Die
Deutsche Telekom zieht in Großbritannien einem
Zeitungsbericht zufolge ein Zusammengehen mit dem Konkurrenten Orange
einem Verkauf von
T-Mobile UK vor. Die für die britische Tochter
eingegangenen
Gebote von
Vodafone und
o2 seien der Telekom zu
niedrig, schreibt die britische Zeitung
The Guardian heute
unter Berufung auf Kreise. Ein Zusammenschluss mit der France-Télécom-Tochter Orange und deren Mobilfunknetz würde den beiden
Unternehmen hingegen hunderte Millionen Pfund sparen, auch wenn die
Telekom dem französischen Wettbewerber einen Mehrheitsanteil an dem
gemeinsamen Unternehmen einräumen müsste. Die Telekom wollte sich zu
dem Bericht nicht äußern.
Die Sunday Times hatte am Wochenende über die Gebote der beiden
Konkurrenten in Höhe von 3,5 Milliarden Pfund (4 Milliarden Euro) berichtet
und geschrieben, eine Entscheidung könnte innerhalb der kommenden
Wochen fallen. Die Gerüchteküche brodelt: Laut Handelsblatt
ist ein Verkauf nicht mehr die bevorzugte Option bei der
Telekom. Der Konzern suche nach einem Partner, eine Entscheidung
solle bis Anfang November fallen.
Über die Zukunft von T-Mobile UK wird seit einigen Monaten
spekuliert. Im ersten Quartal hatten die Bonner rund 1,8 Milliarden
Euro auf die Tochter abschreiben müssen und tauschten das Management
komplett aus. Telekom-Chef Rene Obermann hatte sich im August
zurückhaltend zu den Verkaufsgerüchten geäußert. Laut offizieller
Sprachregelung gibt es aber keine Denkverbote, was die britische
Tochter angeht. Die Telekom kämpft im schwierigen britischen
Mobilfunkmarkt als Nummer vier mit sinkenden Umsätzen und verlor
zuletzt Kunden an die Konkurrenz.
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