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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 29.05.2012 |
Party via sozialem Netzwerk: So kommen keine falschen Freunde25.11.2009
11:42 Mit öffentlicher Einladung wird die Feier schnell größer als geplant
Einladungen zu schreiben war früher
ein mühsamer Akt. Wer heute eine Party feiert, kann sich jegliches
Zettelverteilen schenken. Viel einfacher ist es, bei SchülerVZ oder
in einem anderen sozialen Netzwerk eine Gruppe zu gründen, in die
alle Partygäste eingeladen werden. Das geht nicht nur schneller. Man
kann auch Menschen einladen, die man persönlich noch gar nicht kennt
- zum Beispiel, weil es sich um Freunde von Freunden handelt.
Manchmal ist die Person dem Gastgeber auch komplett fremd. Wer hier
einige Regeln beachtet, kann sicher sein, bei seiner Party keine böse
Überraschung zu erleben.
Wer die Infos zu seiner Party nicht jedem im Netz zugänglich machen möchte, hat zum Beispiel bei SchülerVZ zwei Möglichkeiten: "Entweder man gründet eine Gruppe und öffnet sie nur für Freunde, die man einladen möchte, oder man schreibt seinen Freunden im Netzwerk eine persönliche Nachricht", erklärt Maren Gaidies von SchülerVZ in Berlin. Um sich viel Schreibarbeit zu ersparen, könne dieselbe Nachricht auch an mehrere Empfänger gleichzeitig verschickt werden. Wenn eine Partyeinladung im Netzwerk öffentlich wird, kann es passieren, dass statt 20 plötzlich 40 Leute vor der Tür stehen, sagt Thomas Rathgeb vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (MPFS) in Stuttgart. Das könne zwar auch ohne das Internet passieren. Das Problem sei aber, dass sich Informationen über anstehende Partys heute viel schneller verbreiten als früher. "Ein Gast kann noch am Abend der Feier per Handy seine gesamte Freundesliste informieren." Tipp: Veranstaltungsort nicht in die Gruppenbeschreibung stellen
Wer über soziale Netzwerke zu einer Party einlädt, sollte den Gästen klar machen, was sie erwartet, empfiehlt Prof. Stefan Aufenanger vom Institut für Erziehungswissenschaft an der Universität Mainz. Sonst entstünden falsche Erwartungen. "Menschen, die der Gastgeber nur aus dem Internet kennt, könnten zum Beispiel denken, sie bekämen eine Übernachtungsmöglichkeit und freie Getränke." Solche Themen werden besser klar angesprochen, sagt auch Rathgeb: "Das reicht vom Kreis der Eingeladenen bis zu der Frage, wer welche Getränke mitbringen soll." Fremde Internetfreunde: Chance und Problem zugleichDie Gefahr, dass völlig Fremde zu einer Party erscheinen, schätzt Rathgeb nicht hoch ein. Jugendliche kennen die meisten Freunde in ihren Netzwerken auch im richtigen Leben: "Das soziale Netzwerk im Internet bildet im Grunde genommen das reale Netzwerk im echten Leben ab." Im Falle einer Einladung sei das Internet aber ein wenig ungewisser, weil andere Menschen schneller von einer Party erfahren, erklärt Aufenanger. Dadurch könne es schon passieren, dass Leute kommen, die man nicht dabei haben will. Oft würden Freunde von Freunden erst einmal zur Kontaktliste hinzugefügt, sagt Aufenanger. In der direkten Kommunikation stelle sich dann schnell heraus, wer sympathisch ist und wer nicht. "Die meisten können schnell herauslesen, wie das Gegenüber ungefähr ist." Aber nicht jedem Nutzer sei bewusst, dass es komplette Fake-Profile gibt. "Wir raten grundsätzlich allen Nutzern, keine Internetfreundschaft mit Leuten einzugehen, die sie im realen Leben nicht kennen", sagt Gaidies. Passiert das doch, sei es wichtig, die Identität des "neuen Freundes" zu überprüfen. Ein guter Hinweis seien zum Beispiel gemeinsame Freunde an der Schule. Bekanntes Problem: Peinliche Party-FotosEinige Leute aus dem sozialen Netzwerk einzuladen, die man noch nicht kennt, ist auf der anderen Seite eine Chance, den Freundeskreis zu erweitern, findet Rathgeb: "Genau aus diesem Grund bewegen sich die meisten Schüler in sozialen Netzwerken." Kontakte ließen sich einfacher knüpfen, ergänzt Aufenanger. Und eine Party, die über das Netz organisiert wird, könne dann ein Türöffner sein, die Leute real kennenzulernen. Ein Problem ergibt sich manchmal nach einer Party, wenn Fotoalben von der Fete hochgeladen werden. Zeigen die Bilder Peinlichkeiten, könne man andere damit leicht vor den Kopf stoßen, warnt Thomas Rathgeb vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest. Das gelte besonders für Bekannte, die man auf der Party gerade erst kennengelernt hat. Deshalb gilt: Bevor ein Bild ins Internet gestellt wird, auf dem andere zu sehen sind, werden diese Gäste besser um Erlaubnis gefragt. dpa / Ralf Trautmann
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