Nachfolger

Targobank verhandelt mit Telekom über Click and Buy

Schon zum Jahreswechsel war bekannt geworden, dass die Telekom-Tochter Click and Buy ihre Bezahldienste spätestens zum 30. Juni einstellen wird. Jetzt ist ein Nachfolger ins Sicht.
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Telekom: Nachfolgeeigner für Click and Buy gesuchtTelekom: Nachfolgeeigner für Click and Buy gesucht Mobiles Bezahlen steckt hierzulande nach wie vor in den Kinderschuhen. Die Ankündigung der Deutschen Telekom, den Betrieb des hauseigenen Bezahl­dienstleisters Click and Buy einzustellen, hat dem zarten Pflänzchen "mobiles Bezahlen" einen Dämpfer versetzt. Dabei wird und wurde hinter den Kulissen eifrig verhandelt.

Neben dem Angebot für Kunden von Apple iTunes, die keine Kreditkarte besitzen oder nutzen möchten, stellte Click and Buy für Telekom-Kunden auch die sogenannte "Wallet Card", eine virtuelle Debit/Kreditkarte auf der NFC-SIM zur Verfügung.

Aktuell werden My-Wallet-Card-Kunden per E-Mail darüber informiert, dass alle Bezahlprodukte der Click and Buy in den nächsten Monaten eingestellt werden. Dies betrifft zum 30. Juni auch die MyWallet-Card. Das Unternehmen entschuldigt sich bereits heute für etwaige damit verbundene Unannehmlichkeiten. Eine formale Kündigung ihrer MyWallet-Card sollen Click-and-Buy-Kunden "fristgerecht im April" per E-Mail erhalten.

Bis zum 30. Juni können Kunden von Click and Buy mit ihrer MyWallet-Card wie gewohnt bezahlen. Das Unternehmen bittet darum, bestehendes Guthaben bis zu diesem Tag aufzubrauchen oder auf das eigene Bankkonto zu übertragen. Ab dem 1. Juli wird es nicht mehr möglich sein, mit der MyWallet-Card zu bezahlen oder neues Guthaben aufzuladen.

Es geht weiter - mit der Targo Bank?

In einem Link verweist Click and Buy auf eine Unterseite der Telekom Homepage.

Dort steht unter anderem: "Die Telekom Deutschland GmbH möchte Ihnen auch zukünftig das mobile Bezahlen ermöglichen. Derzeit führen wir intensive Gespräche mit potentiellen Partnern, wie mit der TARGOBANK, um sicherzustellen, dass Sie auch weiterhin mobil bezahlen können." Interessierte Kunden können sich mit Namen und E-Mail-Adresse registrieren und sollen dann informiert werden.

Die Tatsache, dass der Name des Partners genannt wird, lässt den Schluss zu, dass sie Gespräche schon weit gediehen sein dürften. Aus den spärlich vorliegenden Informationen lässt sich vermuten, dass interessierte Kunden dann über den neuen Anbieter eine oder mehrere neue virtuelle Debit/Kredit-Karten auf ihre SIM-Karte laden lassen müssen. Dazu wird auf jeden Fall ein Vertrag mit dem neuen Kartenanbieter beispielsweise der Targo Bank notwendig sein, wobei man dort auch ein reguläres Bankkonto einrichten kann. Ob zu einem späteren Datum noch weitere Banken solche virtuellen Karten anbieten können, sofern ihnen die Telekom den Zugang zur weiterhin Telekom-eigenen-NFC-SIM-Karte anbietet, ist derzeit noch nicht bekannt.

In einem weiteren Artikel sind wir auf die Tücken von Mobile-Payment-Systemen eingegangen.

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