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Telefónica & die E-Plus-Übernahme: Abfindungen der Mitarbeiter bekannt

Einem Bericht zufolge sind interne Dokumente von Telefónica Deutschland aufgetaucht, in denen mehr Details zu den Abfindungen der Mitarbeiter bzw. den Aufhebungs­verträgen stehen. Die Grenze für die Abfindungen liegt zwar bei 320 000 Euro, allerdings soll diese nicht für alle gelten.
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Die Abfindungen der E-Plus-Mitarbeiter sind offenbar bekanntDie Abfindungen der E-Plus-Mitarbeiter sind offenbar bekannt Im Rahmen der Übernahme von E-Plus durch Telefónica Deutschland hat sich der Betriebsrat mit dem Vorstand von Telefónica einigen können und einen Rahmensozialplan für den Personalabbau erstellt. Wie wir bereits ausführlich berichtet haben, soll der Rahmensozialplan bis Ende 2018 gelten. Unter anderem will das Unternehmen Doppelfunktionen abbauen und dies in diesem Jahr noch umsetzen.

Nun sind aber noch weitere Details zur Abfindung der Mitarbeiter bzw. den Aufhebungsverträgen bekannt geworden, wie rp-online.de aufgedeckt hat. Den Kollegen sind anscheinend interne Dokumente zum Sozialplan in die Hände gefallen. Aus diesen geht hervor, dass E-Plus-Mitarbeiter, die dem Aufhebungsvertrag zustimmen, eine Abfindung erhalten. Diese setzt sich dem Bericht zufolge aus zwei Monatsgehältern je Beschäftigungsjahr zusammen. Außerdem kommen noch eine Zuschlag in Höhe von 10 000 Euro sowie für jedes zu versorgende Kind ein Bonus von 5 000 Euro dazu. Laut der Rheinischen Post wird den Angestellten nochmals ein einmaliger Zuschlag in Höhe von 15 000 Euro gewährt. Diesen erhalten aber nur E-Plus-Mitarbeiter, die den "Aufhebungsvertrag innerhalb von drei Wochen unterschreiben".

Maximale Abfindung beträgt 320 000 Euro

Die Rheinische Post führt auch eine Beispiel-Rechnung für einen Beschäftigten an, der eine Betriebszugehörigkeit von 20 Jahren hat und ein monatliches Einkommen von 5 000 Euro (Brutto) vorweisen kann. Demnach würde der E-Plus-Angestellte eine Abfindung von 225 000 Euro bekommen. Außerdem steht angeblich in den Unterlagen, das der Personalvorstand Markus Haas eine Grenze für die Abfindung gezogen hat. Diese liegt bei 320 000 Euro, nur Angestellte aus der "ersten und zweiten Führungsebene", sollen noch mehr bekommen. Diesen wurde anscheinend schon in den vergangenen Monaten ein personalisierter Aufhebungsvertrag angeboten. Zudem ist die Rede von einem "offenen Abfindungsprogramm" für 100 Stellen. Bis März werden 700 Vollzeitstellen wegfallen. Laut dem internen Dokument "werden sich nun diejenigen drängen, die bereits etwas Neues gefunden haben und nun zum Abschied noch ihr Konto füllen wollen. Dieser sehr lange Vorlauf wird die Jobsuche natürlich erleichtern".

Auch wenn das Prozedere sowie die Höhe der Abfindungen realistisch erscheint, sind die Angaben der Rheinischen Post noch mit Vorsicht zu genießen. Bisher gibt es keine Stellungnahme bzw. weitere Hinweise oder gar eine offizielle Bestätigung durch Telefónica Deutschland. Wir haben in diesem Zusammenhang bei der Pressestelle nachgefragt und warten auf ein Statement.

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