TD18

Telekom 2018: Neue Entertain-Plattform, Gespräche mit WhatsApp und VDSL Vectoring

Die Telekom hat in Bonn heute Informationen zum Start von VDSL Vectoring bekannt gegeben. Außerdem gebe es Gespräche mit WhatsApp über einen möglichen eigenen Tarif und Entertain wird komplett umgebaut.
Aus Bonn berichtet
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Niek Jan van Damme kündigt Änderungen für Entertain an.Niek Jan van Damme kündigt Änderungen für Entertain an. Eine regelrechte Informationsflut prasselte heute in Bonn auf einer Telekom-Presseveranstaltung auf die anwesenden Journalisten ein. Neben Informationen zur Strategie der Telekom für die kommenden Jahre gaben die anwesenden Telekom-Vorstandsmitglieder auch zahlreiche Informationen zu kommenden Produkten bei der Telekom.

Unter anderem gab Telekom-Deutschland-Chef Niek Jan van Damme bekannt, dass die Telekom ab September in die Vermarktung für die neuen VDSL-Vectoring-Anschlüsse gehen wird. Sie sollen Datenraten von bis zu 100 MBit/s ermöglichen. Allerdings werde VDSL Vectoring nicht sofort im kompletten VDSL-Bereich zur Verfügung stehen. Dort, wo jetzt VDSL ausgebaut wird, werde es auch Vectoring-Anschlüsse geben, sagte Technik-Chef Bruno Jacobfeuerborn. Anschlüsse die schon länger bestehen, würden die Möglichkeit jedoch erst später bekommen, da Hardware in den Kabelverzweigern ausgetauscht werden muss. Zudem muss bei der Umschaltung auf Vectoring sichergestellt sein, dass jeder Kunde im Anschlussbereich einen Vectoring-fähigen Router nutzt. Darum müsse sich der Kunde jedoch nicht kümmern.

Entertain-Plattform soll komplett umgebaut werden

Umgebaut wird auch die Entertain-Plattform, die bislang auf Microsoft-Lösungen basiert. Den neuen Partner für die IPTV-Angebote könne man noch nicht nennen, doch die Umstellung solle so erfolgen, dass die Kunden möglichst nichts merken. Bei Entertain-Kunden der ersten Stunde werde man aber dennoch den Receiver tauschen müssen, da diese nicht umzustellen sein. Betroffen seien Kunden mit Hardware der ersten und zweiten Generation und somit etwa 170 000 Kunden, wie es bei der Telekom hieß. Wie genau vorgegangen werde, blieb zunächst offen. Allerdings müsse kein Kunde befürchten, die Fußball-WM nicht sehen zu können: Vor 2015 sei nicht mit Umstellungen zu rechnen. Die neue, auf Linux basierende, Plattform soll dann aber auch deutlich mehr Features ermöglichen, die dann auch schneller umgesetzt werden können.

Das Ziel sei, mit Entertain bis 2018 fünf Millionen Kunden mit IPTV zu versorgen. Das soll mit Hilfe der neuen Dienste sowie neuen Sendern möglich werden. Geplant sind knapp 100 HD-Sender über die IPTV-Plattform zu übertragen. "Mit derzeit mehr als zwei Millionen Kunden sind wir auf dem besten Weg, DVB-T als Nummer drei im Fernseh-Markt zu verdrängen", so van Damme. Platz eins und zwei gehen an Satellit und Kabel.

Telekom ist in Gesprächen mit WhatsApp

Nur am Rande gab Deutschland-Chef Niek Jan van Damme bekannt, dass die Telekom in Gesprächen mit WhatsApp sei. Dabei gehe es um einen WhatsApp-Tarif, wie ihn seit kurzem die E-Plus-Gruppe anbietet. Er ermöglicht die WhatsApp-Kommunikation, ohne Kosten für den Datenverkehr zu generieren. Selbst bei abgelaufener Prepaid-Karte ist eine Nutzung möglich. Mehr als dass man sich in Gesprächen befinde, wollte sich van Damme jedoch nicht entlocken lassen.

Weiterhin neu sind die bereits in einer eigenen Meldung vorgestellten Roaming-Tarife für die Telekom-Mobilfunkkunden. Hier gibt es künftig eine Option zur Nutzung der eigenen Flatrate innerhalb der EU sowie eine Datenoption für weltweite Nutzung.

Von der Telekom-Presseveranstaltung in Bonn berichtet teltarif.de heute ausführlich. Neben dieser Meldung gibt es auch Informationen zu neuen Roaming-Preisen bei der Mobilfunksparte, neue Informationen zu der Abschaltung von ISDN- und Analog-Anschlüssen bis zum Jahr 2018 und Informationen zur Strategie TD18 der Telekom.

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