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Splashtop OS 1.0 für mehr Systeme

Schnellstart-Linux soll eine breite Hardware-Unterstützung bieten
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Die Oberfläche des Splashtop OS basiert auf dem Chromium-Browser.Splashtop-Oberfläche: Schnellstart-Linux für das Web Häufig wird gerade das Netbook nur genutzt um auf Facebook nach schauen, was die Freunde machen oder kurz eine Adresse raus suchen. Beide Tätigkeiten haben eins gemein: Der Internetbrowser ist in beiden Fällen die zentrale Anlaufstelle. Dem "kurz" steht meistens jedoch die lange Bootzeit eines ausgewachsenen Betriebssystem wie Windows gegenüber. Diesen Umstand will die Firma Splashtop mit ihrem Splashtop OS ändern.

Die Version 1.0 des Schnellstart-Linux steht seit kurzem auf der Seite der Entwickler [Link auf http://www.splashtop.com/os entfernt, da Seite nicht mehr erreichbar] zum Download bereit. Bisher dürfte Splashtop besonders Netbook-Nutzern ein Begriff sein. Hardwarehersteller wie HP installierten das System auf einigen ihrer Net- und Notebooks. Auch Asus nutze die Beta des Splashtops-OS, allerdings unter dem Namen ExpressGate. Die Neuerung: In der Version 1.0 soll das, auf die Online-Nutzung ausgerichtete System, eine breite Masse an verschiedener Hardware unterstützen.

Neuerungen im Splashtop OS 1.0

Gegenüber der Beta des Systems verwendet Splashtop OS 1.0 eine neuere Version des Open-Source-Browsers Chromium, welcher die Grundlage für Googles Browser Chrome ist. Dank des aktuellen Chromium können Nutzer nun auf den Chrome Web Store zugreifen und so dem minimalistischen System weitere Fähigkeiten durch Webapps beibringen. Zur Verfügung stehen dabei verschiedene browserbasierte Anwendungen aus Bereichen wie Entertaiment, Shopping oder Games.

Wohl um das Gleichgewicht zwischen Google und Microsoft zu wahren, setzt Splashtop OS 1.0 auf die Microsoft-Suchmaschine Bing. Unter der Oberfläche, die im Wesentlichen nur aus dem Browser Chromium besteht, verrichtet ein Linuy-Kernel in der Version 2.6.32 seinen Dienst. Der technische Leiter des Projektes, Phil Sheu, gesteht in dem Firmen-Blog zwar, dass dies sicher nicht die neuste und beste Kernel-Version sei, aber einen soliden Unterbau für das System biete.

Des Weiteren setzt Splashtop beim gleichnamigen Betriebssystem auf das SquashFS-Dateisystem und spezielle Modifizierungen an der X11-Architektur um die Startzeit zu verkürzen. Die Besonderheit des SquashFS: Es handelt sich um ein komprimiertes Dateisystem, welches nur gelesen werden kann. Gleichzeitig betont Sheu weiter, dass der Hauptfokus aber weiter auf der Nutzererfahrung liegt.

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