Sicherheit

Neuer Telekom-Service soll Lauschangriffe verhindern

Mit einer neuen Dienstleistung adressiert die Telekom Unternehmen, die sich vor Lauschangriffen schützen möchten. Keine Macht den Wanzen?
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Telekom Service soll Unternehmen mehr Sicherheit bietenTelekom-Service soll Unternehmen mehr Sicherheit bieten Die Telekom startet mit einem neuen Angebot: der Lauschabwehr für Unternehmen. Wie der Tele­kommunikations-Konzern ankündigt, sollen Wanzen in den Unternehmen der Kunden künftig keine Chance mehr haben.

Konkret würden die Spezialisten der Telekom dazu "USB-Sticks, Steckdosen und Kabel unter die Lupe" nehmen und mit ausfahrbaren und endo­skopischen Kameras in Hohlräumen nach heimlichen Sendern suchen. Zudem würden auch ungesicherte DECT-Anlagen aufgespürt und Funk­frequenzen gemessen. Abschließend würden die Experten einen Ergebnisbericht der Untersuchungen für den Auftraggeber erstellen. Zudem soll der Service auch eine Beratungskomponente haben: So würden die Sicherheitsexperten den Unternehmen zeigen, "wie sie Informations- und Abhörschutz verbessern" können und individuelle Schutzkonzepte erarbeiten. Auch die Beratung von Bauvorhaben und Schulungen zum Umgang mit Geschäftsgeheimnissen würden in das Aufgabengebiet fallen. Bei dem Kundenkreis würde man sich nicht auf die DAX-Unternehmen beschränken, sondern die Dienstleistung auch für Mittelständler anbieten.

Services auch für Späh- und Lausch-Opfer

Neben der Prävention würde sich die Offerte auch an potenzielle Kunden richten, die bereits von einer Ausspähung durch die Konkurrenz betroffen sind: "Wir kommen natürlich auch dann auf den Plan, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist", erläutert Thomas Tschersich, Leiter Group Security Services bei der Telekom. "Etwa wenn Unternehmen plötzlich merken, dass ein Konkurrent sie immer knapp unterbietet oder zeitgleich eine Kopie ihres neuesten Produktes auf den Markt bringt".

Die Telekom selbst hatte im Jahr 2010 mit den Folgen einer Spitzelaffäre zu kämpfen, die auf Ausschnüffeleien von Aufsichtsräten, Journalisten und Betriebsräten in den Jahren 2005 und 2006 zurückging.

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