Ausprobiert

Telekom: So sieht die neue MagentaCloud aus

Das Telekom-Mediencenter wurde zur MagentaCloud: Wir werfen einen ersten Blick auf den neuen Online-Speicher und berichten, was sich verbessert hat. Doch auch Verschlechterungen für Neukunden gibt es zu beklagen.
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Telekom-Mediencenter heißt jetzt MagentaCloud
Telekom-Mediencenter heißt jetzt MagentaCloud
Vor drei Wochen hatte die Telekom die Neustrukturierung angekündigt, nun ist sie abgeschlossen: Das bisherige Telekom Mediencenter, in der Bezahlversion bislang auch Telekom Cloud genannt, hat einen neuen Anstrich und neue Funktionen bekommen. Außerdem heißt der Dienst jetzt MagentaCloud. Wir haben einen Blick auf die runderneuerte Oberfläche geworfen.

"Der Umzug vom Mediencenter zur MagentaCloud erfolgt, ohne dass die Nutzer etwas tun müssen" - dieser Satz stimmt nicht ganz, wie wir in unserem Kurztest herausfanden. Und eine entscheidende Änderung gibt es für alle, die nicht Kunde bei der deutschen Telekom sind und sich ab jetzt neu für die MagentaCloud registrieren: Sie erhalten statt 25 GB nur noch 10 GB Gratis-Speicherplatz. Telekom-Kunden und alle bisherigen Freemail-Kunden behalten weiterhin ihren 25-GB-Speicher, für Bestandskunden tritt also keine Verschlechterung ein.

Hinweise zum Update des Mediencenters
Hinweise zum Update des Mediencenters

Erster Eindruck von der Web-Oberfläche

Nach unserem ersten Eindruck präsentiert sich die Weboberfläche in einem modernen, aufgeräumten Design. Wie bisher dominiert der weiße Hintergrund, die Ordner sind nun in Blau gehalten. Rechts oben kann zwischen Listenansicht und Kachelansicht umgestellt werden. In unserem Test wurden alle im alten Mediencenter gespeicherten Dateien problemlos in die MagentaCloud übertragen.

Freigaben wurden nicht übernommen
Freigaben wurden nicht übernommen
Was die Telekom nach eigenen Angaben allerdings nicht retten konnte, sind die Freigaben. Dies bestätigte sich in unserem Account - alle Freigaben für Fotos, die wir jemals erteilt hatten, waren gelöscht. Dies hat zur Folge, dass Freunde und Verwandte ihre alten Freigabelinks zum Aufruf unserer Fotos nun nicht mehr nutzen können. Dies ist umso mehr ärgerlich, weil sich darunter auch Nichtkunden der Telekom befinden, die von der Umstellung eventuell nichts mitbekommen haben. Die Telekom entschuldigt sich immerhin dafür und bittet darum, neue Freigaben zu erstellen.

Neu ist der Hinweis "powered bei Strato" - wir fanden diesen sowohl in der Weboberfläche als auch auf dem Startbildschirm der App. Strato ist ja eine Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom. Ob das bisherige Mediencenter auch schon im Hintergrund auf Strato-Servern gehostet war, hat die Telekom nicht mitgeteilt. Sicher ist jedoch, dass die Daten weiterhin in Deutschland bleiben und damit auch dem deutschen Datenschutz und der hiesigen Rechtsprechung unterliegen.

Accountdaten wurden nicht übernommen
Accountdaten wurden nicht übernommen
Obwohl wir uns korrekt mit unserem Benutzernamen und Passwort einloggen konnten, blieb die Anzeige "Kontodaten" in unseren Accounteinstellungen leer. Als wir Name und bekannte E-Mail-Adresse eintrugen, forderte uns das System auf, die "geänderte" E-Mail-Adresse zu bestätigen. In unserem E-Mail-Postfach @t-online.de durften wir dann bestätigen, dass wir der Inhaber ebendieser E-Mail-Adresse sind und das im übrigen seit 1998.
Foto-Vorschau in der Webansicht
Foto-Vorschau in der Webansicht

Erfahrungen mit Windows-Software und Android-App

Mit der Windows-Software der neuen MagentaCloud hatten wir auf einem Test-PC allerdings Probleme. Das Update kam, aber die Software installierte sich fast unsichtbar (kein Eintrag in der Systemsteuerung) und die Software verschwindet manchmal auch wieder. Das Programm versteht darüber hinaus nicht, wenn verschiedene Windows-Nutzer auf einem PC verschiedene Mediencenter verwenden. Für diesen Test verwendet haben wir Windows 10. Die Installations- Datei erschien im TEMP-Ordner, den offiziellen Download-Link gibt es auf der Seite zur MagentaCloud.

Wesentlich problemloser funktionierte in unserem Test die Android-App. Auf die Ordner konnten wir wie gewohnt zugreifen. Neu ist die Funktion, die Daten aus der MagentaCloud offline auf dem Smartphone verfügbar zu machen. Dies geht aber leider nicht mit kompletten Ordnern, sondern nur mit einzelnen Dateien. Das Auffinden der Dateien auf dem Smartphone ist dann etwas kompliziert - in unserem Fall lagen die Dateien unter /MagentaCloudCacheStorage//root/Fotos/Bilderordner-Name/Bild.jpg. Direkt herunterladen auf den Smartphone-Speicher lässt sich ein Ordner aber.

Die neue Android-App
Die neue Android-App
Auch das Freigeben kompletter Ordner für andere Nutzer, das die Telekom versprochen hatte, funktioniert in unserer Android-App, allerdings etwas kompliziert. Zuerst muss in der Ordner-Übersicht im Menü der Punkt "Auswählen" angetippt werden, dann wird der Ordner markiert und dann kann er freigegeben werden. Nicht so gut fanden wir, dass beim App-Update die Einstellungen "Fehlerberichte übertragen" und "Nutzungsdaten übertragen" standardmäßig aktiviert wurden - diese Entscheidung sollte die Telekom lieber dem Nutzer überlassen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass uns die MagentaCloud vom Design und der Performance her gut gefällt. Bei der Bedienung gibt es noch die ein oder andere Sache, die man hätte intuitiver lösen können. Und bei den Apps und der Windows-Software bleibt noch einiges an Arbeit übrig, damit sich ein Gefühl völliger Zufriedenheit einstellt.

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