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Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 18.05.2013 

Joyn soll SMS-Nachfolger werden: Mobile Messaging per RCS-e

Mobilfunk-Standard für Instant Messaging und Multimedia

Unter dem Namen "Joyn" versuchen die GSMA und ihre Mitglieder, den Standard RCS-e (Rich Communications Suite enhanced) für mobiles Messaging, Videotelefonie und Dateitransfers bekannt zu machen. Ähnlich wie mit der SMS soll die Kommunikation via Joyn dabei zwischen allen Mobilfunknetzen und Handy-Betriebssystemen möglich sein. Aktuell sind die Netzbetreiber davon allerdings noch weit entfernt.

In Deutschland ist der Dienst bisher bei Vodafone und der Telekom gestartet. o2 hatte eine Einführung für das Frühjahr 2013 angekündigt, diese dann aber auf unbestimmte Zeit verschoben. E-Plus hat derzeit keine Pläne für Joyn. Daher ist die Kommunikation via Joyn derzeit weitgehend auf netzinterne Kontakte beschränkt.

Auch wenn die Unternehmenssprecher der Netzbetreiber einen direkten Zusammenhang abstreiten, so ist die Einführung von Joyn als Reaktion auf Mobile-Messenger-Clients wie etwa WhatsApp einzuschätzen, welche das lukrative SMS-Geschäft gefährden. Auch zahlreiche Handy-Hersteller wie etwa Samsung, LG, HTC, Huawei, Motorola, Nokia, RIM, Sony und ZTE unterstützen den neuen Standard.

Handy per App für Joyn aufrüsten

Joyn-Logo der GSMA
Joyn-Logo der GSMA
Für die Nutzung von Joyn muss das Handy mit passender Software ausgerüstet sein. Nach dem Willen der Mobilfunkanbieter soll der Dienst von den Handy-Herstellern in möglichst viele Geräte nativ integriert werden. Auf bestehende Smartphones kommt Joyn per App, falls diese für das jeweilige Handy-Betriebssystem verfügbar ist. Aber auch mit Featurephones sollen Kunden Messaging per Joyn nutzen können. Ob es möglich ist, bereits verkaufte Einfach-Handys auf Joyn umzurüsten oder ob nur zukünftig erhältliche Geräte dafür nutzbar sind, ist noch unklar.

Ob sich Joyn durchsetzen wird, ist ebenfalls noch offen. So hat sich etwa MMS (Multimedia Messaging Service) nie weitreichend für den Austausch von Multimedia-Inhalten durchsetzen können. Die Akzeptanz bei den Kunden wird vor allem davon abhängen, ob die Mobilfunkanbieter den Kunden einen Mehrwert von Joyn gegenüber den etablierten Messaging-Apps vermitteln und eine sinnvolle Preisgestaltung finden können. Sowohl die Telekom als auch Vodafone geben bisher an, dass Kunden, die bereits eine Messaging- oder Daten-Flatrate gebucht haben, keine zusätzliche Entgelte für Joyn-Dienste zahlen müssten, abgesehen von Gesprächskosten für Video-Telefonie.

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2013-02 Erwachsene ab 14 Jahre