Stellungnahme

Telefónica: "Keine Beschlüsse zur Abschaltung von Base & Co."

Telefónica hat nach eigenen Angaben noch keine Entscheidung zur Zukunft von Marken wie Base, simyo und blau getroffen. In unserer Meldung erfahren Sie, wie die Pressestelle des Unternehmens auf Medienberichte zu einem Kahlschlag bei verschiedenen Marken reagiert.
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Telefónica dementiert Entscheidung zu MarkenTelefónica dementiert Entscheidung zu Marken Wie berichtet liegen dem manager magazin Hinweise vor, nach denen Telefónica Deutschland einige Marken der E-Plus Gruppe aufgeben möchte. Darunter soll sich dem Bericht zufolge auch die Marke Base befinden, während Discounter wie simyo und blau zusammengelegt werden würden und Fonic unverändert erhalten bleibe.

Guido Heitmann, Head of Corporate Communications von Telefónica Germany, erklärte dazu auf Anfrage von teltarif.de, hierzu gebe es keine Beschlüsse. Das betreffe neben der Markenstrategie auch die ebenfalls vom manager magazin gemeldete Auslagerung von Callcentern.

Heitmann: "Die Mehrmarkenstrategie bleibt"

"Grundsätzlich gilt: Das Unternehmen wird auch künftig eine fokussierte Mehrmarkenstrategie verfolgen und für alle Kunden höchstmögliche Kontinuität sicherstellen", so Heitmann. Er räumte allerdings auch ein, dass Telefónica an Konzepten für eine Repositionierung einzelner Marken arbeitet. Damit wolle der Konzern mögliche Überschneidungen insbesondere in einzelnen Vertriebskanälen reduzieren.

Dazu passt beispielsweise das offensichtliche Aus für das Neukundengeschäft von Türk Telecom Mobile. Neue, bislang nicht registrierte SIM-Karten lassen sich seit Monatsbeginn nicht mehr aktivieren und von der Webseite der Marke ist die Bestell-Möglichkeit für Prepaidkarten des Discounters verschwunden. Der Anbieter zielte auf die türkischstämmige Community in Deutschland ab. Diese Klientel bedient aber beispielsweise auch die E-Plus-Marke Ay Yildiz.

"Wir werden den laufenden Integrations- und Transformationsprozess wie geplant weiter vorantreiben und uns dabei konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden ausrichten", so Heitmann abschließend. Kurzfristige Änderungen seien nicht zu erwarten, wobei auch das manager magazin keinen Zeitrahmen für die Umsetzung der angeblichen Pläne genannt hatte.

Überschneidungen bei Zielgruppen einiger Marken

Telefónica hatte im Oktober vergangenen Jahres die E-Plus Gruppe übernommen, wodurch es zwangsläufig zu Überschneidungen bei den Zielgruppen für einige Marken kommt, wie auch das Beispiel Türk Telecom Mobile und Ay Yildiz zeigt. Im Rahmen des Verkaufs von yourfone an Drillisch hatte Telefónica angekündigt, zumindest aktuell keine weiteren Marken verkaufen zu wollen.

Synergien baut Telefónica zudem im technischen Bereich auf. So testet das Unternehmen seit einigen Wochen das National Roaming für o2-Kunden im UMTS-Netz von E-Plus. Testregion ist das Gebiet um Siegen, Altenkirchen und Gummersbach in Nordrhein-Westfalen. Davon profitieren Vertragskunden von o2, die sich im Testgebiet aufhalten.

In der Vergangenheit hatte E-Plus sein 3G-Netz deutlich weiter in die Fläche ausgebaut als der bisherige Konkurrent o2. Sollte der Test in Nordrhein-Westfalen erfolgreich verlaufen, so könnte das Netzroaming perspektivisch auch auf weitere Regionen ausgedehnt werden.

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