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Telogic weiterhin tot: Es bleibt nur die Portierung (Update)

Wer die Nummer retten will, muss kostenpflichtig portieren
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Der schleichende Tod des Mobilfunkanbieters Telogic (vormals vistream) scheint nicht mehr aufzuhalten, offizielle Informationen gibt es von allen Beteiligten weiterhin nicht.

Dabei hatte alles noch gut ausgesehen, nachdem das Unternehmen aus der Insolvenz gerettet schien. Neue Investoren sollen den Lieferanten und Partnern weitreichende Zusagen gemacht haben. Von daher rechnete die gesamte Branche mit einer Fortsetzung der teilweise kreativen Angebote und Tarife, insbesondere bei Auslandspreisen innerhalb und außerhalb Europas.

Doch dann schaltete der reale Mobilfunknetzbetreiber, die E-Plus-Gruppe, Telogic wegen unbezahlter Rechnungen den Netzzugang ab.

Seitdem buchen sich die meisten Telogic-SIM-Karten nicht mehr ins Netz ein. Eine Zeitlang waren diese Karten noch ankommend erreichbar gewesen, auch das geht inzwischen meistens nicht mehr, selbst wenn das Handy noch ein Netz anzeigen sollte. Für eine genau so kurze Zeit konnte man - Karten-Guthaben vorausgesetzt - seine Telogic-Rufnummer zu einem andern Netzbetreiber umleiten, auch diese Funktion ist inzwischen verschwunden, wie enttäuschte Stammkunden berichten.

Einige Anbieter haben Netz kundenfreundlich gewechselt

Telogic weiterhin tot: Es bleibt nur die PortierungTelogic weiterhin tot: Es bleibt nur die Portierung Die verschiedenen Markenanbieter (Branchen Jargon "Branded retailer") im Netz von Telogic erfuhren die Hiobsbotschaft meistens über teltarif.de, denn offizielle Informationen gab und gibt es nicht.

Einige Stadtnetzbetreiber wie wilhelm.tel (Noderstedt) oder TNG (Kiel), die ihre Festnetzkunden mit Mobilfunk über das virtuelle Netz von Telogic versorgt hatten, konnten mit ihren Kunden nach kurzen Verhandlungen komplett in das Netz von o2 wechseln. Dabei wurden alle Rufnummern der Kunden zu o2 portiert, sie erhielten jedoch ausnahmslos neue SIM-Karten. Möglich wurde das durch das Rahmenabkommen des Branchenverbandes BREKO mit o2, das sich speziell an lokale Festnetz-Anbieter richtet, die auch Mobilfunk anbieten möchten.

Vorbildlich ging der Kieler Stadtnetzbetreiber TNG dabei vor: Die Kunden wurden regelmäßig im unternehmenseigenen Blog über den Stand der Dinge informiert. Da seitens Telogic keine offiziellen Informationen zu bekommen waren, hatte sich TNG unter anderem mit dem Netzbetreiber E-Plus in Verbindung gesetzt und die Antwort ins Netz gestellt.

Die E-Plus-Gruppe bedauert darin die Unannehmlichkeiten, aber ein Verstoß gegen telekommunikationsrechtliche Normen liege nicht vor. Im Gegenteil habe E-Plus auch in der vorläufigen Insolvenz von Telogic für geraume Zeit die Leistungen aufrecht erhalten, obwohl dort offenkundige Liquiditätsprobleme bestanden. Das auch zu einer Zeit, da andere Provider ihre Leistungen bereits eingestellt hatten. Zur Vermeidung "weiteren Schadens" für E-Plus habe man vom gesetzlich und vertraglichen Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch gemacht und dies gegenüber Telogic auch angekündigt.

Auf der folgenden Seite erläutern wir die Besonderheiten beim Anbieter Sipgate One und geben eine Empfehlung zur Portierung einer Telogic-Rufnummer.

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