Erste LTE-Basisstationen werden in Brandenburg errichtet
Knapp einen Monat nach Ende der Frequenzauktion beginnt die
Telekom mit dem Aufbau des Mobilfunknetzes der vierten
Generation (4G). Zunächst würden damit sogenannte weiße Flecken geschlossen, die bislang
überhaupt nicht mit schnellem Internet versorgt seien, wie der
Konzern heute mitteilte. Erste Basisstationen der sogenannten
LTE-Technik richtet die Telekom demnach im brandenburgischen
Kyritz und Ziesar ein.
"Wir wollen so vielen Bürgern wie möglich einen schnellen Zugang zum Internet bieten.
Es geht um die Eintrittskarten für die Gigabit-Gesellschaft. Das tägliche Miteinander
basiert immer mehr auf dem Netz und schnellen Verbindungen", sagt Obermann. Studien
rechneten damit, dass der Datenverkehr im Mobilfunk in wenigen Jahren um den
Faktor 60 zunehme.
Telekom: Bis Jahresende sollen 1 000 weiße Flecken versorgt werden
Die Telekom will eigener Aussage zufolge mehr als 1 000 Orte ohne Zugriff auf
das schnelle Internet bis Jahresende mit Breitband versorgen. Hiervon würden etwa
500 weiße Flecken mit LTE versorgt, die anderen mit anderen Funk- oder
Festnetztechnologien wie UMTS oder
DSL.
Der deutsche Staat hatte kürzlich über die Bundesnetzagentur
neue Mobilfunkfrequenzen - die sogenannte
Digitale Dividende - versteigert.
Diese soll deutlich schnelleres Internet ermöglichen als die bisherige Handytechnik, aber
auch als DSL- und Kabelanschlüsse. Die Bieter mussten sich
verpflichten, mit den ersteigerten Frequenzen der
digitalen Dividende zuerst ländliche Gebiete zu versorgen, die bislang noch nicht ans
schnelle Internet angeschlossen sind, da das Verlegen von Kabeln in die Regionen sich
wirtschaftlich nicht lohnte.
Mit rund 20 Millionen Kunden ist DSL mit Abstand die
führende Breitband-Technik, doch das Internet über TV-Kabel
oder UMTS/HSPA spielt
eine immer größere Rolle. Ein Nischendasein führen weiterhin die Zugänge über
WiMAX und Satellit.