Schnelles Internet

Telekom: Fast 150 000 zusätzliche Glasfaser-Haushalte dieses Jahr

Ausbau in vielen weiteren Städten geplant
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Telekom: Fast 150 000 zusätzliche Haushalte sollen dieses Jahr ans Glasfasernetz angeschlossen werden.Telekom: Fast 150 000 zusätzliche Haushalte sollen dieses Jahr ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Zwar wird es in Münster in Westfalen wie berichtet kein Glasfasernetz der Deutschen Telekom bis zu den Verbrauchern geben, in zahlreichen anderen Städten bzw. Stadtteilen in Deutschland jedoch wird der ehemalige Monopolist jedoch ein solches Highspeednetz aufbauen. Hier waren die Vor­vermarktungs­quoten gut und auch genügend Eigentümer haben ihre Zustimmung um Ausbau erteilt. So plant die Telekom in diesem Jahr 142 000 zusätzliche Haushalte per FTTH, also der Glasfaser bis zum Haus, anzuschließen. In vier Städten steht der Ausbau jedoch noch nicht zu 100 Prozent fest.

Unterm Strich sollen es zusammen mit dem bisherigen Ausbau, der beispielsweise in Hennigsdorf bei Berlin und Potsdam stattfand, 317 000 an das Glasfasernetz angeschlossene Haushalte sein. Ob diese dann auch die Dienste buchen, ist ihnen überlassen. Doch durch die Vorvermarktung haben bereits jetzt zahlreiche Kunden Verträge für ein Netz abgeschlossen, dass bislang nur in der Theorie besteht. Glasfaser­netze wird es nach diesem Ausbau dann in Braunschweig, Brühl (Baden), Hannover, Hennigsdorf, Ingolstadt, Kornwestheim, Mettmann, Neu-Isenburg, Offenburg, Potsdam, Rastatt, Stade, Amberg, Freising, Friedrichsdorf und Gummersbach geben. Allerdings: Ausgebaut werden nie die gesamten Städte.

Vereinbarung mit Telekom in vielen Fällen noch möglich

Als Ausbaugebiete werden jeweils die Stadtteile gewählt, die bislang noch nicht so gut mit schnellem Internet versorgt sind, wie man es in Städten wie Hannover oder Potsdam meinen könnte, teilte die Telekom mit. Zusätzlich zu den genannten Orten ist nach Angaben der Telekom ein Ausbau der Netze in Kiel, Aschaffenburg und Kempten und Amberg wahrscheinlich. Hier müssen jedoch in den kommenden Tagen noch die selbst gesteckten Ziele von 10 Prozent Vor­vermarktungs­quote und 80 Prozent Eigentümer­aquise erfüllt werden. Hauseigentümer im Ausbaugebiet sollten sich also möglichst schnell mit der Telekom in Verbindung setzen, sofern sie ihr Haus ohne weitere Kosten an das Glasfasernetz anschließen lassen wollen.

Auch in den Städten, in denen der Ausbau bereits feststeht, ist eine solche Vereinbarung teilweise noch möglich. Informationen für jede einzelne Stadt hat die Telekom unter www.telekom.de/glasfaser zusammengestellt. Übrigens: Da die Telekom davon ausgeht, dass die Quoten in den vier Städten noch erreicht werden, ist sind die betreffenden Haushalte bereits in den 142 000 neuen FTTH-Haushalten enthalten.

Internet mit 200 MBit/s auch für GeWoSie-Mieter in Bergneustadt

Die Telekom schließt auch Kooperationen mit Wohnungs­baugesellschaften. In Bergneustadt bei Gümmersbach beginnen in diesen Tagen die Arbeiten, um 1 300 Wohnungen der GeWoSie mit bis zu 200 MBit/s zu versorgen. 160 Gebäude sollen hier an das Netz angeschlossen werden. Insgesamt will die Telekom alleine hier 65 Kilometer Glasfaser­kabel verlegen und acht neue Verteilerkästen installieren. Ebenfalls hatte die Telekom im März eine Kooperation mit dem Energiedienstleister "eins energie in sachsen" für Chemnitz angekündigt. Hier sollen 20 000 weitere Haushalte, die in den 142 000 Haushalten noch nicht eingerechnet sind, in diesem Jahr Highspeed-fähig gemacht werden, bis 2014 sollen es insgesamt 60 000 werden.

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