Endgeräte-Servicepaket

Zu viele Retouren: Telekom führt 12-monatige Laufzeit für Leih-Router ein

Zu viele Kunden haben offenbar zu häufig ihre Leih-Router gegen ein anderes Modell getauscht. Um die Retouren einzudämmen, führt die Telekom ab 5. Mai eine Laufzeit für seine Endgeräte-Servicepakete ein. Was das für die Kunden bedeutet und wen die Laufzeit betrifft, erklären wir in der Meldung.
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Zu viele Retouren: Telekom führt 12-monatige Laufzeit für Leih-Router einRouter und Receiver nun mit einjähriger Leih-Dauer Die Deutsche Telekom ändert zum 5. Mai, also ab Montag, die Leih­bedingungen für Hardware, die Kunden für einen Telefon- und/oder Internet-Anschluss beim Netzbetreiber benötigen. Bei neu abgeschlossenen Endgeräte-Service­paketen wird zum Stichtag eine Mindest­vertrags­laufzeit von 12 Monaten eingeführt. Damit verschlechtern sich die Leih­bedingungen für Neukunden enorm. Bislang konnten Kunden die von der Telekom angebotenen Router oder Media-Receiver ohne Laufzeit ausleihen und den Leih-Vertrag mit einer Frist von sechs Tagen zum Ende eines jeden Werktages kündigen. So konnte ein altes oder nicht mehr ausreichendes Gerät jederzeit gegen ein neueres Modell getauscht werden. Durch die Einführung der Mindest­vertrags­laufzeit von 12 Monaten ist dies nun nicht mehr möglich.

Im Rahmen des Endgeräte-Service­pakets überlässt die Telekom dem Kunden die von ihm ausgewählte Hardware wie beispielsweise einen Speedport-Router zur Nutzung und hält diesen während der Dauer des Miet­verhält­nisses in Stand, soweit die auftretenden Störungen bei ordnungs­gemäßem Gebrauch entstanden sind. Die Leihgebühren für die Geräte beginnen bei 3,95 Euro monatlich.

Zu viele Retouren machen den Schritt erforderlich

Die Telekom begründet die Einführung der 12-monatigen Mindest­vertrags­laufzeit mit der hohen Retouren-Quote von Routern und Media-Receiver. Viele Kunden hätten ihre Geräte oftmals schon nach kurzer Nutzung zurück­gegeben bzw. getauscht. Mit der durch die Laufzeit festgelegten Nutzungsdauer von mindestens einem Jahr soll die Retouren-Quote deutlich reduziert werden. Nach Ablauf der 12 Monate kann der Endgeräte­vertrag nach Aussage der Telekom wie bisher innerhalb von sechs Werktagen gekündigt werden.

Das Unternehmen betont, dass der Vertrag für die Hardware nicht an die Mindest­vertrags­laufzeit des beim Provider gebuchten Tarif-Vertrages gekoppelt ist. Die Änderung der Mindest­vertrags­laufzeit bei den Leihgeräten bezieht sich zudem ausschließlich auf ab dem 5. Mai neu abgeschlossene Verträge. Bei bereits existierenden Verträge bleiben die bestehenden Konditionen weiterhin gültig. Auch bleiben alle weiteren Rahmen­bedingungen zum Endgeräte-Servicepaket, wie beispielsweise "Keine direkte Mitgabe bzw. Rücknahme" auch künftig bestehen.

Kunden droht bei vorzeitiger Kündigung die Zahlung von Schadenersatz

Bislang konnten Kunden einen Gerätetausch jederzeit durch eine schriftliche Kündigung des Altgerätes und eine anschließende Neubestellung eines anderen Modells veranlassen. Der Vertrag wurde dann gekündigt und ein neuer mit der entsprechenden Anpassung der Leihgebühr aufgesetzt. So konnten Kunden unabhängig von vertraglichen Bindungen auf die neueste Hardware wechseln.

Kündigt ein Kunde, der sein Endgeräte-Service­paket am oder nach dem 5. Mai abgeschlossen hat, vor Ablauf seiner Mindest­vertrags­laufzeit den Vertrag, so ist er laut Telekom nun zu einer Zahlung eines Schadensersatzes verpflichtet. Mit welcher Summe dieser festgesetzt ist, gab der Netzbetreiber nicht bekannt. Lediglich für fest definierte Sonderfälle bzw. Ausnahmefälle besteht ein Sonderkündigungsrecht. So darf der Mietvertrag für das Endgerät trotz Mindest­vertrags­laufzeit beispielsweise bei einer Änderungen in den Stammdaten des Vertrags­partners (Sterbefall, Insolvenz etc.), bei einem Umzug ins Ausland oder bei einem technisch notwendigen Wechsel eines Endgeräte-Service­paketes (z.B. Wechsel von Entertain Comfort Sat auf Entertain Comfort) einvernehmlich vorzeitig beendet werden. Auch für Rückkehrer zur Telekom gelten Sonder­konditionen.

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