WhatsApp

WhatsApp: SMS-Alternative und VoIP-Telefonie

Der platt­form­über­grei­fende Smart­phone-Messenger WhatsApp hat sich zur SMS-Alter­native ent­wickelt. Neuerdings ist sogar VoIP-Telefonie gratis möglich. Nach einem Jahr wird WhatsApp jedoch kosten­pflichtig.
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WhatsApp als SMS-Alternative und VoIP-DienstWhatsApp als SMS-Alternative und VoIP-Dienst Mit dem WhatsApp-Messenger etabliert sich seit einiger Zeit eine Alter­native zur herkömmlichen SMS. Die Nach­richten werden dabei nicht über das klas­sische Netz versendet, sondern der Anbieter macht es sich zunutze, dass viele User mittler­weile über eine mobile Internet­verbindung verfügen. Der Clou: Die aus­getausch­ten Nach­richten sind in der Regel nicht besonders groß, belasten das Daten­volumen also nicht so stark, können aber via Internet quasi kostenlos über­mittelt werden. Außerdem ist der Messenger somit grundsätzlich netz- und tarif­unab­hängig verwendbar. Seit März 2015 wird dem User mit WhatsApp Call ein besonderes Feature angeboten: die Gratis-Nutzung von VoIP. Über die Vorteile und Hintergründe der VoIP-Telefonie können Sie sich im teltarif-Ratgeber VoIP: Telefonieren über das Internet informieren.

WhatsApp Call: VoIP per Smartphone kostenlos nutzen

Mit WhatsApp Call kann der Nutzer von einem Smartphone mit den Betriebssystemen Android, Blackberry OS 10, Apple iOS oder Windows Phone 8.1 andere WhatsApp-Kunden kostenlos per VoIP anrufen.

Zunächst war die Nutzung nur mit Android- sowie Blackberry-10-Smart­phones möglich - ein entsprechendes Software-Update, das für die Verwendung der Erweiterung teil­wei­se erforderlich ist, wurde mit der Einführung bereitgestellt. Auf teltarif.de finden Sie einen ausführlichen Testbericht zu WhatsApp Call (mit Android und Blackberry).

Mittlerweile ist WhatsApp Call auch für iPhone und Windows Phone mit aktu­ali­sier­ter Sofware verfügbar - teltarif hat die Funk­tiona­lität mit zwei entsprechenden Smart­phone-Modellen für Sie im Test ver­glichen.

Generell erscheint nach der Freischaltung von WhatsApp Call im Chat-Menü von WhatsApp das typische Telefonhörer-Symbol, mit dem dann auch Anrufe ausgeführt werden können.

WhatsApp: Spam-Mails, Datenschutzprobleme und Zusatzkosten

Seit der Einführung der neuen Funktion gibt es Berichte über den Versuch dubioser Geschäfte­macher, mittels Spam-Mails (getarnt als offizielle Mitteilung von WhatsApp) den Nutzer per Link beispielsweise zur Installation von Malware oder dem unbeabsichtigen Abschluss eines teuren Abos zu verleiten.

Obwohl WhatsApp beispielsweise mit einer neuen Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­selung für das Versenden privater Nachrichten nachgebessert hat, äußern IT-Experten nach wie vor ernstzunehmende Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Die bisher unzureichende Verschlüsselung von Gruppen-Chats, Foto- oder Videoversand, die Verknüpfung von Login-Daten des Users mit der IMEI-Gerätenummer sowie die Verwendung eines geschlossenen Quellcodes stellen nach wie vor Sicherheitsrisiken dar. Insbesondere der automatische Zugriff auf das Telefonbuch des Nutzers sowie der damit verbundene Abgleich der Nutzerdaten, ihre Verarbeitung und Speicherung sorgt immer wieder für Furore, denn diese dürfen an die US-Server von WhatsApp weitergeleitet werden.

Darüber hinaus sollten mögliche Zusatzkosten im Auge behalten werden, die unter anderem bei der Nutzung mobiler Internet-Tarife mit begrenztem Daten­volumen sowie per Roaming im Ausland anfallen können.

WhatsApp-Messenger nur ein Jahr gratis

Die Standard-Version des WhatsApp-Messengers steht nach wie vor für viele verschiedene Smartphone-Betriebs­systeme bereit und kann über die jeweiligen App­stores oder die Seite des Anbieters herunter geladen werden. Neben Einzel- und Gruppen­gesprächen ermöglicht WhatsApp beispiels­weise auch das Versenden von Fotos, Geodaten und Kontakten.

Das WhatsApp-Abonnement: Nach einem Jahr wird der Messenger für Nutzer kostenpflichtig.Das WhatsApp-Abonnement: Nach einem Jahr wird der Messenger für Nutzer kostenpflichtig. Seinen bisherigen großen Erfolg verdankt das Programm vermut­lich der Tatsache, dass es zum einen die Account-Ein­richtung automa­tisch erledigt - der User sich daher nicht immer wieder anmelden muss - und dass es zum anderen lange Zeit kostenlos war. In Bezug auf das Herunterladen der App gilt das immer noch. Nach einem Jahr wird aber inzwischen eine jährliche Gebühr von 89 Cent für die Nut­zung erhoben. Wer Kosten sparen will, kann auch ein Abo in Anspruch nehmen, bei dem die Gebühr für 3 oder 5 Jahre im Voraus gezahlt wird. Das dreijährige Abo kostet 2,40 Euro, was immerhin eine Einsparung von 10 Prozent bedeutet, eine Preis­reduktion um 25 Prozent bringt das Abo über 5 Jahre mit 3,34 Euro.

WhatsApp gehört seit 2014 Facebook

Im Februar 2014 hatte Facebook den Dienst übernommen. Auch wenn der Kauf­preis von 14 Milliarden Euro für WhatsApp absurd hoch erscheint, ergibt die Kauf-Ent­scheidung für Facebook durchaus Sinn, denn beide Applika­tionen bieten fast dieselben Funktionen: So inte­grier­ten Anfang 2013 sowohl Facebook als auch WhatsApp die Möglich­keit, auf­ge­nom­mene Sprach­nach­richten zu versenden. Zudem bringt WhatsApp eine Viel­zahl von Nutzern mit: Zu Jahres­beginn 2014 waren es im Schnitt mehr als 450 Millionen im Monat. Insbesondere seit der WhatsApp-Übernahme durch Facebook suchen jedoch viele Handy-Besitzer nach alternativen Smart­phone-Mes­sengern.

Gibt es Alternativen zu WhatsApp?

In der Vergangenheit gab es mehrere Versuche von verschiedenen Anbietern, eigene Messenger als Alternative zu WhatsApp zu etablieren - häufig allerdings mit nur mäßigem Erfolg. Über einige dieser WhatsApp-Konkurrenten sowie über weitere SMS-Alter­nativen informieren wir Sie in unserem Ratgeber rund um das Thema Mobile Messaging.

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