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Test: Asus Eee PC 1201N vs. Lenovo S12 und HP Mini 31123.02.2010
12:46
Der Asus Eee PC 1201N bringt zwei Dinge zusammen, auf die Netbook-Fans schon seit Langem warten. Einen Doppel-Kern-Atom (N330) nebst Nvidia Ion. Damit ist der 12-Zoll-Eee-PC noch immer das leistungsstärkste Netbook, zumindest auf dem Papier. Aber ist es auch zwangsläufig das Beste für Performance-getriebene Netbook-Nutzer? Wir machen den Vergleich mit der Konkurrenz von HP und Lenovo.
4 mal Rechenpower des N330
Zum Überflieger in Sachen Prozessorleistung wird der Eee PC 1201N dennoch nicht. Zuerst aber das Positive: Im Cinebench R10 Multi-Core Benchmark schafft der N330 1.521 Punkte. Das sind stolze 600 Punkte mehr, als ein Eee PC 1001P mit N450 erreicht. Ein Atom N270 (HP Mini 311, Samsung N510, Lenovo S12) erreicht je nach System 485 bis 820 Punkte. Diese große Differenz innerhalb eines Prozessors mag irritieren. Entscheidend ist aber, dass der N330 mit deutlichem Abstand davon eilt. Dieser Multi-Core Vorteil ist vor allen Dingen für das Betriebssystem und für Multitasking von Vorteil. Wer unbedingt zwölf Browser-Tabs, Outlook, Word und einen Player offen haben muss, der ist mit einem N330 eindeutig im Vorteil. Das Manko, bzw. die Nichtverbesserung, gegenüber Atom N450 / N270, zeigt sich bei Single-Core Berechnungen. Wir haben wieder den Cinebench R10 bemüht und ermitteln schwache 545 Punkte. Damit liegt der N330 gleichauf mit N280 und N270 (HP Mini 311, Samsung N510, Lenovo S12) sowie Z530. Selbst der neuere N450 rechnet mit 566 Punkten nur minimal schneller. Kurz: Der Eee PC 1201N ist, allgemein betrachtet, für Multitasking-Betriebssysteme besser als die Konkurrenz mit Einkern-Atom. Die geringere Akkulaufzeit durch den höheren Strombedarf muss der Nutzer dafür aber in Kauf nehmen. Leistung der Nvidia Ion-Grafik
Wenig Bonus bei SpielenIm echten Spiele-Test zeigt sich, dass ein etwas älteres und anspruchsloses Spiel wie Call of Duty 4 - Modern Warfare (CoD 4) in niedrigen Einstellungen spielbar ist. Wir messen 34 Bilder pro Sekunde (FPS) mit dem Tool Fraps. Diese Aussage gilt unisono für alle Nvidia-Ion-Netbooks. Der Zweikern-Atom N330 kann in diesem Spiel höchstens einen Frame mehr herausholen. Weil das Game allerdings nur in 800 mal 600 Pixel flüssig spielbar ist, wollte kein richtiges Feeling aufkommen. Nicht viel anders ergeht es uns beim Shooter Left 4 Dead. Das Game von November 2008 ist lediglich in geringsten 640 mal 480 Bildpunkten (VGA-Auflösung) mit zirka 30 Bildern pro Sekunde spielbar. Weil die Details und natürlich die Kantenglättung auf niedrig gesetzt wurden, bereitet das Game keine große Freude. Den Vergleichsmodellen würde es in diesem Spiel ähnlich ergehen, da sich der Shooter nichts aus der Verfügbarkeit von vier Threads macht. Übersicht
