Ausblick

Telekom-Vorstand: "Wir sollten risikobereiter werden"

Christian Illek, Personal-Vorstand der Telekom, stellt umfangreiche Umbaumaßnahmen bei der Telekom in Aussicht. Die Digitalisierung bedeute letztlich, dass es zu Stellenstreichungen kommt. Außerdem fordert der Manager mehr Risikobereitschaft.
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Christian Illek, Personal-Vorstand der Telekom (Archivbild)Christian Illek, Personal-Vorstand der Telekom (Archivbild) Die Deutsche Telekom rechnet künftig mit Jobverlusten durch die Digitalisierung. "Wir brauchen in den nächsten Jahren weniger Mitarbeiter als heute", sagte der Personalvorstand des Konzerns, Christian Illek, dem Handelsblatt (Donnerstag). Neue Märkte würden nur einen Teil der durch die Automatisierung wegfallenden Stellen kompensieren. Zudem bräuchten die Mitarbeiter zum Teil völlig andere Qualifikationen, um in der neuen Welt zu bestehen.

"Wir müssen uns als Tele­kommuni­kationsunternehmen auf ein neues Umfeld einstellen", sagte Illek der Zeitung. Jeder, der den Wandel mitgestalten wolle, werde dies auch tun können. "Wir werden also Angebote für Schulungen machen, aber wir können nicht jeden Mitarbeiter zwingen, sie zu nutzen", so der Manager.

Telekom will risikobereiter werden

Es gebe jedoch auch Mitarbeiter bei der Telekom, die nicht noch einmal etwas ganz Neues lernen wollten. "Das ist in Ordnung, das müssen wir respektieren und sehen, wie wir uns dann fair trennen", sagte er. Es sei daher wichtig, Modelle wie zum Beispiel Vorruhestand oder Altersteilzeit zu nutzen. Illek führte weiter aus, dass die Telekom in Zukunft wenige Mitarbeiter benötige, sodass eine Umstrukturierung des Unternehmens unumgänglich sei.

In puncto Produkte wolle die Telekom künftig risikobereiter sein. Die Telekom habe kleine Innovationsgruppen eingerichtet, die "ein relativ hohes Maß an Freiheit haben", so Illek. Ferner sei es zuweilen wünschenswert, agiler zu handeln, "statt immer alles bis ins kleinste Detail vorher durchdacht haben zu wollen".

Um diese neue Atmosphäre im Unternehmen zu verankern, setzt der Konzern laut Illek auf offene Arbeitsumgebungen und digitale Tools, mit denen Mitarbeiter Feedback erhalten. Dies sei enorm wichtig, wenn Mitarbeiter nicht mehr an einem festen Arbeitsplatz in direkter Umgebung des Chefs arbeite, so Illek.

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