Wer häufiger etwas umfangreichere Texte als
SMS auf dem
Smartphone tippt, zum Beispiel bei E-Mails oder der
Überarbeitung von Office-Dokumenten, der wünscht sich schnell die komfortablere Tastatur
vom Desktop-PC zurück. Das kann selbst bei einem der vielen Smartphones mit (ausziehbarer)
QWERTZ-Tastatur der Fall sein. Schon seit einigen Jahren sind daher kleine mobile
Bluetooth-Tastaturen auf dem Markt, um diese Nische zu
füllen. teltarif.de hat aktuell verfügbare Bluetooth-Tastaturen im Test ausprobiert.
Kompatibel oft nur zu Smartphones desselben Herstellers
Die meisten Bluetooth-Tastaturen sind schon seit einigen Jahren im gleichen Design
erhältlich. Die meisten sind in der Mitte klappbar, erreichen aufgeklappt etwa die Maße
einer kleinen Notebook-Tastatur und kosten etwa 70 bis 80 Euro. Wermutstropfen im
Test: Diejenigen Tastaturen mit der angenehmsten Bedienung sind herstellerspezifisches
Zubehör, so etwa bei Nokia und
Hewlett-Packard. Für die Hemdtasche sind
die mobilen Tastaturen zu groß, doch die Kombination aus Smartphone und Tastatur ist
wesentlich raumsparender und leichter als ein Netbook.
Der Klassiker im Test die Tastatur Wireless SU 8W von
Nokia, die allerdings nur mit Nokia-Handys zusammenarbeitet. Sie
wiegt etwa 190 Gramm und kann in der Mitte zusammengeklappt werden, wodurch sie
Maße von 187 mal 87 mal 13 Millimeter erreicht. Aufgeklappt ist sie
262 Millimeter breit. Obwohl das Gerät schon seit über Jahren auf den Markt ist,
hat sich sein Preis seit Verkaufsstart kaum verändert. Die Nokia-Tastatur ist für etwa
90 bis 100 Euro in Online-Shops verfügbar.
Bluetooth-Tastatur kann das Arbeiten unterwegs noch angenehmer gestalten

Nokia SU 8W Bluetooth-Tastatur
Vom Anschlag her konnte die iPAQ-Bluetooth-Tastatur von Hewlett-Packard am besten
gefallen. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt und die Kombination aus Tastatur und
Smartphone kommt dem Gefühl einer stationären Lösung sehr nah. Die Tastatur ist
zusammengeklappt 145 mal 98 mal 15 Millimeter groß und wiegt etwa 210 Gramm.
Im geöffneten Zustand ist die Tastatur mit 285 Millimeter schon breiter als bei
vielen Laptops.
Die iPAQ-Tastatur besitzt allerdings zwei gravierende Beschränkungen: Die Tastatur ist
nur im QWERTY-Design verfügbar und kann nur mit PDAs und Smartphones aus der iPAQ-Reihe
von Hewlett-Packard genutzt werden, etwa mit dem
iPAQ 914. Die mobilen Geräte von Hewlett-Packard und
auch einige ältere PDAs von Compaq werden allerdings perfekt eingefügt und bilden mit
der Tastatur eine Einheit. Da die iPAQ-Modelle jedoch vorwiegend als Business-Handys
konzipiert sind, besitzen diese fast alle schon eine integrierte QWERTY- oder
QWERTZ-Tastatur. Für Vielschreiber kann die Bluetooth-Tastatur das Arbeiten unterwegs
aber durchaus noch angenehmer gestalten.
