lauter/Leiser. Die Play/Pause-Taste weckt den Lautsprecher übrigens auch aus dem Standby-Modus. Im Dunkeln ist die Beschriftung der Tasten leider gar nicht gut zu erkennen.

Powerknopf und Anschlüsse unter einer robusten Silikon-Kappe
Powerknopf und Anschlüsse unter einer robusten Silikon-Kappe
In der Mitte des Feldes gibt es eine Taste für den Outdoor-Modus. Ist dieser aktiviert, leuchtet unter der Taste eine rote LED und der Lautsprecher spielt die Musik mit einer höheren Maximal-Lautstärke. Im Test war uns auch in geschlossenen Räumen die Wiedergabe meist zu leise, sodass wir den Outdoor-Modus praktisch ständig aktiviert hatten.

Auf dieser Schmalseite befindet sich auch die NFC-Kontaktzone: Wird ein NFC-fähiges Smartphone über diese Fläche gehalten, sollte unverzüglich die Bluetooth-Koppelung starten - in unserem Test hat das immer geklappt.

Auf der folgenden Seite erläutern wir, wie der Lautsprecher eingerichtet wird und die Bluetooth-Koppelung mit einem oder zwei Smartphones gleichzeitig funktioniert. Außerdem verraten wir, wie gut der Rockster XS wirklich klingt und ob der Stereo-Connect-Modus sinnvoll ist.

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