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Expertin: Kollegen sind nicht automatisch Freunde03.11.2011
17:46 Berufliches und Privates sollte in sozialen Netzwerken getrennt werden![]() Wer sich auf der Arbeit nicht so richtig gut versteht, sollte auf Kontaktanfragen in sozialen Netzwerken verzichten. Wer sich online mit Kollegen vernetzen will, sollte es vorher ansprechen. "Es ist besser, sich vorher darüber klarzuwerden, ob der andere das überhaupt will", empfahl die Kommunikationstrainerin Martina Dressel aus Freital bei Dresden. Kommentarlos eine Anfrage zu verschicken, sei ein No-Go. Allgemein sei der Kontakt zu Kollegen in sozialen Netzwerken nur dann sinnvoll, wenn man auch außerhalb der virtuellen Welt einen guten Draht zu ihnen hat. Besonders Vorgesetzten gegenüber rät Dressel zu Zurückhaltung. Sie ist skeptisch, ob ein Vernetzen einem Karrierevorteile bringt. Generell sollte jemand, der im gleichen Betrieb arbeitet, nicht online kennengelernt werden. Bevor Arbeitnehmer darüber nachdenken, ihren Chef zu "adden", ist also auf jeden Fall ein persönliches und vertrauensvolles Verhältnis am Arbeitsplatz wichtig. Kommunikationstrainerin: Berufliches und Privates trennenDressel hält es auch für keine gute Idee, den privaten und beruflichen Bekanntenkreis in Online-Netzwerken zu mischen. Es helfe dabei auch nicht immer, die Inhalte so zu filtern, dass nur einige Kollegen sie einsehen können und der Chef etwa nicht. Wird das bemerkt, vermittle es den Eindruck, etwas zu verbergen zu haben. "Lieber sollte man gleich verschiedene Netzwerke für verschiedene Bekanntenkreise nutzen, also privates und berufliches Umfeld klar trennen." Wer neu in ein Unternehmen komme, sollte nicht direkt Freundschaftsanfragen an alle Kollegen schicken. Zuerst müssten Neulinge herausfinden, mit wem sich eine enge Zusammenarbeit und ein gutes Verhältnis abzeichnen. Hier gelte die Devise: Klasse statt Masse. Besonders wichtig sei dabei, auf die Atmosphäre im Betrieb zu achten. "Eine Offene-Türen-Kultur spricht eher für eine virtuelle Vernetzung, als wenn die Spannung förmlich zu fühlen ist", so Dressel. Weitere Meldungen zum Thema Social Media
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