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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Kanadier entdecken riesiges Computer-Spionagenetz29.03.2009
16:25 Bericht: Netzwerk in China spionierte Computer in 103 Ländern aus
Ein riesiges in China angesiedeltes Netzwerk hat laut einem Expertenbericht
Computer von
Behörden und Privatpersonen in 103 Ländern ausspioniert. Bis zu 30 Prozent
der mindestens 1 295 ausspionierten Rechner seien "hochrangige Ziele"
wie die Computer von Außenministerien,
Botschaften, internationalen Institutionen, Medien und Organisationen, heißt es in einem am
Sonntag vom Munk-Zentrum
für Internationale Studien der Universität von Toronto veröffentlichten
Bericht. Eine Beteiligung der chinesischen Regierung lasse sich aus den Angaben jedoch nicht
ableiten, zumal in China die größte Internet-Nutzergemeinde der Welt lebe. Die Experten gaben
dem Netzwerk den Namen "GhostNet" ("Geisternetz").
Die massenhaften Hackerangriffe waren aufgefallen, als der Dalai Lama, das von China scharf kritisierte geistliche Oberhaupt der Tibeter, das Munk-Zentrum wegen des Verdachts auf von außen eingeschleuste Programme um eine Untersuchung seines Computers bat. Diese ergab nach Angaben der Fachleute, dass nicht nur dieser, sondern auch Rechner von Büros des Dalai Lama in Indien, Brüssel, London und New York und andere Computer ausspioniert worden waren. In weniger als zwei Jahren wurden dem Bericht zufolge rund 1 300 Computer infiltriert. Abgesehen vom Dalai Lama konzentrierte sich das überwiegend von chinesischem Gebiet aus agierende Netzwerk dem Bericht zufolge auf Regierungsinternetseiten in Süd- und Südostasien. Computer der US-Regierung seien offenbar nicht infiltriert worden. Ein NATO-Rechner sei aber einen halben Tag lang ausspioniert worden, außerdem wurden Computer der indischen Botschaft in Washington angegriffen. "Ghostnet" ist weiterhin aktiv"Dieser Bericht ist ein Weckruf", erklärten die Autoren des Berichts. Die Fälle zeigten "die relative Leichtigkeit, mit der ein technisch wenig ausgeklügeltes Vorgehen schnell für ein sehr wirksames Spionagenetzwerk missbraucht werden" könne. Das "GhostNet" ist dem Bericht zufolge weiter aktiv und spioniert wöchentlich ein Dutzend weitere Computer aus. Wie bei "Big Brother" können die Spione mit ihrer Software auf den infizierten Computern auch die Kamera und Tonaufnahme anschalten und so den betreffenden Raum überwachen. Ob diese Funktion genutzt wurde, wissen die Forscher nicht.
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Viren, Phishing, Spyware: Gefahren und Abwehrstrategien
AFP / dpa / Martin Müller
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