In Spanien müssen Prepaidkarten ab November registriert sein
Auch Bestandskunden sind von der Neuregelung betroffen
19.08.2009 11:46
Deutsche Mobilfunkkunden müssen ihre Handy-Anschlüsse registrieren, auch
wenn es sich um eine Prepaidkarte ohne feste Vertragslaufzeit
handelt. Dazu werden neben der Rufnummer auch die persönlichen Daten des Kunden erfasst. Auch
ausländische Kunden, die hierzulande über keinen Wohnsitz verfügen, können eine Prepaidkarte
bekommen - unter Angabe ihres Wohnsitzes im Ausland.
Anmeldung in Italien schon lange üblich
In Italien wird die Vergabe von Prepaidkarten schon
seit vielen Jahren erschwert. Zwar ist es auch südlich des Brennerpasses für Ausländer möglich,
eine Wertkarte zu bekommen. Dazu müssen Sie sich jedoch nicht nur registrieren. Zur Anmeldung
wird zusätzlich eine italienische Steuernummer benötigt. Diese ist zwar auch für Touristen
problemlos zu bekommen. Es ist jedoch fraglich, ob sich dieser Aufwand nur für eine Handy-SIM
lohnt.
Einige Händler umgehen die Regelung dadurch, dass sie die Steuernummer selbst errechnen - auch
wenn eine solche dem Kunden vielleicht noch gar nicht zugeteilt wurde. Das ist problemlos
möglich, denn die Zahlen- und Buchstaben-Kombination setzt sich nach festen Regeln zusammen.
Entscheidend sind Name und Geburtsdatum sowie die Anschrift. Aus manchen Mobilfunkläden muss
man jedoch unverrichteter Dinge wieder abziehen, wenn man die Steuernummer nicht vorweisen
kann.
Schweiz: Altkunden mussten sich nicht registrieren
Vor einigen Jahren hat auch die Schweiz eine
Registrierungspflicht für Prepaidkarten eingeführt. In der
Eidgenossenschaft sind jedoch ausschließlich Kunden betroffen, deren Karte ab einem bestimmten
Stichtag aktiviert wurde. Für Altkunden war und ist die Anmeldung freiwillig.
Ab 8. November müssen nun auch in Spanien
alle Prepaidkarten registriert sein. Vor zwei Jahren trat ein entsprechendes Gesetz in
Kraft, das nun - nach langer Übergangszeit - umgesetzt wird. Ähnlich wie in Italien
soll so vor allem die missbräuchliche Nutzung von Mobilfunk-Anschlüssen unterbunden
werden. Anders als in der Schweiz müssen in Spanien auch alle bestehenden Anschlüsse
nachträglich registriert werden. Wer dies bis zum 8. November nicht erledigt, verliert
seinen Anschluss. Die SIM-Karte wird in diesem Fall abgeschaltet.
Spanien: Registrierung vor Ort im Handy-Shop
Deutsche Interessenten, die eine spanische SIM-Karte besitzen, beispielsweise um diese für
den Urlaub auf der iberischen Halbinsel nutzen zu können, sollten sich demnach rechtzeitig
mit ihrem spanischen Netzbetreiber oder Discounter in Verbindung setzen, um die Karte anzumelden.
Problem: Die Registrierung muss in einem Handy-Shop vor Ort vorgenommen werden. Dabei kann
auch die deutsche Anschrift des jeweiligen Kunden angegeben werden. Vorgelegt werden muss
zudem der Reisepass oder Personalausweis.
Kunden, die ihre spanische Prepaidkarte seit dem 9. November 2007 erworben haben,
müssen in der Regel nicht die Abschaltung ihres Anschlusses befürchten. Seit diesem Termin
mussten Neukunden ohnehin bereits registriert sein. Problematisch ist für Besitzer spanischer
Prepaidkarten oft eher der geforderte monatliche Mindestumsatz, der dazu beitragen kann, dass
die Karte bis zum nächsten Spanien-Urlaub kein Guthaben mehr aufweist und automatisch
abgeschaltet wird.
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