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WhatsApp: SMS-Alternative und VoIP-Telefonie

Der platt­form­über­grei­fende Messenger für Smartphones hat sich zur kostenlosen SMS-Alter­native ent­wickelt. WhatsApp ermöglicht sogar VoIP-Telefonie gratis. teltarif.de hat für Sie die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, WhatsApp Call und WhatsApp Web in ausführlichen Tests unter die Lupe genommen und informiert über Chat-Alternativen.
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Mit dem WhatsApp-Messenger etabliert sich seit einiger Zeit eine Alter­native zur herkömmlichen SMS. Die Nach­richten werden dabei nicht über das klas­sische Netz versendet, sondern der Anbieter macht es sich zunutze, dass viele User mittler­weile über eine mobile Internet­verbindung verfügen. Der Clou: Die aus­getausch­ten Nach­richten sind in der Regel nicht besonders groß, belasten das Daten­volumen also nicht so stark, können aber via Internet kostenlos über­mittelt werden. Außerdem ist der Messenger somit grundsätzlich netz- und tarif­unab­hängig verwendbar.

Die Standard-Version des WhatsApp-Messengers steht für viele verschiedene Smartphone-Betriebs­systeme bereit und kann über die jeweiligen App­stores oder die Seite des Anbieters heruntergeladen werden. Neben Einzel- und Gruppen­gesprächen ermöglicht WhatsApp auch das Versenden von Fotos, Videos, Sprachnachrichten, Geodaten und Kontakten.

Seit März 2015 wird dem User mit WhatsApp Call ein besonderes Feature angeboten: die Gratis-Nutzung von VoIP. Über die Vorteile und Hintergründe der VoIP-Telefonie können Sie sich im teltarif.de-Ratgeber VoIP: Telefonieren über das Internet informieren.

Vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Mit einem Software-Update im April 2016 wurde die vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei WhatsApp für alle gängigen Smartphone-Betriebs­systeme umgesetzt. Damit kann nun auch in Gruppenchats sicher kommuniziert werden. Versendete Nachrichten sind nur noch seitens der jeweiligen Kommuni­kations­teilnehmer lesbar und können weder von WhatsApp noch von anderen im Nachhinein entschlüsselt oder wiederhergestellt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass alle Beteiligten die neueste WhatsApp-Version verwenden. Die verschlüsselte Kommunikation ist somit fester Bestandteil des Messengers geworden, erfordert keine umständliche Einrichtung und kann nicht deaktiviert werden. Darin liegt ein großer Vorteil gegenüber dem kostenlosen E-Mail-Versand.

WhatsApp ist zudem wieder komplett kostenlos, womit Facebook seine vorübergehende Abo-Politik widerruft: Zwischenzeitlich wurde nach der einjährigen Gratis-Nutzung eine geringe Jahres­gebühr fällig. Darüber hinaus ist der Messenger jetzt auch als Browser-Version WhatsApp Web verfügbar und kann per Google Chrome mit allen Smartphone-Betriebs­systemen außer iOS verwendet werden.

Ein Manko bei WhatsApp ist nach wie vor der Datenschutz, denn WhatsApp greift auf einige Kommunikationsdaten wie das Adressbuch zu und leitet diese an seine US-Server weiter. Allerdings gelten in den USA andere Gesetze und Richtlinien als für hiesige Server. Welche Daten tatsächlich und womöglich dauerhaft von WhatsApp gespeichert werden, ist nicht ganz klar. Außerdem stellt WhatsApp zum Ende des Jahres 2016 den Support für ältere und nur noch wenig genutzte mobile Betriebssysteme ein.

Aktuelle Infos per WhatsApp

Seit einiger Zeit bieten diverse News-Seiten auch den Service an, ihre Leser per WhatsApp über aktuelle Ereignisse zu informieren. Möglich macht dies der Broadcast-Service von WhatsApp. Dabei werden mehrere Nutzer, die in einer Gruppe zusammengefasst werden, zeitgleich mit derselben Message versorgt. WhatsApp-User können ebenfalls Broadcast-Nachrichten versenden, die Zahl der gleichzeitig erreichbaren Nutzer ist dabei allerdings begrenzt.

