Rettung?

Telogic: "Arbeiten mit Investor an Fortführung des Unternehmens"

Virtueller Netzbetreiber rät vorerst von Rufnummernportierung ab
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Telogic will weitermachenTelogic will weitermachen Wie berichtet befindet sich der virtuelle Mobilfunk-Netzbetreiber Telogic derzeit in vorläufiger Insolvenz. Am vergangenen Freitag konnten die Kunden von den frühen Morgenstunden bis zum Abend nicht telefonieren. Inzwischen laufen alle Dienste wieder, wenn auch - wie betroffene Kunden berichten - nicht immer ganz reibungslos.

Nutzerberichten zufolge kommen die gewünschten Verbindungen teilweise nicht zustande. Im Test der teltarif.de-Redaktion waren diese Probleme allerdings nicht nachvollziehbar. Reproduzierbar ist hingegen der Fehler, dass aus dem Mobilfunknetz der Deutschen Telekom an Telogic-Kunden verschickte SMS-Mitteilungen derzeit den Empfänger nicht erreichen.

SMS aus dem Telekom-Netz kommen bei Telogic nicht an

Wie sich in weiteren Tests gezeigt hat, sind derzeit offenbar sämtliche Besitzer einer Rufnummer mit der Vorwahl 01570 per SMS aus dem Telekom-Netz nicht erreichbar. Das betrifft auch Anschlüsse, die sich nicht mehr im Telogic-Netz befinden, sondern zu anderen Anbietern portiert wurden. Berichten aus Branchenkreisen zufolge arbeitet die Telekom daran, dass die Zustellung von Kurzmitteilungen spätestens Anfang nächster Woche wieder funktioniert.

Unterdessen arbeitet Telogic nach eigenen Angaben zusammen mit einem nicht genannten Investor an einem Plan zur Weiterführung des Unternehmens. Zum Teil würde dieser potenzielle Investor auch bereits jetzt technisch dazu beitragen, dass die Kunden wieder telefonieren können.

Telogic empfiehlt den Kunden, von einer sofortigen Portierung ihrer Rufnummer zu einem anderen Netzbetreiber abzusehen. Im Gegensatz dazu haben selbst einige Telogic-Partner wie solomo und sipgate am Wochenende ihren Kunden nahegelegt, ihre Handynummern zu anderen Anbietern zu portieren, wenn sie auf die Erreichbarkeit der Telefonnummern angewiesen seien.

Bei Portierung Einzahlung auf separates Konto des Insolvenzverwalters

Auf Anfrage bestätigte Telogic, dass derzeit möglicherweise vorhandenes Prepaid-Guthaben nicht zur Deckung der Kosten für eine Rufnummernportierung genutzt werden kann. Vielmehr müsse der Betrag in Höhe von 25 Euro auf ein separates Konto des Insolvenzverwalters eingezahlt werden. Diese Regelung ist vor allem für Kunden ärgerlich, die noch entsprechendes Prepaid-Guthaben angesammelt haben.

Nach Telogic-Angaben ist eine Rufnummernportierung auch nach einer möglichen Eröffnung eines Insolvenzverfahrens möglich. Diese Dienstleistung werde auch dann in jedem Fall weiter erbracht. Zudem könne jeder Kunde sein Restguthaben in diesem Fall als Forderung gegen die Insolvenzmasse anmelden.

Der virtuelle Mobilfunk-Netzbetreiber räumte ein, dass es bei der Bearbeitung von Kundenanfragen und Portierungsanfragen derzeit einen größeren Rückstau gebe. "Wir werden alle Anfragen bearbeiten, kämpfen bei der Portierung aber gerade zusätzlich mit einer technischen Störung, die nicht in unserem Verantwortungsbereich liegt. Es wird keine Portierung absichtlich verzögert. Werden die oben genannten Bedingungen erfüllt, so wird die Nummer auch portiert", so die Aussage des Unternehmens, das die Funkmasten von E-Plus mit nutzt und die dahinterliegende Netztechnik selbst betreibt.

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