4G

Telekom verdichtet LTE-Netz in Städten und Ballungsgebieten

Wir berichten über die Verbesserung der LTE-Indoor-Versorgung der Deutschen Telekom in Städten. Ferner zeigen wir auf, wie das Unternehmen für höhere Übertragungsraten beim mobilen Internet-Zugang sorgt.
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Telekom baut LTE-Netz ausTelekom baut LTE-Netz aus Die Deutsche Telekom hat bereits sehr früh mit dem Aufbau des LTE-Mobilfunknetzes begonnen. So ist das 4G-Netz mittlerweile neben den Städten und Ballungszentren auch in ländlichen Regionen großflächig vertreten. Dennoch gibt es auch Kunden, die mit dem mobilen Breitbandnetz des Bonner Telekommunikationsunternehmens nur bedingt zufrieden sind.

Vor allem in Städten stehen die Kunden oft innerhalb von Gebäuden noch ohne LTE-Netz da. Grund: Hier hat die Telekom anders als Vodafone und Telefónica bislang nur Frequenzen im Bereich von 1800 und 2600 MHz genutzt. Der Bereich um 800 MHz wurde vor allem in ländlichen Regionen eingesetzt, da sich dieser vor allem für die Flächenversorgung gut eignet.

Allerdings es auch so, dass höhere Frequenzen schlechter Hindernisse wie zum Beispiel Wände durchdringen. Dafür eignen sich diese sehr gut, um hohe Kapazitäten in einem vergleichsweise kleinen Versorgungsbereich bereitzustellen. So ist es verständlich, dass die Telekom in Großstädten zuerst hier ihr 4G-Netz aufgebaut hat und erst jetzt Funkzellen auf 800 MHz nachrüstet, die für einen besseren Empfang in Gebäuden sorgen.

Immer mehr LTE 800 in Städten

LTE-800-Abdeckung in MünchenLTE-800-Abdeckung in München Die Netzausbaukarten der Telekom zeigen, dass beispielsweise in Berlin und Potsdam, in Düsseldorf oder auch in München inzwischen auch weite Teile des jeweiligen Stadtgebiets mit LTE 800 abgedeckt werden. Damit sollte das 4G-Netz beispielsweise in Einkaufszentren, in Bürogebäuden und in Wohnhäusern eine bessere Verfügbarkeit als bisher bieten.

Aber auch der Ausbau im Bereich von 2600 MHz geht weiter. Dieser Frequenzblock wird benötigt, um mit Carrier Aggregation bei LTE Cat. 6 Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 300 MBit/s im Downstream anbieten zu können. Zu diesem Zweck werden die LTE-Träger auf 1800 und 2600 MHz parallel genutzt. Die Telekom selbst bezeichnet diese Technik auch als LTE+.

Ausbau auf 2600 MHz als Grundlage für LTE+

Das Rhein-Main-Gebiet war beispielsweise zum Start von LTE+ noch gar nicht mit LTE 2600 erschlossen. Mittlerweile hat die Telekom aber weite Teile der Stadtgebiete von Frankfurt und Offenbach sowie die Terminals des Flughafens Frankfurt am Main abgedeckt. Mannheim war schon Ende 2014 bei LTE+ mit dabei. Gab es seinerzeit noch erhebliche Versorgungslücken, so ist das mobile Breitbandnetz nun in der gesamten Stadt sowie im benachbarten Ludwigshafen flächendeckend verfügbar.

LTE-2600-Versorgung in BerlinLTE-2600-Versorgung in Berlin In Berlin und Potsdam konzentriert sich die Telekom beim 4G-Ausbau auf 2600 MHz derzeit auf die beiden Innenstadtbereiche. Dort steht das mobile Breitbandnetz dafür aber fast flächendeckend - zumindest außerhalb von Gebäuden - zur Verfügung. Im Herbst hatte die Telekom in der Bundeshauptstadt erstmals die dreifache Carrier Aggregation gezeigt, bei der die Träger auf 800, 1800 und 2600 MHz zusammengeschaltet werden. Damit sind bis zu 375 MBit/s im Downstream möglich.

Aber auch in ländlichen Regionen ist ein verstärkter Netzausbau zu beobachten. Neben der Erschließung bislang mit LTE versorgter Regionen geht es auch dabei um die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten. So steht in der Kurstadt Bad Orb im hessischen Spessart neben LTE auf 800 MHz jetzt auch das 4G-Netz im Frequenzbereich um 1800 MHz zur Verfügung. Damit haben die Kunden hier immerhin bis zu 150 MBit/s im Downstream zur Verfügung.

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