Blindflug

Nutzer sind ohne Suchmaschinen im Internet hilflos

Umfrage ergab starke Abhängigkeit von Google
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Ohne Suchmaschinen wie Google wäre die Mehrheit der deutschen User im Internet aufgeschmissen. Das ergab jetzt eine repräsentative Online-Umfrage von Fittkau & Maaß im Auftrag der Performance-Marketing-Agentur eprofessional unter WWW-Nutzern im April und Mai. Demnach würden knapp 60 Prozent der deutschen Internetnutzer Suchmaschinen sehr vermissen. 16 Prozent davon gaben an, ohne Suchmaschinen im Internet orientierungslos zu sein. 43 Prozent würden ihren Surfhorizont ziemlich eingeschränkt sehen, wenn sie Google nicht mehr für die Internetsuche benutzen könnten. Ein Drittel der deutschen Internetnutzer behauptet, auch ohne Suchmaschinen im Internet einigermaßen zurechtzukommen. Nur zwei Prozent sehen auch ohne Google keine Auswirkungen auf ihre Orientierungsfähigkeit im Netz.

Offensichtlich sind Frauen noch abhängiger von Google als Männer. Nahezu jede fünfte Frau gab zu, ohne Suchmaschine im Internet hilflos zu sein, bei den Männern ist es nur jeder siebte. Insgesamt werden in Deutschland pro Tag mehr als 123 Millionen Suchanfragen an Suchmaschinen gestellt. Damit entfallen auf jeden deutschen Internetnutzer etwa 85 Suchanfragen im Monat - Tendenz steigend. Die Suche ist damit die häufigste Tätigkeit im Internet. Google ist mit etwa 90 Prozent Marktanteil quasi Monopolist auf dem deutschen Suchmaschinenmarkt.

Es gibt nicht nur Google

Neben dem Platzhirsch Google gibt es aber auch noch weitere Suchmaschinen. Eine davon ist Hulbee, im Mai gestartet und vor allem für deutschsprachige Webseiten und Grundlagen-Recherche optimiert. Hulbee stellt dem Suchenden eine Begriffswolke ("Data Cloud") zur Verfügung, mit der die Suche weiter präzisiert werden kann, ohne lange Trefferlisten durchforsten zu müssen. Eine ähnliche Technik nutzt auch die neue Suchmaschine von Microsoft Bing. Auch die amerikanische Version von Google arbeitet jetzt mit ähnlichen Hilfsmitteln.