Hintergrund-Infos

Neue o2-Netz-Seite: Alles zu LTE, Frequenzen und Netzausbau

Die Zusammenlegung von o2- und E-Plus-Netz ist nur ein Baustein der tiefgreifenden Umstrukturierung bei Telefónica. Auf der neuen Netz-Seite gibt der Netzbetreiber auch Infos zur geplanten Frequenz-Nutzung und zum LTE-Ausbau.
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o2-Netzseite: Alles zu LTE, Frequenzen und Netzausbauo2-Netzseite: Alles zu LTE, Frequenzen und Netzausbau Mit dem National Roaming zwischen o2- und E-Plus-Netz wurde nach der Eingliederung der E-Plus-Gruppe in den Telefónica-Konzern ein wichtiger Meilenstein erreicht. Doch die Arbeit ist noch lange nicht zu Ende - dies ist auch aus der neuen Infoseite zum Telefónica-Netz ersichtlich, die heute unter netz.telefonica.de online gegangen ist.

Die Informationsseite bietet einerseits bekannte Informationen zum gegenwärtigen Zustand des Netzes, erlaubt aber auch interessante Einblicke in die Projekte, an denen Telefónica momentan arbeitet. Die wichtigsten davon sind der LTE-Ausbau und die Nutzbarmachung der kürzlich ersteigerten Mobilfunkfrequenzen.

National Roaming: Gemeinsame Netzabdeckungskarte fehlt noch

Ruft man die Seite auf, sieht man erst einmal wenig - der Nutzer muss aktiv scrollen, um neue Bereiche angezeigt zu bekommen. In einer der ersten Animationen kann der Interessent an den drei Beispielen Hannover, Leipzig und Nürnberg sehen, wie sich die Netzabdeckung in den drei Städten durch das National Roaming verbessert hat. Für jede Stadt kann man einen Schalter betätigen und sieht dann die Abdeckung des gemeinsamen Netzes im Gegensatz zum bisherigen o2-Netz.

Leider ist dies die einzige Stelle auf der Seite, wo so eine gemeinsame Ansicht möglich ist, denn die ausführlichen Netzabdeckungskarten sind für o2- und E-Plus-Netz weiterhin nur getrennt abrufbar. Dies bleibt also ein offener Punkt auf der Agenda von Telefónica.

Beispiele für verbesserte Netzabdeckung durch National RoamingBeispiele für verbesserte Netzabdeckung durch National Roaming Laut Telefónica ist mit dem National Roaming in vielen ländlichen Gebieten erstmals eine Nutzung von Datendiensten mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit möglich. Die gemeinsame UMTS-Infrastruktur erreiche schon jetzt 90 Prozent der Bevölkerung. Zusätzlich verbessere das National Roaming die Indoor-Versorgung in städtischen Zentren. Nach der endgültigen Zusammenlegung der Netze wird Telefónica rund 30 Prozent mehr Standorte haben als jedes der beiden Einzelnetze zuvor. Vor Abschluss der Netzmigration hatte das Netz rund 40 000 physische Mobilfunkstandorte.

Auf die Frage, warum das National Roaming nicht für GSM und LTE eingeführt wurde, schreibt Telefónica: "UMTS-Netze sind in Deutschland weiterhin die 'Arbeitspferde' der Mobilfunkinfrastruktur. Über sie transportieren die Kunden mobil die größten Datenmengen." National Roaming für UMTS unterstütze "optimal" die Zielsetzung, den Kunden das "beste Netzerlebnis" zu bieten. Parallel treibe Telefónica in Deutschland aber den LTE-Ausbau "beschleunigt" voran.

Was plant Telefónica beim LTE-Ausbau und den Frequenzen?

Die geplante LTE-Netzabdeckung im Jahr 2016Die geplante LTE-Netzabdeckung im Jahr 2016 Für den LTE-Ausbau formuliert der Konzern zwei Hauptziele: Auf der einen Seite soll die LTE-Indoor-Coverage in den Städten ausgebaut werden und auf der anderes Seite soll die LTE-Versorgung in ländlicheren Gebieten verbessert werden. Der Netzbetreiber sieht hierbei "Verbindungsstrecken" wie Autobahnen und ICE-Strecken sowie Urlaubsgebiete als vorrangiges Ziel. Aktuell würde Telefónica 62 Prozent der Bevölkerung mit LTE versorgen, Ende 2015 sollen es 75 Prozent sein.

Zu den kürzlich bei der Frequenzauktion ersteigerten Frequenzbereichen schreibt Telefónica, dass "die Bereiche unter 1 GHz durch ihre höhere Sendereichweite zum flächendeckenden Ausbau des LTE-Grundnetzes mit hoher Qualität vor allem in ländlichen Regionen und für eine gute Versorgung innerhalb von Gebäuden in Städten" eingesetzt werden sollen. Für die Frequenzen um 700, 800 und 900 MHz gibt Telefonica eine Standort-Reichweite von 5 bis 10 Kilometer an.

Die Frequenzbereiche um 1800, 2100 und 2600 MHz wird Telefónica weiterhin für den Ausbau in Ballungszentren einsetzen, und zwar hauptsächlich zur weiteren Erhöhung von Kapazitäten und Geschwindigkeiten. Hier spricht der Konzern von 1 bis 3 Kilometer Reichweite je Standort.

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