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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 21.03.2010 |
Der frühere Vorstandschef der Deutschen Telekom, Kai-Uwe Ricke,
will die Bonner Staatsanwaltschaft persönlich von seiner Unschuld in der Spitzelaffäre überzeugen.
Nach Informationen der
Süddeutschen Zeitung will Ricke
erreichen, dass die Ermittlungen gegen ihn eingestellt werden. Der ehemalige Telekom-Chef werde
der Behörde "Rede und Antwort stehen", sagt ein Sprecher Rickes der Zeitung. Die
Strafverfolgungsbehörde ermittelt seit eineinhalb Jahren gegen Ricke,
den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel und etliche weitere Beschuldigte wegen des
Spitzelskandals bei dem Telefon- und Internetunternehmen.
Zumwinkel erhofft ebenfalls auf eine Einstellung des Verfahrens, er wählt laut Zeitung allerdings einen anderen Weg. Sein Anwalt Hanns Feigen will nach eigenen Angaben noch im November einen "umfassenden Schriftsatz bei der Staatsanwaltschaft einreichen" und darin schildern, warum sein Mandant keine Schuld an dem Skandal habe. Mindestens ein damaliger Mitarbeiter der Konzernsicherheit soll angeklagt werden, ebenso Network-Chef Ralph Kühn. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Bruch des Fernmeldegeheimnisses und wegen der Veruntreuung von Konzernvermögen. Die Telekom hatte Mitte des Jahrzehnts die Telefonverbindungsdaten von eigenen Aufsichtsräten, von Journalisten und von anderen Personen ausgewertet, um herauszufinden, wer vertrauliche Informationen aus dem Unternehmen an die Presse gegeben haben könnte. Tätig geworden war die Abteilung Konzernsicherheit, zusammen mit der Berliner Beratungs- und Recherchefirma Network. Weitere Artikel zur Bespitzelungsaffäre bei der Telekom
20.03.10 - Verfahren gegen Ex-Telekom-Chef Ricke und Zumwinkel eingestellt
11.02.10 - Telekom: Konzernsicherheit handelte rechtlich bedenklich 12.12.09 - Spitzelaffäre: Zumwinkel greift Telekom-Chef Obermann an 02.12.09 - Telekom-Spitzelaffäre: Mehr als 70 neue Fälle 21.11.09 - Telekom-Spitzelaffäre: Ricke will Rede und Antwort stehen 14.11.09 - Telekom-Spitzelaffäre: Zumwinkel wird angeklagt 31.10.09 - Auch Ex-ZDF-Chefredakteur Bresser von der Telekom bespitzelt ddp / Björn Brodersen
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