
Windows 8: Neue Oberfläche im neuen Look
Windows 8 ist da - und Microsoft führt mit der neuen Version seines Betriebssystems grundlegende Veränderungen zu den Vorgänger-Versionen ein:
Den Mittelpunkt des Systems bildet eine neue Oberfläche in Kachel-Optik, die Microsoft ursprünglich Metro-Oberfläche nannte - mittlerweile ist das Unternehmen von diesem Namen abgerückt, eine aussagekräftige Bezeichnung gibt es nicht mehr, Microsoft spricht von der Windows-Oberfläche im Gegensatz zur Desktop-Oberfläche.
Windows 8 eilt zum Start nicht der gute Ruf voraus, den seinerzeit Windows 7 zu verzeichnen hatte - nicht zuletzt deswegen möchte Microsoft potenzielle Nutzer mit Kampfpreisen zur Einführung locken:
Windows 8 kommt für klassische Intel-PCs einerseits in einer Grund-Version, die schlicht Windows 8 heißt und erst ab Februar erhältlich ist, andererseits in einer Windows-8-Pro-Version.
Letztere war zunächst zum
Preis von 29,99 Euro per Download bzw. 59,99 Euro mit Datenträger erhältlich ist.
Nach einer Einführungsphase bis Ende Januar drehte Microsoft dann erheblich an der Preisschraube: Es fallen jetzt 119,99 Euro für die Download-Variante des "einfachen" Windows bzw. im Einzelhandel 199,99 Euro für diese Version sowie
279,99 Euro für Windows Pro an.
Allerdings lassen sich hierzulande auch die so genannten OEM- und System-Builder-Versionen erstehen, die traditionell um einiges günstiger sind.
Windows 8: Neues Design
Das neue Kachel-Design kommt schon seit geraumer Zeit auf den Windows Phones
zum Einsatz. Der klassische Desktop ist bei Windows 8 zwar nach wie vor vorhanden, kommt aber nicht mehr direkt zum Vorschein.
Wer ihn nutzen will, kann ihn aus der Windows-Oberfläche heraus über eine Kachel ansteuern.
Die Neuausrichtung soll das System
auch für andere Eingabeformen abseits von Maus und Tastatur
und damit vor allem für Tablets attraktiv machen - es lässt sich
dank großer Elemente einfacher
per Finger bedienen und unterstützt Multitouch und Gesten-Steuerung.
Natürlich ist aber weiterhin eine Steuerung über Keyboard und Maus möglich.
Neben den klassischen Windows-Applikationen gibt es zukünftig
Apps für das Kachel-Interface - diese sind ein neuer Schwerpunkt bei Windows 8.
Entsprechend setzt auch Microsoft hierfür auf einen passenden AppStore.
Apps laufen immer im Vollbild-Modus, es lassen sich
aber auch zwei Apps nebeneinander platzieren. Auf jeden Fall ist in der neuen Umgebung die altbekannte
Fensteroptik verschwunden, beim Desktop besteht sie natürlich weiter.
Besonderheit bei der Nutzung des Windows-Interface:
Während sich die aktuelle App im Vordergrund befindet,
schlafen die anderen Apps meistens im Hintergrund - sie können dort allerdings
auch über so genannten Contracts bestimmte Funktionen für die laufende App erfüllen.
Mit der neuen Oberfläche kommen auch neue Gesten, mit denen das System gesteuert wird.
Meldungen zu Windows 8 
Microsoft setzt auf die Cloud

Der Lockscreen von Windows 8
Apps bieten bei Windows 8 so genannte Charms, die per Wischgeste an der rechten Bildschirmseite sichtbar werden
und Funktionen wie die Suche, Einstellungen und weiteres enthalten.
Das Design dieser Charms ist immer gleich, um eine einheitliche Steuerung zu ermöglichen.
Zudem setzt auch Microsoft - dem allgemeinen Trend folgend - verstärkt auf die Cloud.
So sollen Apps ihre Daten "bestenfalls" in der Wolke speichern.
Dies soll in letzter Konsequenz dazu führen, dass im
Optimalfall bei der Anmeldung mit einem neuen Windows-8-Gerät
alle Daten auf diesem direkt zur Verfügung stehen.
Wer Probleme mit seinem System hat, wird sich unter Umständen über zwei neue Features freuen:
Per Reset-Funktion kann das gesamte System in den Auslieferungszustand zurückversetzt werden, alle
Nutzerdaten werden dann gelöscht. Bei einem Refresh werden nutzereigene Daten
wie Anwendungen und Dateien beibehalten, allerdings das System neu aufgesetzt.

Der Internet Explorer 10 in Windows 8
Windows auf ARM - ohne Emulation
Windows 8 steht auch in einer Version für ARM-Prozessoren zur Verfügung, die auf den Namen Windows RT
hört. Dies ist dem Einsatz zum Beispiel auf Tablets geschuldet, die oftmals
diese Prozessor-Klasse nutzen. ARM-Prozessoren haben gegenüber x86-CPUs den Vorteil, dass sich mit ihnen stromsparendere Geräte realisieren lassen - entsprechend kann die Akku-Laufzeit steigen.
Windows-Anwendungen für die x86-Version lassen sich hier
allerdings nicht verwenden, eine Emulationsmöglichkeit gibt es ebenfalls nicht.