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Deutsche Telekom: Keine Daten-Drossel für Geschäftskunden

Neuregelung betrifft ausschließlich Privatkunden-Tarife
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Telekom-Datendrossel nur für PrivatkundenTelekom-Datendrossel nur für Privatkunden Wie berichtet führt die Deutsche Telekom in Festnetz- bzw. DSL-Verträgen, die ab 2. Mai abgeschlossen werden, eine Klausel ein, nach der - je nach Bandbreite des Internet-Anschlusses - monatlich nur nich 75 bis 400 GB ungedrosseltes Datenübertragungsvolumen inklusive sind. Wer die Inklusivleistung überschreitet, surft nur noch mit maximal 384 kBit/s im Downstream - es sei denn, es wird ein kostenpflichtiges Speed-Upgrade gebucht. Die Telekom will sich die Daten-Drosselung zunächst nur vorbehalten, technisch aber erst in etwa drei Jahren umsetzen. Betroffen sind allerdings nicht alle Neukunden bzw. Kunden, die im Laufe der Zeit ihren Tarif - aus welchen Gründen auch immer - auf ein aktuelles Preismodell anpassen. Wie die Pressestelle der Deutschen Telekom auf Anfrage von teltarif.de bestätigte, bleiben Geschäftskunden-Tarife von der Performance-Drosselung zumindest vorerst außen vor.

"In der Pressemitteilung ist von neuen Call-&-Surf- und Entertain-Verträgen die Rede", so Telekom-Pressesprecher Philipp Blank auf Anfrage. Andere Tarife, die das anbiete, seien nicht betroffen. Dabei bleibt abzuwarten, ob es möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt auch für Geschäftskunden-Preismodelle zu Änderungen kommt. Derzeit sei dies aber reine Spekulation, so Blank.

Telekom verteidigt Daten-Drossel

Unterdessen hat die Telekom auch auf die Stellungnahmen ihrer Kunden reagiert, die über Kanäle wie Twitter und Facebook wenig Verständnis für die geplanten Änderungen bei den Festnetz-Tarifen des Unternehmens zeigen. So erklärt das Unternehmen auf einer zu diesem Zweck eingerichteten Webseite unter anderem: "Von Abzocke kann keine Rede sein, die meisten Kunden werden von der Volumenbegrenzung nicht betroffen sein."

Als Vorteil der bereits aus dem Mobilfunk bekannten Volumentarife stellte der Anbieter heraus, dass damit in Zukunft nur die Kunden mehr zahlen müssten, die tatsächlich mehr Volumen beanspruchen. Es müsse für Unternehmen die Möglichkeit geben, mit Investitionen Geld zu verdienen.

Offen ist nach wie vor die Frage nach den Kosten, die anfallen, wenn Kunden das in ihrem Tarif enthaltene Volumen aufgebraucht haben. Denkbar sind Tarif-Optionen mit Laufzeit, mit denen sich die Nutzer dauerhaft mehr Inklusivvolumen sichern, aber auch bei Bedarf kurzfristig buchbare Optionen, um in einem Monat mit besonders intensiver Nutzung mehr ungedrosseltes Volumen zu bekommen.

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