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Bei Communitys behutsam mit privaten Daten umgehen
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| Datenschutz sollte bei Facebook, Myspace und Co. bedacht werden |
13.05.2009 12:48 |
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Millionen Menschen veröffentlichen in sozialen Netzwerken im Internet Fotos, Kontaktdaten und vieles mehr. Das Thema
Datenschutz stößt bei vielen Nutzern auf taube Ohren. Die meisten vergessen,
dass hinter Communitys Unternehmen stehen, die in erster Linie an Profit
interessiert sind. Das allein ist zwar kein Grund, mit den Social Networks alle
Bande zu brechen. Ein bewussterer Umgang mit den eigenen Daten kann trotzdem
nicht schaden.
Die Betreiber von Facebook
lassen keine Zweifel aufkommen. In den Nutzungsbedingungen heißt es, dass alle
Arten von Beiträgen, die ein Facebook-Nutzer schreibt, ins Eigentum des
Unternehmens übergehen und uneingeschränkt für kommerzielle und sonstige Zwecke
weiterverwendet werden dürfen.
Anwältin hält Nutzungsbedingungen für fraglich

Ob die Betreiber im Fall eines Rechtsstreits damit durchkommen würden, ist laut
Astrid Auer-Reinsdorff von der Arbeitsgemeinschaft Informationstechnologie im
Deutschen Anwaltverein (DAV) in
Berlin aber fraglich. Die Passagen "Geltendes Recht" oder "Beiträge" würden
nach Einschätzung der Expertin vor einem deutschen Gericht nicht standhalten.
Bei der Frage, nach welchem Recht im Zweifel entschieden wird, liegt jedoch
eines der großen Probleme der US-Netzwerke: "Es gibt dazu noch keine rechtliche
Entscheidung."
Als US-Unternehmen hat auch MySpace eigene Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien, wie
Mats Wappmann von MySpace Deutschland in Berlin erläutert. Teils würden die
deutschen Regelungen dabei noch übertroffen. So werde etwa die Darstellung
nackter Personen strenger ausgelegt.
Auch externe Unternehmen erheben Daten in den Netzwerken

Allerdings räumt sich MySpace in den Datenschutzbestimmungen das Recht ein,
anhand der Profil-Informationen der Nutzer zielgenaue Inhalte und Werbung zu
schalten. Weiter heißt es dort, ein Teil der Werbung stamme von externen
Internet-Werbeunternehmen, die Daten über den Besuch und die Nutzung von
MySpace erheben.
Das erfährt aber nur, wer die seitenlangen Datenschutzbestimmungen liest. Und
ob diese ein durchschnittlicher Nutzer versteht, ist fraglich. Bei Facebook
seien für die deutsche Version lediglich die US-Datenschutzbestimmungen ins
Deutsche übersetzt worden, sagt Astrid Auer-Reinsdorff.
Auch bei Netzwerken aus Deutschland stellt sich die Frage, was die Betreiber
mit Registrierungs- und Profildaten anstellen und ob der Nutzer auf diesem Weg
etwa mit auf ihn zugeschnittener Werbung konfrontiert wird. Bei StudiVZ etwa gibt es
Werbe-Einstellungen zum Selbst-Anklicken. Der Nutzer kann per Häkchen auswählen,
ob er "zielgruppenspezifische" Werbung erhalten möchte oder nicht.
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