Alternative zu Call by Call: Sparen mit VoIP
14.10.2012 16:37
Festnetz-Wechsel-Kunden können ab etwa 5 Cent zum Handy telefonieren
Von
 Telefonieren per VoIP kann Kosten sparen
Wer seinen Telekom-Anschluss gekündigt hat und zu einem alternativen DSL-Anbieter
wie 1&1, o2, oder Vodafone gewechselt ist oder seinen Festnetz- und Internetanschluss
bei einem Kabelnetzbetreiber wie Kabel Deutschland oder unitymedia geschaltet hat,
hat ein Problem: Günstige Telefonate per Call by Call ins
Ausland oder zu deutschen Handys sind nicht mehr
möglich. Damit kosten Telefonate zu deutschen Handys in der Regel 20 Cent pro Minute oder mehr,
Auslandsgespräche werden oftmals auch mit einem zweistelligen Cent-Betrag in Rechnung gestellt.
Doch es gibt Methoden, dies zu verhinden. Eine davon ist die
Internettelefonie, auch als Voice over IP oder VoIP bekannt.
Wir zeigen Ihnen, welche Angebote es hier gibt.
Die meisten Gespräche und das größte Einsparpotenzial dürfte es bei Gesprächen zu deutschen Handys geben.
Der Griff zum Telefon kostet hier über Alternativanbieter bis auf wenige Ausnahmen stets 20 Cent pro Minute und mehr.
Wer jedoch das Telefonat über einen VoIP-Anbieter führt zahlt nur noch knapp 6 Cent pro Minute.
Dabei gibt es, nachdem der Anbieter einmalig eingerichtet wurde, keinen Unterschied für den Kunden.
Anders als bei Call by Call muss er sich keine Vorwahlen merken, sondern kann einfach telefonieren.
Das Gespräch wird aufgrund der im Router getroffenen Einstellungen automatisch über den gewählten Anbieter geführt.
Der Router muss dafür natürlich VoIP unterstützen. Das beispielsweise bei den im Markt sehr verbreiteten FRITZ!Boxen
von AVM oftmals der Fall (wichtige Ausnahme: Die Kabel-FRITZ!Boxen von AVM).
Gespräche zum Handy ab etwa 5 Cent pro Minute möglich
Tariflich sind es nicht die großen Anbieter, die sich in den Tariftabellen nach vorne spielen, sondern eher die kleine.
Den aktuell attraktivsten Minutenpreis für kürzere Gespräche zu deutschen Handys bietet aktuell das Görlitzer Unternehmen
VoIP-2-GSM an. Für 6,65 Cent pro Minute können die Nutzer deutsche
Handys anrufen. Das Besondere: Abgerechnet wird
im 30/1-Takt, das heißt 30 Sekunden (also 3,33 Cent) werde in jedem Fall pro Verbindung berechnet, danach wird
sekundengenau
abgerechnet. Üblich ist sonst eher ein Minutentakt.
Noch billiger und mit einem Sekundentakt nach der ersten Minute (60/1) bietet
sipservice diese Telefonate an. Hier kostet die
Minute 5,08 Cent. Abgerechnet wird über ein Prepaid-Konto, bei VoIP-2-GSM ist die Zahlung per Rechnung möglich.
Gespräche ins Ausland sind über verschiede VoIP-Anbieter ebenfalls deutlich günstiger möglich, als über Vollanschlussanbieter.
Exemplarisch nennen wir Ihnen Tarife für einige häufig nachgefragte Destinationen. Für Polen bietet etwa
TerraSIP
Minutenpreise von 0,92 Cent für Gespräche ins Festnetz und 6,38 Cent für Gespräche in die Mobilfunknetze an.
Auch bei Gesprächen in die USA ist TerraSIP, genau so wie VoIP-2-GSM, vorne mit dabei: Die Minutenpreise liegen
um 0,5 Cent. Günstig ins Festnetz der Türkei geht es abermals mit VoIP-2-GSM (1,5 Cent pro Minute), während
Gespräche zu dortigen Handys für weniger als 3,5 Cent pro Minute über TerraSIP möglich sind.
Gesprächskosten ins Festnetz vor allem für Handy-Telefonate per WLAN interessant
Weniger relevant sind Gesprächskosten für Gespräche ins deutsche Festnetz. In der Regel sind bei den
Anschlüssen der Alternativanbieter Flatrates für Festnetztelefonate bereits inklusive.
Wer diese dann über einen VoIP-Anbieter führt, würde also doppelt zahlen. Bei der Einstellung des Routers
sollte das daher beachtet werden. Wer indes keine Festnetzflatrate nutzt oder aber einen Anbieter sucht, um
mit dem Handy per WLAN (aus dem In- oder Ausland) ins deutsche Festnetz zu telefonieren,
der kann Anbieter wie (abermals) VoIP-2-GSM für 0,75 Cent pro Minute führen. Da die Konfiguration vom Handy
teilweise gerade für Einsteiger nicht ganz einfach ist, sollte man hier auch Ausschau nach Anbietern halten, die
eine spezielle App anbieten. Easybell etwa hat diese für Android und iPhone im Angebot. Im Basic-Tarif fallen
0,98 Cent pro Minute ins Festnetz an.
Gerade Kunden, die den VoIP-Anbieter nur selten nutzen werden, sollten darauf achten, dass ihr Anbieter
per Rechnung abrechnet. Andernfalls liegen einige Euro "totes Kapital" bei den Anbietern auf den Plattformen.
Sollte der Anbieter Insolvenz anmelden, wäre das Sparpotenzial mit einem Schlag dahin. Bei einer nachträglichen Abrechnung
zahlt der Kunde wie von anderen Diensten gewohnt jedoch nur, was er auch nutzt. Leider bieten nur wenige Anbieter
diese Zahlungsart an. In unserem Tarifrechner für VoIP-Tarife zeigen wir
Ihnen an, welche Abrechungsart bei den Anbietern möglich ist
und Sie können auch nach Anbietern suchen, die ausschließlich per Rechnung (Postpaid) abrechnen.
Hier finden Sie auch die Tarife für weitere Auslandsziele.
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