Nach Feuer

Festnetz in Siegen nach Telekom-Brand weiter eingeschränkt

Mobilfunknetze laufen wieder, weitere Probleme noch bis Donnerstag
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Die Telekom-Vermittlungsstelle in SiegenDie Telekom-Vermittlungsstelle in Siegen Nach dem Brand in einer Telekom-Vermittlungsstelle in Siegen nimmt das Festnetz in der Region nach und nach wieder den Betrieb auf. Große Teile Siegen-Wittgensteins verfügen mittlerweile wieder über eine (Fest-)Netzanbindung, hieß es von der Polizei. Unverändert ist es jedoch in Hilchenbach, Freudenberg und in einigen Siegener Stadtteilen derzeit nicht möglich, über Festnetz den polizeilichen Notruf 110 zu wählen.

Das Feuer in der Vermittlungsstelle hatte offenbar einen neuralgischen Punkt getroffen. In der Folge fielen nicht nur Festnetz- und Internetverbindungen für Privatkunden aus, auch Firmenanschlüsse, Anbindungen von Geldautomaten und EC-Terminals und sogar Standleitungen der Radiosender waren außer Betrieb. Landrat Paul Breuer sprach gestern im WDR von einem Millionenschaden, der als Folge aus dem Ausfall für die Wirtschaft der Region entstanden sei.

Radio Siegen sprach als Lokalsender von einem siebenstündigen Sendeausfall. Der Sender berichtet heute, in Banken und Sparkassen gebe es heute wieder ganz normalen Geschäftsbetrieb. Bei der Siegener Kreisverwaltung könne ebenfalls wieder normal gearbeitet werden, der Kreis Siegen-Wittgenstein wie auch mehrere Kommunen seien jedoch nicht per E-Mail erreichbar.

Störungen noch bis Donnerstag

Kein Geld wegen der TelekomKein Geld wegen der Telekom Auch der WDR hatte Probleme mit dem Ausfall, wie er gestern Abend in seinem Lokalfenster WDR Südwestfalen berichtete. Dazu gehörte nicht nur, dass man zum Recherchieren immer wieder zum Telefon greifen wollte, wie ein Reporter sagte. Auch sei eine Leitung ausgefallen, über die der Hörfunk sein Lokalfenster sendet. Letztlich musste aus einem Notstudio direkt am Sendemast gesendet werden.

Eine mobile Systemtechnik soll ab heute die defekten Teile der Vermittlungsstelle ersetzen. Die Störungen komplett zu beseitigen, könne voraussichtlich bis Donnerstag dauern, hieß es gestern von der Telekom.

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