Notlösung

Telogic-Kunden können derzeit ihre SIM-Karten wieder nutzen (Update)

Nutzer denken über Rufnummern-Portierung nach
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Wie berichtet wurde über den virtuellen Mobilfunk-Netzbetreiber Telogic ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet. Die Situation beim Unternehmen ist zur Stunde nach wie vor unklar. Wie Partner, die Mobilfunk-Dienstleistungen über Telogic abgewickelt haben, gegenüber teltarif.de und auch im Rahmen öffentlicher Foren-Posts erklärten, gab es im Vorfeld keinerlei Informationen dazu, dass eine Abschaltung droht.

Allerdings war aus Insider-Kreisen auch zu erfahren, dass Telogic zumindest einigen seiner Partner offenbar bereits seit mehreren Monaten keine Provisionen mehr gezahlt hat. Demnach hätte man durchaus darauf schließen können, dass das Unternehmen sich in Schwierigkeiten befindet - welcher Art auch immer.

Arcard-Mobile, Berlet, Clay Telecom, DOKOM21, igge & ko, Netcologne, RegioNet Aachen, sdt.net, solomo, sipgate one, Simsay, Speach, SüdkurierTel, TNG, vdK Telecom, White Label Mobile, willy.tel, wilhelm.tel und Yuilop wickeln ihre Mobilfunk-Angebote über Telogic ab. Andere Marken wie sunsim haben schon vor geraumer Zeit aufgegeben, VirtualSIM stellte den Dienst erst vor wenigen Tagen ein.

Telogic-Partner raten zur Rufnummernportierung

Wie weiter mit Telogic?Wie weiter mit Telogic? Erste Anbieter wie sipgate one und solomo raten ihren Kunden, die auf die Erreichbarkeit der Rufnummer angewiesen sind, inzwischen zu einer Portierung zu einem anderen Netzbetreiber. sipgate one will dabei beispielsweise auch mögliches Restguthaben an die Kunden auszahlen und die Handynummer innerhalb von 24 Stunden portieren - so schnell wird es in der Praxis allerdings wohl nicht funktionieren.

Die Simsay-Hotline sprach auf Anfrage von technischen Problemen, die nicht mit der vorläufigen Insolvenz von Telogic zusammenhängen würden. An einer Behebung der Störung werde gearbeitet. Auch wenn diese Aussage wenig glaubhaft erscheint, können die Kunden nach einer Unterbrechung von rund acht Stunden ihre SIM-Karte wieder nutzen und zumindest derzeit wie gewohnt telefonieren.

Erreichbarkeit aus anderen Netzen wiederhergestellt

Im Test von teltarif.de zeigte sich, dass bei den Telefonaten derzeit die Rufnummer nicht zuverlässig übermittelt wird. Zunächst waren die Telogic-Kunden für einige Stunden aus anderen Netzen nicht erreichbar, dies immerhin funktioniert nun wieder. Ob dies für alle Telogic-Marken gilt, ist noch nicht bekannt, ebenso wenig, ob es sich hierbei um einen Dauerzustand handelt. Datendienste über GPRS und UMTS lassen sich ebenfalls wieder nutzen, während die Kommunikation per SMS, die nie unterbrochen war, nach wie vor funktioniert.

Offen bleibt die Frage, inwieweit damit zu rechnen ist, dass das Unternehmen längerfristig weiter am Markt agiert und in welcher Form. Direkt von Telogic ist hierzu keine Auskunft zu bekommen und der vorläufige Insolvenzverwalter war für eine Stellungnahme bislang nicht zu erreichen.

Telogic-Kunden sollten intensiv über Portierung der Nummern nachdenken

Für die betroffenen Kunden stellt sich nun die Frage, wie mit der Telogic-Insolvenz im individuellen Fall umgegangen werden sollte. Bei denjenigen Anbietern, die offiziell zu einer Portierung der Nummer raten, erscheint dies als sinnvolle Reaktion, um den eventuellen Verlust der Handy-Nummer zu vermeiden. Gerade diejenigen Nutzer, die auf eine sichere Erreichbarkeit angewiesen sind, sollten diesen Schritt ernsthaft in Betracht ziehen. Eine generelle Empfehlung ist jedoch unter anderem aus dem Grund schwierig, dass noch nicht fest steht, wie eventuelles Restguthaben - eine ausgehende Portierung kostet schließlich Geld - bei den einzelnen Telogic-Marken behandelt wird. Zumindest theoretisch könnte es ein Insolvenzverwalter wohl auch als Konkursmasse betrachten, über die die Kunden nicht mehr verfügen können. Hier müssen die kommenden Tage weitere Informationen bringen, teltarif.de wird das Thema weiter verfolgen und wie gewohnt zeitnah berichten.

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