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Test: EeeBuntu 4.0 Beta unter der Lupe

15.02.2010
16:05

 

EeeBuntu 4 Beta Linux Test Betriebssystem In der letzten Woche erschien eine weitere Beta der auf Netbooks spezialisierten Linux-Distribution EeeBuntu 4.0. Anders als der Name und einige Icons vermuten lassen, basiert EeeBuntu nicht mehr auf Ubuntu, sondern dessen Mutter Debian. Wir haben geschaut, wie brauchbar die Beta bereits ist.

Das Herunterladen des Images gestaltete sich mit Browsermitteln als quälend langsamer Prozess, so dass sich hier empfiehlt, das Torrent-File oder einen guten Downloadmanager wie Aria2 zu verwenden. Aria2 häckselt große Dateien in Stücke, die es parallel herunterlädt, was im Fall des EeeBuntu-Images die Downloadgeschwindigkeit um den Faktor 5 steigerte. Wer kein externes DVD-Laufwerk für sein Netbook besitzt, muss nach dem Download noch Werkzeuge wie Unetbootin oder USB-Creator bemühen, um das (Live-)Image auf einen USB-Stick zu übertragen.

EeeBuntu 4.0 bootet in 25 Sekunden

EeeBuntu 4 Beta Test Linux Netbook Gleich nach dem Booten fällt auf, dass die Distribution keine spezielle, an kleine Bildschirme angepasste Oberfläche wie beispielsweise den Netbook-Launcher etc., mitbringt, sondern mit einer Gnome-Umgebung startet, wie sie auch bei großen Desktoprechnern verwendet wird. EeeBuntu läuft zwar problemlos von CD oder USB-Stick, doch richtig Spaß macht das System erst, wenn es installiert wurde, denn so lässt es sich anpassen, getätigte Änderungen und Konfigurationen sind persistent und die Performancegewinne, die HDD oder SSD bringen, sind auch nicht zu verachten. EeeBuntu lässt sich fast problemlos installieren und bietet eine große Auswahl an Dateisystemen, inklusive des recht modernen Ext4, an. Das "fast" bezieht sich auf den letzten Schritt der Installation, denn es kann passieren, das der Installer ubiquity das Zielmedium für den Bootloader nicht erkennt. Wird dieses im letzten Schritt vor Installationsstart gesondert benannt, sollte dieser Punkt keinen Ärger machen. EeeBuntu 4.0 Beta wird mit einem ebenfalls noch in der Entwicklung befindlichen Kernel 2.6.33 ausgeliefert, den Bootsprint bis zum Login legt das System innerhalb von 25 Sekunden hin. Via Sondertasten in den Schlummermodus geschickt, wachte das Netbook zwar wieder auf, aber es war ein, gelinde ausgedrückt, recht langsames Erwachen, denn das Gerät dämmerte mehrmals wieder weg. Bei anderen Geräten kann sich das allerdings ganz anders verhalten.

Wenig, aber gute Software wird mitgeliefert

EeeBuntu 4 Beta Test Linux Netbook Open Office Mit der Installation findet eine meist sinnvolle, wenn auch nicht reichhaltige, Vorauswahl an Anwendungen ihren Weg auf den Massenspeicher des Netbooks. Hier wären neben den üblichen Verdächtigen für Administration und Konfiguration OpenOffice.org 3.1.1 (Writer und Calc), Gimp und der Bildbetrachter GThumb zu nennen. Zum Surfen ist der Browser Firefox an Bord, Emails können mit Thunderbird versandt und empfangen werden. Aus dem Multimediabereich sind die Wiedergabeprogramme Banshee und VLC sowie ein Audiorecorder zu nennen. Zudem ist mit Brasero ein Brennprogramm vertreten, bei dem zweifelhaft ist, ob es überhaupt per default installiert werden muss. Die Programme lassen sich entweder über die entsprechenden Menus starten oder über das Gnome-Panel im Dock-Stil, dass erscheint, wenn der Cursor auf dem unteren Bildschirmrand positioniert wird. Es bleibt zu hoffen, dass sich bis zur finalen Version bei der standardmäßigen Softwarezusammenstellung noch etwas ändert, denn es wäre schön, wenn sofort nach der Installation auch ein Instant Messenger (Pidgin, Empathy), eine Telefonanwendung (Skype, Ekiga), Clients für Microbloggingdienste und eine Bildverwaltung zu finden wären. Auch eine automatische Funktion, die prüft, ob Updates verfügbar sind und den Nutzer bei positivem Bescheid auffordert, sie zu installieren, wäre nicht verkehrt und vor allem für Windows-Anwender, die gerade ihre ersten Schritte mit einem neuen Betriebssystem machen, ein hilfreiches Feature.

Noch klappt nicht alles - Beta eben

EeeBuntu 4 Beta Test Linux Netbook Es lohnt sich durchaus, die Beta zu installieren, denn Debian und damit EeeBuntu enthalten mit Apt eine sehr komfortable Paketverwaltung, die das System mit jeder Aktualisierung dem finalen Release näher bringt. Auch wenn die Beta bereits einen recht stabilen Eindruck macht, lauert hier und dort noch der Fehlerteufel, so dass Anwender, die mit ihrem Netbook hochproduktiv sind, evtl. auf die endgültige Version warten sollten. In unserem Test meldete beispielsweise die Aktualisierungsverwaltung Fehler (auf der Konsole klappte ein Update aber tadellos) oder in der Systemverwaltung wird auch auf dem installierten System noch ein Menüpunkt "eb4 installieren" angeboten. In unserem Test wurde die im Asus Eee PC 901 verbaute Hardware auf Anhieb erkannt, die Netbookspezifischen Sondertasten funktionierten allesamt. Wie es sich mit der Webcam verhält, haben wir nicht probiert, denn auch dafür fehlte eine entsprechende vorinstallierte Anwendung und der Updateprozess lief sehr, sehr langsam ab. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass EeeBuntu, einmal fertiggestellt, ein gutes Betriebssystem zu werden verspricht. Uns störte die fehlende UNR-Oberfläche keineswegs, aber wer sie unbedingt haben möchte, wird sie mit der stabilen Version ebenso wie eine 64-Bit-Variante von EeeBuntu bekommen können. Und schnelle Download- oder Mirrorserver wird es dann vielleicht auch geben.

 
Falko Benthin
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Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
hatte das eebuntu 2 iche@mobicro. 08.04.10 19:35
Kein Thema Falko@mobic. 15.02.10 23:58
Ähm, warum soll Kernel 2 btux@mobicro. 15.02.10 16:56
  

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre