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VDSL-Ausbau bei der Telekom: Das ist 2015 passiert

Die Deutsche Telekom hat vergangenes Jahr intensiv VDSL ausgebaut. Jetzt hat sie konkrete Zahlen vorgelegt. Erfahren Sie, wie viel die Telekom ausgebaut hat und welcher Marketingaufwand betrieben wurde.
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Der Telekom-Ausbau in ZahlenDer Telekom-Ausbau in Zahlen Die Deutsche Telekom hat in ihrem Unternehmensblog Zahlen vorgelegt, welchen Beitrag sie im vergangenen Jahr zum Breitband-Netzausbau in Deutschland geleistet hat. Sie nennt Zahlen zum technischen VDSL-Ausbau, verrät aber auch welchen Marketingaufwand die Telekom betreibt. Wir fassen die wichtigsten Zahlen, die allesamt auf Angaben der Telekom beruhen, für Sie zusammen.

4,6 Millionen Haushalte mit VDSL 100 versorgt

Demnach hat die Deutsche Telekom im vergangenen Jahr VDSL Vectoring in insgesamt 327 Ortsnetzen in Betrieb genommen. Zur Einschätzung: In Deutschland gibt es 5200 Ortsnetze. In welchem Umfang die jeweiligen Ortsnetze ausgebaut wurden, sagt die Telekom nicht. Allerdings wurden nach ihren Angaben 4,6 Millionen Haushalte fit für Vectoring gemacht. Rein rechnerisch sind das pro Ortsnetz knapp 14 000 Haushalte. Bedenkt man, dass der in der Regel dicht besiedelte Nahbereich der Vermittlungsstellen in den Ortsnetzen derzeit noch nicht mit Vectoring versorgt werden kann, eine durchaus beachtliche Zahl. Entsprechend versorgte Haushalte können Internet mit einer Datenrate von bis zu 100 MBit/s im Down- und 40 MBit/s im Upstream bekommen.

Allerdings hat nur ein Bruchteil der möglichen Kunden zugegriffen. 450 000 technische Schaltungen habe man vergangenes Jahr vorgenommen. Weitere Angaben dazu machte die Telekom nicht. Es ist also unklar, ob hier auch Schaltungen für Wholesale-Partner wie Telefónica, Vodafone oder 1&1 berücksichtigt wurden und ob in dieser Zahl nur VDSL-Kunden berücksichtigt wurden, oder auch konventionelle DSL-Anschlüsse.

Damit aus DSL-Anschlüssen Anschlüsse mit 100 MBit/s werden können, muss in die Technik investiert werden. Dazu müssen die Kabelverzweiger am Straßenrand ausgetauscht werden und durch Multifunktionsgehäuse (MFG) ersetzt werden. 17 000 dieser Gehäuse habe die Telekom errichtet, teilte sie mit. Die MFGs wiederum müssen mit einer Glasfaserleitung angebunden werden, die in der Regel neu verlegt werden muss. 10 000 Kilometer Kabel wurden verlegt, wofür 120 000 Baugruben notwendig waren. Die meisten Anschlüsse wurden übrigens in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen realisiert.

Das Marketing

Um die Anschlüsse an den Kunden zu bringen, hat die Telekom nach eigenen Angaben 800 000 Kundengespräche geführt, 100 000 davon in den Shops, den Rest an der Hotline. Hinzu kamen 700 Gespräche mit Kommunen über mögliche Ausbauprojekte und 500 Info-Veranstaltungen für Bürger. Beworben wurden die Anschlüsse letztlich über fast 2500 Anzeigen in Zeitungen, 22 Millionen Broschüren, 17 500 Info-Plakate und 512 Pressemitteilungen.

Was beim VDSL-Ausbau vor Ort passiert, sehen Sie in einer Bilder-Reportage zum VDSL-Ausbau von EWE Tel.

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