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Zu viel produziert: Tablets werden bald billiger

Apple iPad bleibt weiterhin das Maß aller Dinge
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Der Tablet-Markt ist noch immer vergleichsweise jung, steht allerdings offenbar bereits vor seiner ersten echten Umwälzung. Noch immer dominiert das iPad von Apple den Wettlauf um die Gunst der Kunden. Die Hersteller von Tablets mit dem Google-Betriebssystem Android haben sich den Experten der Digitimes zufolge ordentlich verschätzt, sowohl bei den produzierten Stückzahlen als auch bei den veranschlagten Preisen. Die Konsequenz daraus dürfte die Kundschaft freuen: In den kommenden Monaten ist mit deutlichen Preissenkungen bei den iPad-Konkurrenten zu rechnen, der Trend hat bereits begonnen.

Tablets werden billigerTablets werden billiger Maßgeblich für die Untersuchungen der Digitimes war der Markt in den USA. Während die Tablets der aktuelle Generation von Android-Tablets mit Honeycomb zum Start rund 500 US-Dollar und teilweise deutlich mehr kosteten, sind die Preise mittlerweile bereits gesunken. Vor allem Acer und Asus haben diesen Trend vorangetrieben, ihre Modelle kamen zunächst ohne UMTS-Modul auf den Markt und konnten so günstiger angeboten werden. Wenn es nach den Analysten aus Asien geht, werden die Preise auf bis zu 300 Dollar pro Tablet sinken. Derzeit gehen die günstigen Geräte in den USA für rund 370 Dollar über die Ladentheke.

Tablet-Hype schwächt sich deutlich ab

Dem Bericht zufolge haben alle Hersteller von Tablets, von Apple einmal abgesehen, mit vollen Lagern und sinkender Nachfrage zu kämpfen. Asus etwa soll monatlich rund 500 000 Geräte absetzen, aber 700 000 Stück produzieren - und im Vergleiche zur Konkurrenz steht Asus den Insidern zufolge noch gut da. Research In Motion (RIM) und HTC haben ihre Hoffnung auf Besserung wohl bereits auf das kommende Jahr verschoben, Samsung und Motorola sehen angeblich ebenfalls weniger Nachfrage als eingeplant. Die Konsequenz der vollen Lager: Die Hersteller müssen die Preise senken. Zum Ende September erwarten die Experten aus Asien einen rasanten Fall der Preise, der sich wohl bis zum Weihnachtsgeschäft fortsetzen dürfte. Wer also die Anschaffung eines Android-Tablets - oder auch eines HP Touchpad mit webOS, das ebenfalls betroffen ist - plant, sollte überlegen, erst ein wenig später zuzuschlagen.

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