HP Compaq Mini 311Das HP Compaq Mini 311c-1010eg (VJ574EA) gibt es ab 370 Euro. Die Laufzeit ist mit drei Stunden im normalen Betrieb gering (Surfen über WLAN). Vorteil ist der verbaute DDR3 Speicher (PC3-8500S), der aber Nvidia Ion kaum beschleunigt. Intel Atom N270 1,6 GHz * 1.024 MB RAM* 160 GB * NVIDIA ION LE (IGP) max. 319 MB shared memory * 3 mal USB 2.0 * LAN/WLAN 802.11bg/Bluetooth * HDMI * 5-in-1 Card Reader (SD/MMC/MS/MS Pro/xD) * Webcam * 11.6" WSVGA glare LED TFT (1.366 mal 768) * Windows XP Home Samsung N510Der Samsung N510-@nyNet N270 WBT21 wechselt ab 420 Euro den Besitzer. Die Laufzeit ist mit fünf Stunden beim Surfen über WLAN deutlich besser als beim Eee PC 1201N. Freunde von matten Displayanzeigen finden hier ihren Favoriten. Intel Atom N270 1,6 GHz * 1.024 MB * 250 GB * NVIDIA ION (IGP) max. 128 MB shared memory * 3 mal USB 2.0 * LAN/WLAN 802.11bg/Bluetooth * HDMI * 3-in-1 Card Reader (SD/SDHC/MMC) * Webcam (1.3 Megapixel) * 11.6" WXGA non-glare LED TFT (1.366 mal 768) * Windows 7 Starter Lenovo S12Der Lenovo S12 mit Nvidia GeForce 9400M (IGP) ist für 430 Euro zu haben. Um die drei Stunden Laufzeit sind bei normaler Nutzung möglich (WLAN an). Intel Atom N270 1,6 GHz * 2.048 MB (1.024 MB onboard und einmal 1.024MB) RAM * 250 GB * kein optisches Laufwerk * NVIDIA GeForce 9400M (IGP) * 3x USB 2.0/LAN/WLAN 802.11bg/Bluetooth * HDMI * 4-in-1 Card Reader (SD/MMC/MS/MS Pro) * Webcam (1.3 Megapixel) * 12.1" WXGA glare LED TFT (1.280 mal 800) * Windows 7 Home Premium * Li-Ionen-Akku (6 Zellen) * 1,4 kg * 12 Monate Herstellergarantie Ein dritter Anbieter ist Point of View mit seinem Mobii ION. Der Hersteller ist vornehmlich für seine Desktop-Grafikkarten bekannt. Das Mobii ION gibt es bereits ab 319 Euro (Windows XP). Es ist in dieser ersten Variante aber nicht mit Intels Pine Trail Chipsatz bestückt, sondern mit einem Intel Atom N230 (1,6 GHz). Dieser Prozessor ist unter Belastung deutlich Stromhungriger als N270-CPUs. Die Maximale TDP liegt bei 4 Watt. Die Festplatte ist lediglich 160 GB klein. Fazit: Nicht der Beste, aber ein guter Notebook-ErsatzWir sehen den Asus 1201N gegenüber der Nvidia Ion bestückten Konkurrenz von Lenovo, Samsung und HP im Vorteil. Der 12-Zöller ist zwar nicht billiger (ab 450 Euro), bietet aber eine bessere Systemperformance (Multi-Core: Rechnen mit vier Threads). Damit ist die Arbeitsgeschwindigkeit beim Ausführen von mehreren Anwendungen gemeint. Wer nur auf anspruchslose Anwendungen angewiesen ist, der kann den 1201N statt eines normalen Notebooks einsetzten und braucht dennoch keine langen Wartezeiten zu befürchten. Über den HDMI-Ausgang kann mit hoher Bildqualität ein Full HD TFT angeschlossen werden. Damit haben Nutzer Zuhause einen komfortablen PC-Arbeitsplatz und unterwegs einen mobilen Begleiter. Die Akkulaufzeit von drei bis knapp über vier Stunden kommt zwar überhaupt nicht an die Pine-Trail-Laufzeiten aktueller Netbooks heran. Dafür hat der Nutzer jedoch eine angenehme HD Ready Auflösung (1.366 mal 768 Pixel), eine große Eingabe und ein Leistungsplus gegenüber Einkern-Netbooks. Alle Bilder des Tests
Sebastian Jentsch
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