Hauptversammlung

"Herr Höttges, das war super"!

Die Aktionäre der Deutschen Telekom zeigten sich auf der Hauptversammlung des Unternehmens sehr zufrieden. Die Telekom sei aus einer Depression erwacht und marschiere jetzt nach vorne.
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Telekom-Chef HöttgesTelekom-Chef Höttges Die Deutsche Telekom erntet nach viel Aktionärs­schelte in den vergangenen Jahren wieder großen Zuspruch von vielen Klein­anlegern. Vor allem für die positive Entwicklung der T-Aktie gab es bei der Haupt­versammlung in Köln heute ein positives Echo. Mit einem Kurs von knapp 17 Euro habe das Papier binnen eines Jahres um 30 Prozent an Wert gewonnen, sagte Konzernchef Tim Höttges, das sei in Summe ein Mehrwert von 17 Milliarden Euro. Bei der Dividende stellte er sogar einen weiteren Anstieg in Aussicht.

"Herr Höttges, das war super", sagte Thomas Hechtfischer, Geschäftsführer der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW), über das abgelaufene Geschäftsjahr. Vor allem in den USA, wo derzeit die Tochterfirma T-Mobile von Quartal zu Quartal hohes Kundenwachstum vermeldet, sei der Knoten offenbar geplatzt. Früher sei die Telekom depressiv gewesen, jetzt marschiere sie nach vorne, meinte ein Aktionär.

Hohe Investitionen ins Netz

Zuvor hatte der Konzernchef den Aktionären Details des vergangenen Geschäftsjahres und die größten Herausforderungen der Zukunft erläutert. Dabei rückte er vor allem die Auswirkungen der Digitalisierung in den Vordergrund: Die Telekom werde weiter viel Geld für schnellere und bessere Netze ausgeben. Diese seien die Basis der Digitalisierung und damit des wirtschaftlichen Erfolges, unterstrich Höttges.

Mit rund zehn Milliarden Euro "investieren wir so viel wie kein anderes Unternehmen in die Infrastruktur". Dabei verwies der Manager auf die Umstellung aller Telekom-Anschlüsse auf das Internet-Protokoll bis 2018, auf die schnelle Mobilfunktechnik (Ende 2014 waren 80 Prozent der Bevölkerung mit LTE versorgt) sowie den Glasfaserausbau, bei dem sich die Telekom vor allem auf VDSL konzentriert. Gegenüber teltarif.de hatte das Unternehmen angekündigt, künftig auch Glasfasern von Mitbewerbern anmieten zu wollen.

Dividende bei 50 Cent pro Aktie

Im vergangenen Jahr hatte der Bonner Riese mit weltweit 228 000 Beschäftigten seinen Umsatz um 4,2 Prozent auf 62,7 Milliarden Euro gesteigert. Der Konzernüberschuss lag bei 2,9 Milliarden Euro. Für das abgelaufene Geschäftsjahr sollen die Aktionäre eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie erhalten.

Am Montag hatte die Telekom erst neue Tarife vorgestellt. Dabei geht es um eine Erweiterung des Erfolgs-Tarifmodels Magenta EINS, das mit einer Europa-Flatrate in und aus 32 Ländern in Europa ausgestattet wurde.

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