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studi.biz: Kassieren & investieren

26.06.2008
11:59

 

[Trigami-Review] / Bezahlter Artikel

Trotz Studiengebühren, Lernstress und Bologna-Chaos: Das Studentendasein hat auch seine Sonnenseiten. Für viele Unternehmen beispielsweise gibt man als begehrenswerter Kunde, wird mit Sonderkonditionen angelockt.

Das Geschäftsmodell des noch jungen Portals studi.biz ist es, gemeinsam mit Kooperationspartnern besonders attraktive Angebote (aktuell zum Beispiel ein Bundle aus Eee PC und Handyvertrag) für Studenten zu schnüren.

Gleichzeitig wird Mitgliedern die Möglichkeit offeriert, über die Freigabe der eigenen Daten zu Werbezwecken sowie durch die Teilnahme an Promotionaktionen - etwa Laptopwerbung - die karge Studentenbörse ein wenig aufzufüllen.

Schon nach der unproblematischen Anmeldung wird deutlich, dass ‚students only’ für studi.biz mehr ist als eine Marketingphrase: Ohne die Übersendung einer Studienbescheinigung (per Fax, E-Mail oder Upload) geht nichts.

Anschließend erwartet den Anwender ein professionelles, ganz im Zeichen des Geldes stehendes Portal – das machen schon die Navigationspunkte "Kassieren", "Investieren" und "Finanzplatz“ klar. Anders als beim Fast-Namensvetter ist der Gemeinschaftscharakter gering, auf studi.biz ist jeder sich selbst (bzw. seinem Konto) der Nächste.

Kassieren...

Kassiert werden kann auf verschiedene Weise. Am konventionellsten ist die Vergütung wahrgenommener Angebote: Schließt man zum Beispiel über die Seite ein (Probe-)Abo für eine Zeitung oder einen DVD-Verleih ab, ist das studi.biz bares Geld wert – ein klassisches Cashback-System ähnlich Payback und vergleichbaren Diensten. Dazu kann man sich nach der Angabe von Interessengebieten auch per E-Mail über Angebote informieren lassen.

Spannender ist, was sich hinter dem Punkt ‚Laptopwerbung’ verbirgt. Im Prinzip wird man dafür bezahlt, eine Werbefolie auf seinem Laptop anzubringen – monatlich sind auf diesem Weg bis EUR 25 drin. Darüber hinaus kann das beworbene Produkt im Bekanntenkreis verkauft werden, wofür es zusätzliches Geld gibt. Das macht Sinn, dürfte man über einen Aufkleber wie den hier abgebildeten doch viele interessierte Blicke auf sich ziehen und schnell zum Thema ins Gespräch kommen (im konkreten Fall bezahlte Microsoft EUR 10 für jeden vermittelten MS Office Verkauf sowie EUR 15 monatlich fix für die Nutzung des Aufklebers).

Die dritte und bislang letzte Möglichkeit des Geldverdienens über studi.biz ist ein Academy Contest tituliertes Gewinnspiel. Für die Erstellung eines besonders originellen Kurzfilms zum Thema ‚Geschäftsideen, die uns weiterbringen’ wurden 3x EUR 500 und drei Fluggutscheine ausgelobt. Einsendeschluss ist der 15. Juli, bei nach einem knappen Monat erst vier teilnehmenden Mitgliedern sind die Chancen auf einen der Preise exzellent.

...und investieren

Bei studi.biz verdientes Geld kann man sich ab einer Summe von EUR 50 auf das Bankkonto auszahlen lassen. Alternativ kann das Guthaben (und darüber hinaus) auch in eines der auf der Seite publizierten Angebote „re-investiert“ werden.

Erst seit wenigen Wochen online, bietet studi.biz seinen Mitgliedern momentan nur eine einzige Investitionsmöglichkeit, die aber durchaus einen zweiten Blick wert ist.

Für einen variablen Preis zwischen EUR 10 und EUR 49 bekommen Studenten einen Eee PC 4G und das Mittelklassehandy Sony Ericsson W200i im Verbund mit der Vodafone Super Flat (EUR 30 mtl., Flatrate zu Festnetz und D2).

Der Tarif ist interessant für alle, die viel ins Netz von Vodafone Deutschland telefonieren. Neben der sehr guten Versorgung im D2-Netz ist die optionale Festnetznummer (günstige Erreichbarkeit) ein weiterer Pluspunkt der Vodafone Super Flat.

Vodafone selbst vertreibt den Tarif zusammen mit etwas höherwertigen Handys für EUR 1. Verzichtet man auf Hardware, reduziert sich die Grundgebühr auf EUR 20 monatlich. Über die zwei Jahre Vertragslaufzeit spart man also EUR 240 gegenüber dem Angebot von studi.biz – deutlich weniger als Eee PC & Sony Ericsson W200i wert sind.

Fazit

Obwohl studi.biz wenig wirklich Neues bietet, steckt viel Potenzial im „ersten Big Business Portal für Studenten.“ Gelingt es den Betreibern, gemeinsam mit Kooperationspartnern wirklich attraktive Bundles für die Mitglieder zusammen zu stellen, könnte sich die Seite zu einem zentralen Anlaufpunkt für studentische Angebote entwickeln.

Studi.biz ließe sich dafür zu einem kommerzorientierten sozialen Netzwerk ausbauen. Möglichkeiten des Austausches gibt es bislang allenfalls rudimentär: So lassen sich zwar die Angebote kommentieren, Mitglieder verfügen aber nicht einmal über einsehbare Profilseiten.

Auch das Konzept, den meist klammen Studenten an Provisionen und Werbeeinnahmen teilhaben zu lassen, überzeugt. Der offensive Umgang mit dem Thema Datenhandel („Deal deine Daten!) könnte allerdings ein Bumerang sein, potenzielle Nutzer von der Anmeldung abhalten.

Unterm Strich steht eine klare Empfehlung an alle preisbewussten und Schnäppchen jagenden Studenten ohne Aversionen gegen die Werbewirtschaft, sich studi.biz zumindest einmal anzusehen. Auch wenn "Big Business" für das Geschehen auf studi.biz (bewusst) zu hoch gegriffen ist, lässt sich über das Portal doch ein nettes Zubrot verdienen.

 
Johannes Haupt
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-12, Erwachsene ab 14 Jahre