Bluetooth-Tastaturen im Überblick
| Bluetooth-Tastaturen im Vergleich |
Nokia SU-8W |
HP iPAQ Bluetooth Keyboard |
Freedom Universal Keyboard 2 |
Hama Bluetooth Keypad |
| Kompatibilität |
Symbian S60 3rd Edition, Nokia N800 |
iPAQ-x14-Messenger und iPAQ-Handhelds |
Blackberry OS 4.0 oder höher, Symbian S60, Windows Mobile 5/6, Windows XP |
Windows Mobile 5, Symbian S60, Symbian UIQ, PalmOS u.a. |
| Design |
QWERTZ od. QWERTY |
QWERTY |
QWERTZ od. QWERTY |
QWERTZ |
| Handy-Halterung |
ja |
ja |
ja |
nein |
| erforderliche Installation |
Software |
Software |
Treiber |
Treiber |
| Energieversorgung |
AAA-Batterien |
AAA-Batterien |
AAA-Batterien |
Akku + Ladestation |
| Kaufpreis |
75 Euro |
93 Euro |
73 Euro |
48 Euro |
Universelle Geräte von Freedom und Hama
Mit den Handys von Fremd-Herstellern kompatibel sind sogenannte
Universal-Bluetooth-Tastaturen, wie zum Beispiel das
Freedom Universal Keyboard 2,
das ab etwa 70 Euro erhältlich ist. Es ist zusammengeklappt mit Maßen von 145 mal 98
mal 19 Millimetern schmaler, dafür aber höher und dicker und mit 204 Gramm auch
etwas schwerer als die Nokia-Tastatur. Aufgeklappt ist das Freedom Universal Keyboard 2
etwa 285 Millimeter breit. Es verfügt über eine ausziehbare Haltung, in der das
Handy gut sichtbar angesteckt werden kann.
Enttäuschend war der Einsatz der günstigsten Tastatur im Test, dem
Hama Bluetooth Keypad. Es ist ebenfalls ein
Universal-Bluetooth-Gerät und mit Maßen von 90 mal 70 mal 12 Millimetern zusammengeklappt
und einer Breite von 172 Millimetern im aufgeklappten Zustand deutlich kleiner als die
anderen Bluetooth-Tastaturen. Die Tasten fallen ebenfalls deutlich kleiner aus und sind
gummiert, so dass Tippen im 10-Finger-System unmöglich ist. Für Besitzer von Smartphones mit
integrierter QWERTZ-Tastatur bringt das Hama-Keypad also keinerlei Zusatznutzen. Zurzeit ist
das Hama-Keypad nur noch in Restbeständen erhältlich.
In unserem Praxistest hinterließen die Bluetooth-Tastaturen von Nokia und Hewlett-Packard
den besten Eindruck. Für Nutzer anderer Handys bzw. Smartphones bietet sich das Universal
Keyboard 2 von Freedom an. Das Hama-Keypad ist unseren Testeindrücken zufolge nicht
zu empfehlen. Die Funkverbindungen sind allerdings bei allen getesteten Tastaturen stabil.
Bluetooth-Tastaturen im Schatten der Netbooks
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Bluetooth-Tastaturen fürs Handy oder Smartphone sind eine gute Ergänzung zu
Office-Programmen und helfen dabei, längere Texte zu erstellen oder
zu bearbeiten. Schreibarbeiten und Korrekturen im Umfang von etwa zwei Seiten lassen sich mit
solchen Schreibhilfen bequem erledigen. Im Zug allerdings ist die Stabilität der gesamten
Konstruktion etwas wacklig, gerade im ICE mit Neigezugtechnik ist es sehr schwer, die richtigen
Tasten zu treffen. Auch jede Erschütterung bekommt der Schreiber auf einer Bluetooth-Tastatur
mit, speziell bei dem Hama-Modell. Dafür fehlt es den Tastaturen an Masse und Stabilität. So
zeigt sich, dass die Kombination Smartphone und mobile Tastatur nicht den Komfort eines
Notebooks oder eines Netbooks bieten kann.
Somit kann eine Bluetooth-Tastatur fürs Smartphone ein nützliches Zubehör für diejenigen Nutzer
sein, die unterwegs viel und häufig auf dem Smartphone Texte bearbeiten, aber nicht immer
Notebook oder Netbook dabei haben. Bei Preisen von durchschnittlich 70 Euro und angesichts
günstiger Netbooks sind die Bluetooth-Tastaturen allerdings eine vergleichsweise teure
Alternative.