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Spotify: Halten an gleichem Angebot in Gratis- und Abo-Version fest

Spotify weist Berichte zurück, wonach man bestimmte Musikinhalte nur für zahlende Kunden anbieten werde. Der Vorteil für zahlende Kunden wäre gewesen, dass sie Zugriff auf mehr Musik bekommen hätten.
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Keine Änderung bei Spotify geplantKeine Änderung bei Spotify geplant Der Musikdienst Spotify hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach zahlende Abo-Kunden ein besseres Angebot als Gratis-Nutzer bekommen könnten. Auch teltarif.de hatte heute Morgen darüber berichtet. Spotify halte an dem bisherigen Verfahren fest, bei dem alle Kunden auf die gleiche Musik zugreifen können, sagte ein Sprecher heute. "Wir glauben zu 100 Prozent an unser Freemium-Geschäftsmodell."

Das Wall Street Journal hatte am späten Dienstag berichtet, Spotify wolle ein bisheriges Tabu brechen und einigen Künstlern erlauben, ihre Alben nur für zahlende Abo-Kunden verfügbar zu machen. Die Nutzer der werbefinanzierten Gratis-Variante würden auf diese Musik dann verzichten müssen. Spotify habe dies in Gesprächen mit Musik-Managern als Test in Aussicht gestellt, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Adele streamt ihr Album gar nicht

Gründer und Chef Daniel Ek betonte bisher stets, ein solches Zwei-Klassen-System würde die Nutzer verärgern und käme deswegen nicht in Frage. Spotify ließ vor einem Jahr lieber die populäre Sängerin Taylor Swift ziehen, als gegen den Grundsatz zu verstoßen. Swift entfernte ihre Musik bei Spotify, bei Konkurrenz-Diensten ohne Gratis-Version ist sie aber weiterhin verfügbar.

Aktuell kommt das neue Album der Band Coldplay erst an diesem Freitag eine Woche nach dem Erscheinungstermin zu Spotify, während man es etwa bei Apple Music sofort hören konnte. Spotify betonte nun ausdrücklich, sowohl Abo-Kunden als auch Gratis-Nutzer werden es hören können. Zugleich hielt die Sängerin Adele ihr neues Album "25", das gerade Verkaufsrekorde bricht, ganz von Streaming-Diensten fern.

Musikindustrie gegen Gratis-Streaming

In der Gratis-Variante sind die Funktionen eingeschränkt, so kann man etwa keine einzelnen Songs ansteuern. Für Musikkonzerne und Künstler werfen die werbefinanzierten Angebote deutlich weniger Geld ab.

In den vergangenen Monaten gab es aus der Musikindustrie wiederholt Aufrufe, die Gratis-Versionen von Streaming-Diensten durch weitere Einschränkungen weniger attraktiv zu machen. Die Anbieter warnten, das könnte die Nutzer auch wieder in die Hände von Internet-Piraten statt zu Abo-Zahlungen treiben. Sie verweisen auch auf Konkurrenz der Videoplattform YouTube, in der die Musikkonzerne selbst Videos platzierten, die gratis angesehen werden können.

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