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SIM-Karte: Die Grundlage der mobilen Kommunikation

Nur mit Hilfe einer SIM-Karte kann das Handy Kontakt zum Mobilfunk-Netz herstellen. Daneben kann die SIM-Karte Kontakte und SMS speichern. teltarif.de gibt die wichtigsten Informationen.
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Die SIM (Subscriber Identity Module) ist seit Beginn des GSM-Mobilfunks ein steter Begleiter. Jedes Handy benötigt eine solche SIM-Karte, um vom Netzbetreiber erkannt zu werden. SIM-Karten waren früher so groß wie eine Kreditkarte. Die Mini-SIM - meist einfach als SIM-Karte bezeichnet - ist demgegenüber deutlich kleiner und längst der Standard für Handys, dennoch werden die meisten Nutzer zunächst eine kreditkartengroße Karte erhalten, aus der dann die bekannte Mini-SIM herausgebrochen werden kann. Die bereits in den 90er-Jahren definierte Micro-SIM ist erst seit 2009 verbreitet. Zukünftig dürfte der noch kleinere Nano-SIM-Standard weitere Bedeutung gewinnen.

Auf dem Chip der SIM-Karte sind Daten gespeichert, die das Handy dafür nutzt, um den Nutzer gegenüber dem Handynetz zu identifizieren. Die SIM-Karte ist daher für Nutzer der Schlüssel zum Handynetz. Deswegen ermöglicht sie es, die Leistungen eines Mobilfunk-Vertrages auch mit anderen Handys zu nutzen. Mit Hilfe einer PIN, die beim Start des Gerätes abgefragt wird, kann der Handy-Besitzer die Nutzung durch Unbefugte verhindern. Die PIN schaltet jedoch nur die SIM (und die darauf befindlichen Daten) für das Handy frei - sie wird nicht an den Betreiber zur Autorisierung des Kunden gesendet.

Keine Verschlüsselung ohne SIM-Karte

Heute in vielen Formaten wie Mini-SIM, Micro-SIM und Nano-SIM verbreitetHeute in vielen Formaten wie Mini-SIM, Micro-SIM und Nano-SIM verbreitet Die SIM-Karte speichert Sicherheitsschlüssel für das Handynetz - nur so sind verschlüsselte Gespräche im Mobilfunknetz möglich. Daneben können die Betreiber auch kleine Programme auf der SIM hinterlegen. Mit dieser Methode hat o2 zum Beispiel früher das Homezone-Häuschen auf dem Display angezeigt. Einige SIM-Karten-Hersteller bieten sogar den Zugang zu Facebook oder Twitter als SIM-Applikation an.

Auf der SIM-Karte kann der Nutzer auch Telefonbucheinträge und SMS speichern. Gegenüber dem Gerätespeicher ist der Speicherplatz jedoch vergleichsweise eingeschränkt. Dieses Feature ist vor allem für die Übertragung der Kontaktdaten auf andere Geräte interessant. Wer ein modernes Smartphone nutzt, kann jedoch auch komfortablere und leistungsfähigere Cloud-Speicher-Lösungen nutzen.

Dual-SIM oder Multi-SIM

Normalerweise wird für jedes Gerät eine SIM-Karte benötigt. Sogenannte Dual-SIM-Handys unterstützen jedoch mehrere SIM-Karten und so ist das Handy unter zwei Rufnummern erreichbar - und gegebenenfalls in unterschiedlichen Netzen eingewählt. Wer nicht ein Gerät mit mehreren Nummern nutzen möchte, sondern mehrere Geräte mit derselben Rufnummer, wird bei den Netzbetreibern mit Multi-SIM-Lösungen fündig. Manche Dienstanbieter unterstützen auch ein GSM-Feature namens Alternate Line Service. Damit kann auf der SIM-Karte eine zweite Rufnummer hinterlegt werden, die mit ganz eigenen Vertragskonditionen geführt werden kann.

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Mini-SIM, Micro-SIM und Nano-SIM

Mit einem SIM-Kartenstanzer lässt sich aus einer Mini-SIM eine Micro-SIM schneiden.Mit einem SIM-Kartenstanzer lässt sich aus einer Mini-SIM eine Micro-SIM schneiden. Nachdem viele Jahre das Format der Mini-SIM-Karte nicht verändert wurde, sind nun drei Formate verbreitet. Apple nutzte im iPhone 4 als erster Hersteller die Micro-SIM in einem Handy - später wurde die Micro-SIM auch von einigen anderen Herstellern, zum Beispiel Nokia und Motorola, übernommen. Sie soll kleinere Geräte ermöglichen. Im Herbst 2012 hat Apple mit dem iPhone 5 erstmals die noch kleinere Nano-SIM verwendet. Aufgrund der zunehmenden Verbreitung der kleineren SIM-Formate gehen die meisten Anbieter dazu über, Kombi-SIM-Karten anzubieten. Diese kommen im klassischen, kreditkartengroßen SIM-Format, aus ihnen lässt sich dann eine Mini-SIM- oder eine Micro-SIM-Karte herausbrechen.

Aus einer Mini-SIM lässt sich mit einem SIM-Karten-Schneider eine Micro-SIM schneiden, wenn der Mobilfunk-Anbieter keine Kombi-SIM liefert und ein SIM-Kartentausch unerwünscht ist. Aus einer Micro-SIM lässt sich mit etwas Aufwand auch eine Nano-SIM schneiden, jedoch muss die Micro-SIM-Karte unter Umständen zusätzlich auch etwas dünner gefeilt werden: Die Nano-SIM ist laut strikter Definition exakt 0,1 Millimeter dünner als ihre Vorgänger, kann aber natürlich auch so in den SIM-Karten-Slot passen.

SIM ist nicht gleich SIM: Verschiedene Formate

Obwohl die Mini-SIM standardisiert ist, gibt es verschiedene Ausführungen: Der Speicherchip auf der SIM kann sich von SIM zu SIM unterscheiden. Der SIM-Standard sieht acht elektrische Kontakte vor, von denen aber aktuell nur sechs benutzt werden. Aufgrund der Standardisierung sollte es normalerweise nicht zu Problemen kommen. Dennoch vertragen sich manche Geräte mit bestimmten Chip-Designs nicht. In einem solchen Fall kann es zu sporadischen Netztrennungen kommen. Manchmal ist es ausreichend, das Gerät neu zu starten, um wieder vom Netz akzeptiert zu werden. Dauerhaft hilft aber oft nur, eine neue SIM-Karte vom Anbieter anzufordern. Auch werden SIM-Karten stets weiterentwickelt. Daher bieten neuere SIM-Karten oft größeren Speicher für SMS oder Kontakte an. Aktuelle SIM-Karten haben Speicherkapazitäten im dreistelligen kB-Bereich erreicht. Zukünftig könnten auch Karten mit deutlich größerem Speicher auf den Markt kommen.

Ein Handy kann ohne SIM-Karte in Deutschland für den Mobilfunk nicht benutzt werden. Selbst für Notrufe, die früher auch ohne SIM-Karte möglich waren, wird heute eine SIM-Karte verlangt. Damit sollen missbräuchliche Anrufe bei den Notruf-Annahmestellen seltener werden.