Musik-Flatrate

Spotify Free: Musikindustrie will Gratis-Streaming beschneiden

Bei Spotify könnten verschiedene Musiktitel künftig für Kunden ohne Premium-Abonnement ausgeblendet werden. Wir berichten darüber, warum sich schon im Herbst grundlegende Änderungen für die Nutzer ergeben könnten.
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Bald Einschränkungen für Spotify Free?Bald Einschränkungen für Spotify Free? Spotify zeigt sich seit dem Start des Konkurrenten Apple Music bemüht, sein Musik-Streaming-Angebot weiter zu optimieren. So wurde erst vor wenigen Wochen das Feature "Dein Mix der Woche" eingeführt. Damit präsentiert Spotify seinen Nutzern jeden Montag einen persönlichen Soundtrack der Woche als Playlist. Erstmals kombiniert der schwedische Musik Streaming Service dabei den persönlichen Musikgeschmack eines Kunden mit der Musik, die andere Anwender mit ähnlichen Hörgewohnheiten derzeit hören.

Allerdings könnte sich das Musik-Angebot des schwedischen Unternehmens für Interessenten, die nur das werbefinanzierte Spotify Free nutzen und kein Premium-Abonnement abgeschlossen haben, demnächst verschlechtern. So laufen laut Medienberichten im Herbst die aktuellen Verträge mit den großen Platten-Labels wie Universal, Warner und Sony aus. Spotify muss mit den Content-Lieferanten neu verhandeln.

Plattenfirmen gegen Gratis-Angebot

Aktuellen Branchenberichten zufolge wollen die Plattenfirmen Spotify dazu bewegen, nur noch zahlenden Kunden die komplette verfügbare Musikbibliothek zur Verfügung zu stellen. Für Nutzer, die kein Premium-Abo abgeschlossen haben, sollen dagegen bestimmte Musiktitel - beispielsweise aktuelle Hits - nicht mehr zugänglich sein.

Spotify lehnt zwar derartige Einschränkungen eigentlich ab, könnte aber schlussendlich gezwungen sein, auf die Forderungen der Musikindustrie einzugehen, damit es überhaupt zu neuen Abschlüssen kommt. Vor ähnlichen Verhandlungen könnte auch der französische Spotify-Konkurrent Deezer stehen, der ähnlich wie Spotify ebenfalls eine werbefinanzierte Gratis-Version seiner Musik-Flatrate anbietet.

Apple Music in Deutschland nur gegen Bares

Apple Music bietet seinen Streaming-Dienst in Deutschland nach einem dreimonatigen Testzeitraum nur gegen Abonnement-Gebühren an. Eine werbefinanzierte Version der Musik-Flatrate gibt es hierzulande nicht. In den USA kann dagegen die Radio-Funktion kostenlos genutzt werden. Auch Google Play Music hat vor einiger Zeit in den USA ein Gratis-Streaming-Angebot gestartet, das in Deutschland nicht zur Verfügung steht.

Apple Music gilt für die Zukunft als potenziell größter Konkurrent des bisherigen Marktführers Spotify, zumal der iPhone-Hersteller dank seines iTunes Stores bereits eine entsprechend große Kundenbasis hat. Zudem bekommt jeder iPhone- oder iPad-Besitzer beim ersten Öffnen der Musik-App seit dem Start des Streaming-Dienstes automatisch die dreimonatige Testphase angeboten, die sich nach dem ersten Vierteljahr automatisch in ein kostenpflichtiges Abo verwandelt, wenn der Kunde nicht die Verlängerung storniert.

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