Auch teltarif.de bietet einen solchen Service an und nutzt dafür die Dienste von WhatsBroadcast. Wie Sie sich für dieses Feature anmelden können, um regelmäßig aktuelle Infos und News von uns zu erhalten, erklären wir Ihnen auf einer weiteren Seite.

Gibt es Alternativen zu WhatsApp?

In der Vergangenheit gab es mehrere Versuche von verschiedenen Anbietern, eigene Messenger als Alternative zu WhatsApp zu etablieren – häufig allerdings mit nur mäßigem Erfolg. Über einige dieser WhatsApp-Konkurrenten sowie über weitere SMS-Alter­nativen informieren wir Sie in unserem Ratgeber rund um das Thema Mobile Messaging.

WhatsApp Call: VoIP per Smartphone kostenlos nutzen

Mit WhatsApp Call kann der Nutzer von einem Smartphone mit den Betriebs­systemen Android, Blackberry OS 10, Apple iOS oder Windows Phone 8.1 andere WhatsApp-Kunden kostenlos per VoIP anrufen.

Zunächst war die Nutzung nur mit Android- und Blackberry-10-Smart­phones möglich. Mit der Ein­füh­rung der Erweiterung wurde ein entsprechendes Software-Update bereitgestellt. Auf teltarif.de finden Sie einen ausführlichen Testbericht zu WhatsApp Call mit Android und Blackberry. Mittlerweile ist WhatsApp Call auch für iPhone und Windows Phone mit aktu­ali­sier­ter Software verfügbar: teltarif.de hat die Funk­tiona­lität mit zwei ent­spr­echen­den Smart­phone-Modellen für Sie im Test ver­glichen.

Generell erscheint nach der Freischaltung von WhatsApp Call im Chat-Menü von WhatsApp das typische Telefonhörer-Symbol, mit dem anschließend auch die Anrufe ausgeführt werden können.

WhatsApp: Spam-Mails, Datenschutzprobleme und Zusatzkosten

Seit der Einführung der neuen Funktion gibt es Berichte über den Versuch dubioser Geschäfte­macher, mittels Spam-Mails (getarnt als offizielle Mitteilung von WhatsApp) den Nutzer per Link beispielsweise zur Installation von Malware oder dem unbeabsichtigten Abschluss eines teuren Abos zu verleiten.

Obwohl WhatsApp mit einer vollständigen Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­selung nachgebessert hat, haben einige Datenschutzprobleme nach wie vor Bestand. WhatsApp als SMS-Alternative und VoIP-DienstWhatsApp als SMS-Alternative und VoIP-Dienst Die mutmaßliche Verknüpfung von Login-Daten des Users mit der IMEI-Geräte­nummer sowie die Verwendung eines geschlossenen Quellcodes stellen auch weiterhin Sicherheitsrisiken dar. Wie bereits erwähnt, sorgt insbesondere der automatische Zugriff auf das Telefonbuch des Nutzers sowie der damit verbundene Abgleich der Nutzerdaten, deren Verarbeitung und Speicherung immer wieder für Furore.

Darüber hinaus sollten mögliche Zusatzkosten im Auge behalten werden, die unter anderem bei der Nutzung mobiler Internet-Tarife mit begrenztem Daten­volumen sowie per Roaming im Ausland anfallen können.

WhatsApp gehört seit 2014 Facebook

Im Februar 2014 hatte Facebook den Dienst übernommen. Auch wenn der Kauf­preis von 14 Milliarden Euro für WhatsApp absurd hoch erscheint, ergibt die Kauf-Ent­scheidung für Facebook durchaus Sinn, denn beide Applika­tionen bieten fast dieselben Funktionen: So inte­grier­ten Anfang 2013 sowohl Facebook als auch WhatsApp die Möglich­keit, auf­ge­nom­mene Sprach­nach­richten zu versenden. Zudem bringt WhatsApp eine Viel­zahl von Nutzern mit: Von 450 Millionen Nutzern im Monat im Jahre 2014 hat sich WhatsApp mittlerweile im Jahr 2016 auf 1 Milliarden Nutzer und verschickte 42 Milliarden Nachrichten am Tag gesteigert. Dennoch suchen viele Handy-Besitzer, insbesondere seit der WhatsApp-Übernahme durch Facebook, nach alternativen Smart­phone-Messengern.

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