Instant Messaging (IM) auf dem Handy wird aufgrund günstigerer Preise für
Datentarife und zunehmender Verbreitung von
Smartphones immer beliebter. Einige Mobilfunkanbieter
untersagen allerdings die Nutzung von beliebigen Instant-Messaging-Diensten und bieten
eigene Handy-Applikationen und kostenpflichtige Optionen dafür an.
Bei anderen können nach wie vor Programme von Fremdanbietern genutzt werden,
beispielsweise der für VoIP-Telefonate und das Chatten per
Handy geeignete Client von Skype.
Mit Skype Lite bietet das Unternehmen einen Client auch für
Java-fähige Mobiltelefone an. Die Software bietet alle
klassischen Skype-Funktionen wie etwa Gespräche zwischen Skype-Nutzern, Instant Messaging
und Gruppenchats sowie eigentlich auch gegen Gebühr VoIP-Anrufe vom Handy ins Festnetz -
solche VoIP-Telefonate mit Skype Lite über eine
Callthrough-Einwahl sind in Deutschland jedoch nicht
möglich. Dazu ist Skype Lite auch für die Bedienung per
Touchscreen geeignet. Wie sich Skype Lite im Vergleich
zu anderen Instant-Messaging-Clients schlägt, haben wir im Test auf einem
Nokia E61 untersucht.
Verschiedene Skype-Clients für Handys und Smartphones
Integrierter Chat auf dem Nokia E61.
Es gibt mittlerweile eine große Anzahl von verschiedenen Instant-Messaging-Clients für
Handys. Einige sind nativ für das jeweilige
Handy-Betriebssystem konzipiert, andere laufen
auf allen Java-fähigen Handys. ICQ bietet
beispielsweise für die Nutzung unterwegs mit ICQ2Go eine webbasierte Version seines
kostenlosen Instant-Messaging-Clients an. Wer ICQ per Handy über das Mobilfunknetz via
GPRS oder UMTS nutzen möchte,
kann auch auf das Open-Source-Programm Jimm
zurückgreifen. Das Programm ist einfach zu installieren und bietet die Möglichkeit, die
Verbindungsart auf HTTP umzustellen, wodurch sich etwaige Sperrungen für Instant Messaging
bei einigen Mobilfunkanbietern umgehen lassen.
Neben dem älteren ICQ spielt auch Skype eine große Rolle unter den Instant-Messaging-Diensten.
Das Unternehmen bietet mit Skype 2.5 for Windows Mobile einen speziellen Skype-Client
für Handys mit
Windows-Mobile-Betriebsystem
sowie für das Apple iPhone an. Die Java-Version der Skype-Software,
die inzwischen dem Beta-Status entwachsen ist, steht für viele neueren Handy-Modelle von
Nokia, Sony Ericsson,
Samsung, LG und
Motorola zur Verfügung. Aber nicht auf allen: Auf dem
Nokia E90 Communicator kann sie beispielsweise nicht
genutzt werden. Der Download von Skype Lite erfolgt über die
Homepage
von Skype.
Skype Lite im Test
Im Test lief die Installation von Skype Lite auf einem Nokia-E61-Smartphone reibungslos
vonstatten. Das Layout ist gut an das Gerät von Nokia angepasst, die
Instant-Messaging-Funktionalität ähnelt dem gewohnten Gefühl vom PC. Die Adressliste
steht dem Nutzer direkt zur Verfügung, zum Tippen der Nachrichten wird kein eigener
Editor aufgerufen sondern der integrierte Editor des Handys. So können auch spezielle
Funktionen im Editor vom Nokia E61 genutzt werden. Beispielsweise ist es möglich,
mit dem Cursor in die sehr übersichtlich gestaltete History zu springen.
Verpasste Chat-Nachrichten werden ebenfalls übertragen und sind beim nächsten Starten
des Instant Messengers sichtbar, so wie man es von Skype auf dem PC gewohnt ist.
Gegenüber dem Multi-Protokoll-Messenger Fring bietet Skype Lite den Vorteil, dass
keine Nachrichten verloren gehen. Mit Fring erlebten wir in einem weiteren Test
sporadisch Message-Verluste, bei Nutzung von Skype Lite auf dem selben Handy im
selben Mobilfunknetz geschah dies nicht.
Auf der folgenden Seite lesen Sie, welche Einschränkung es mit Skype Lite gibt und wie
sich das Programm im Vergleich zum Multi-Protokoll-Messenger Fring schlägt.
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