Die problembehaftete britische Mobilfunktochter
der
Deutschen Telekom steht derzeit offenbar nicht zum Verkauf.
Derzeit gebe es keinen Verkaufsprozess um
T-Mobile UK, sagte
Vodafone-Chairman John Bond auf der Vodafone-Hauptversammlung
heute in London.
Damit reagierte Bond auf am Markt seit Längerem kursierende
Gerüchte, wonach Vodafone oder einer der anderen drei großen
britischen Mobilfunkbetreiber die Kontrolle über das dortige
T-Mobile-Geschäft übernehmen wolle. Hintergrund sind die operativen
Schwierigkeiten, mit denen die Deutsche Telekom zu kämpfen hat.
Infolgedessen mussten die Bonner bereits 1,8 Milliarden Euro auf ihr
britisches Mobilfunkgeschäft abschreiben.
Mit einem Kauf von T-Mobile UK, deren Marktanteil 16 Prozent
beträgt, würde Vodafone zum Marktführer in Großbritannien werden.
Anfang Juli waren Vodafone und Telefónica als Interessenten für
ein möglicherweise zum Verkauf stehendes UK-Geschäft der Bonner gehandelt worden.