T-Mobile will die Nutzung der Software untersagen, die
Skype für das iPhone bzw.
das iPhone 3G von Apple
und für den Blackberry von Research in Motion
(RIM) entwickelt hat. Das berichtet die WirtschaftsWoche unter Berufung auf T-Mobile-Sprecher Alexander
von Schmettow. Die Software für das iPhone soll am morgigen Dienstag auf den Markt
kommen, wie inzwischen offiziell bestätigt wurde. Das Programm für den Blackberry
ist für Mai angekündigt.
"Der Schutz unserer Netz-Performance steht im Vordergrund", begründet der
T-Mobile-Sprecher den Standpunkt des Mobilfunk-Netzbetreibers gegenüber der
WirtschaftsWoche. Zum einen würde der Service die Übertragungsgeschwindigkeiten in
dem Mobilfunknetz verlangsamen oder es überlasten. Zum anderen könnte die
Telekom-Mobilfunktochter bei Skype-Gesprächen nicht für
dieselbe Sprachqualität garantieren, die sie für sich beanspruche. Enttäuschte
Kunden könnten solche Qualitätsmängel statt der eBbay-Tochter Skype der Telekom
anlasten, sagte von Schmettow.
Netzseitige Sperre nicht vorgesehen
Wie von Schmettow gegenüber teltarif.de erläuterte, sei es aber nicht geplant, die
Nutzung der Skype-Software netzseitig zu sperren. Lediglich das Kleingedruckte zu den
Tarifbestimmungen lasse die Voice-over-IP-Nutzung nicht zu.
Diese Regelung gelte naturgemäß weiterhin und sei auch für die neu auf den Markt kommende
Skype-Software bindend.
Allerdings soll zumindest die Skype-Software für das iPhone ohnehin nur Telefonate
über WLAN-Hotspots ermöglichen. Von Schmettow gegenüber der
WirtschaftsWoche: "Die Vertragsbedingungen, die es T-Mobile erlauben, Voice-over-IP-Dienste
zu unterbinden, gelten auch für unsere HotSpots." Immerhin könnten Kunden aber andere
WLAN-Zugänge, beispielsweise im eigenen Heim-Netzwerk, für VoIP verwenden.
Über GPRS und UMTS kann nur gechattet werden
Sobald der Internet-Zugang am iPhone über das Mobilfunknetz
hergestellt ist, steht bei der Skype-Software nur noch die Chat-Funktion zur Verfügung.
Streng genommen wird auch diese in vielen T-Mobile-Datentarifen
ausgeschlossen, da neben der VoIP-Nutzung auch Instant Messaging
untersagt ist. Aktiv gesperrt hat der deutsche Mobilfunk-Marktführer die Dienste bislang
jedoch nicht.
Wie die WirtschaftsWoche unter Berufung auf den Telekom-Konzern weiter berichtet, ist es
denkbar, dass andere Netzbetreiber - wie AT&T in den USA - den Skype-Service uneingeschränkt erlauben
könnten, um Kunden einen zusätzlichen Anreiz zu geben, ein iPhone zu kaufen. Denn deren
Netze seien oft deutlich schlechter ausgebaut als das der T-Mobile. Die Telekom sehe keine
Notwendigkeit, einen solchen Anreiz zu bieten.
Weitere Meldungen zum Apple iPhone und Apple iPhone 3G